November 2012

Hallo ihr Lieben,

es tut mir wirklich leid, dass ich erst jetzt schreibe, ist mal wieder mehr als Zeit … wollte es seit Wochen tun, war einfach nicht möglich, aber jetzt …

Als ich zurückkam bin ich auch gleich am übernächsten Tag umgezogen … nicht, dass das Haus ‚fertig’ gewesen wäre, aber muss halt so nach und nach so einigermassen werden … wenn du hier keine Geduld hast bekommst du mal besser schnell welche …
Trotz Kaos geniesse ich ‚mein neues Haus’, endlich Platz! Wenn wir Treffen haben passen alle ins Wohnzimmer, keiner sitzt mehr auf dem anderen und man muss nicht mehr nach draussen ausweichen, sobald es eine gewisse Anzahl an Personen übersteigt (was schon nicht so nett war, wenn die Sonne runterknallte, es regnete oder kalt war).
Habe nun auch endlich einen funktionierenden Herd und einen Gefrierschrank – sehr hilfreich!

Den Kindern geht es gut, haben letzte Woche auch alle neue Klamotten & Sandalen bekommen, die ich bei unserem ‚wunderbaren’ Markt erstanden habe.
Die grösseren sind im Prüfungsstress, aber bald sind Ferien (ab Ende Okt.) … .

Eigentlich wollte ich die Ferien nutzen, um mit den grösseren Jungs länger (im Busch) unterwegs zu sein, nach Zimbabwe & Malawi zu fahren, aber ohne Auto wird das wohl schwierig. Diejenigen, die auf facebook unterwegs sind haben es vielleicht mitbekommen, dass sich ‚mein Auto’ an meinem Geburtstag endgültig von mir verabschiedet hat. Wir waren fast in Manica angekommen, wollten eigentlich die dortigen Gemeinden besuchen (war ein Sonntag) als der Motor leider den Geist aufgab. Haben alles versucht, das Auto wieder in Gang zu bekommen, kamen auch verschiedene Mechaniker vorbei, aber leider erfolglos. Nachdem wir 7 Stunden in der prallen Mittagssonne am Strassenrand standen konnte ich endlich einen anderen Missionar aus Chimoio erreichen, der dann kam und uns bis hierher zurück abschleppte. Aus dem Geburtstagsmittagessen wurde ein Abendessen und alle fragten, wann ich denn endlich käme um den Kuchen anzuschneiden. Wie so oft der Unterschied zwischen Plan und Wirklichkeit. Ja, jedenfalls ist das Auto nun ganz tot, war eh schon lange nicht mehr sicher, so gibt es nun noch die Möglichkeit – ein ‚neues’! Zumindest nutzte ich die Zeit, um inmitten von allem denen, die in der Nähe wohnten von Jesus zu erzählen. Der erste, der freudestrahlend Jesus in sein Leben aufnahm rief auch gleich andere und sie baten uns doch bitte bitte hier eine Gemeinde zu gründen – keine einzige irgendwo in der Nähe! Letzte Woche bekam ich ein Auto von einer anderen Missionarin geliehen, die für 1 Woche in Kenia war, so fuhren wir nochmals nach Manica – diesmal kamen wir an – und hatten einen super gesegneten Gottesdienst. Auf dem Hinweg hatten wir kurz an der Stelle gehalten, wo mein Auto den Geist aufgegeben hatte und den Leuten bescheid gesagt, so dass dann nachmittags die Leute auch schon versammelt waren. Hatten noch 2 leitende Pastoren aus Manica mitgenommen, die sich dann erstmal kümmern dürfen, dass die Gemeinde auch wächst und los gings, Singen & Tanzen mit dem Keyboard. Gott war da. Ich predigte und sie luden Gott ein in ihr Leben zu kommen. War also nicht umsonst! Was aber nichts an der Tatsache ändert, dass ich ein neues Auto brauche …

Letzten Freitag waren wir in Inchope. Hatte schon seit langem auf dem Herzen, den Jesus Film dort zu zeigen. Bevor wir dorthin fuhren hatte ich jemand von dort angerufen, der die Genehmigung des Schuldirektors einholte, dass wir den Film auf dem Schulgelände zeigen durften. Das Fussballfeld war perfekt. Alles lief super bis der Film vorbei war und wir kurz ne message bringen wollten und dann gingen auf einmal die Mikros nicht mehr … grrr … so baten wir alle so nah wie möglich ranzukommen und versuchten es mit schreien. Paulo, der mich übersetzte, machte es echt gut, habe ihn noch nie so erlebt, ist ganz schön gewachsen, schrie gut mit mir zusammen und wir beteten gemeinsam mit der Menschenmenge. Muss den Leiter von dort mal noch fragen, wie es anschliessend weiterging.

Ausserdem hatte ich für 4 Wochen Besuch aus Norwegen, der so einiges hier filmte. Demnächst wird es was auf You Tube geben. Sag euch dann bescheid. Und nach einiger Zeit auch eine Dokumentation auf dvd oder was auch immer, falls jemand daran interessiert ist.
Mein Besuch hatte ‚die Gelegenheit’ die „wunderbaren“ mosambikanischen Verkehrsmittel kennenzulernen und viel zu laufen, da ich ja nun kein Auto mehr habe.
Bin der Meinung wenn möglich sollen Besucher auch was von der Schönheit des Landes mitbekommen; so waren wir im Gorongoza Park (gibt so ein paar Tiere da) und auf Savanne (ne nette Insel in der Nähe von Beira). Er bekam hautnah mit auf welch wunderbare Art & Weise Gott uns von A nach B brachte, obwohl es nachts echt schwierig ist oder es an den Orten keinen Transport gab. Gott ist immer treu und wenn man sich auf nichts verlassen kann, auf Gott kann man sich verlassen.

Muss mich nun auch endlich mal um die Regestrierung von ‚Loving the Nations e.V.’ hier kümmern.

Im Moment sind wir gerade dabei das Dach, das es letztes Jahr bei einem Unwetter davon geweht und teilweise zerstört hatte wieder draufzumachen – endlich! Nicht, dass wir es nicht eher wollten, aber ohne Geld … egal … jetzt haben wir es jedenfalls …

Mit den Strassenkindern ist es wahrlich nicht leicht, sind halt Strassenkinder und benehmen sich auch dementsprechend; freu mich, dass sie kommen, ich ihnen zu essen geben und was von Gott & Bibel weitergeben kann. Hoffe auch wenigstens einige nächstes Jahr in einer Schule unterzubringen. War vor kurzem bei einem Leiter eines neuen ‚Stadtteils’ etwas ausserhalb Chimoios und habe mit ihm über ein mögliches Grundstück gesprochen, um speziell was für Strassenkinder zu machen. Er würde mir eines geben, so gross wie ich will, muss Gott mir nur noch zeigen, wie, was, wo genau.

Die Gottesdienste im Gefängnis laufen super und diesmal haben sie Gott sei Dank das Gefängnis nicht wieder für Monate geschlossen, nachdem einer abgehauen ist (nicht bei unseren Gottesdiensten)– echt ne Gebetserhörung!

Auch im Krankenhaus sind wir weiterhin … in letzter Zeit bitten uns mehr und mehr Krankenschwestern und Ärzte um Gebet …. machen wir natürlich auch …

Ausserdem hatten wir 2 absolut gaile Jugendgottesdienste (sorry, hab leider gerade kein besseres Wort) – ist echt erstaunlich, dass es immer noch Steigerungen gibt – bin gespannt auf den nächsten … .

Jugendliche und junge Erwachsene kommen zu wöchentlichen Gebetstreffen zusammen, die so leidenschaftlich sind, dass dir als Westeuropäer ‚die Ohren abfallen’ … .

Ich danke Gott für all die Predigteinladungen, Seminare und was Er sonst noch alle tut … .

Noch was Neues … habe den ‚Kairos Kurs’ mitgemacht und angefangen zu lehren … super Team und eine voll gute Möglichkeit Gottes Herz für die Nationen, speziell die Unerreichten weiterzugeben, Mosambikaner als Missionare zu mobilisieren …. ist ein 1 Woche langer Kurs, den wir am Samstag begonnen haben … bin noch bis nächsten Samstag damit beschäftigt …. dann ist ne Hochzeit …

Joao & Jennifer sind letzte Woche nach Amerika … so bin ich nun ‚alleine’ hier … hab ja sonst nix zu tun …

Liebe Grüsse von
Claudi

Juni 2012

Hallo ihr Lieben,

eine der zwei Bars, die direkt neben uns hier sind hat gerade mal wieder so laute Musik, dass wir auf unserem Grundstück schreien müssen, um uns gegenseitig zu verstehen – echt verrückt – und auf einmal ein christliches Lied, das ich aus den Gemeinden hier kenne … „ heile meine Wunden … ich will nur dich … hilf mir heilig zu leben …“. Frage mich, wie das dahin kommt, aber jedenfalls nett … .
Viele von den wenigen, die sowas wie eine feste Arbeit haben bekommen am letzten Freitag des Monats ihr Gehalt, was gestern war, und geben jetzt ihr Geld für Alkohol aus während ihre Familien nichts zu essen haben …

Was gibt es Neues?

Ich ziehe um, allerdings nicht weit hier, innerhalb von Chimoio (die Stadt, in der ich momentan wohne), und habe dann endlich ein Wohnzimmer, in dem Treffen stattfinden können ohne dass man aufeinander sitzt, und ein Gästezimmer, fliessendes Wasser in Bad & Küche …! Hatte eigentlich nicht vor umzuziehen, aber gut! Während der letzten Monate hörte ich immer wieder von Häusern, die zu vermieten waren (obwohl es kaum welche gibt) und vermittelte sie an andere Missionare, die dringend eines brauchten. Waren einige gute Häuser dabei und bei einem sagte ich im Spass „…wenn ich mal so ein Haus für 7000 Metecais (200 Euro) finde würde ich mir überlegen umzuziehen“, was völlig unrealistisch ist, denn solche Häuser gibt es nicht für den Preis. Der Hauseigentümer meinte, wenn es für mich wäre würde er es mir für 8000 geben; liess es erstmal so stehen, weil ich eh nicht wirklich interessiert war. Beim Gehen meinte ich dann noch mal: „ 7000 sei wirklich nicht möglich?“ und er liess sich tatsächlich darauf ein, zum einen weil ich Deutsche bin und er 4 Jahre in Deutschland gewohnt hat und weiss, dass wir gut mit Sachen umgehen, nicht alles kaputtmachen, und zum anderen wohl, weil ich mit Gott ausgemacht hatte, wenn Er irgendwann ein Haus für mich hätte, dürfte es nicht mehr als 7000 kosten. Tausend Gedanken in meinem Kopf, aber auf einmal hatte ich Frieden. Hatte auch gerade ein paar Tage zuvor zu Jesus gesagt, dass es wohl schon gut wäre ein Büro für Loving the Nations zu haben, wenn man irgendwas offizielles machen will, nur bräuchte man dazu ein Haus an einem der Hauptstrassen und die kosten mindestens 1000 Dollar pro Monat, sind also für normale Leute unbezahlbar; so habe ich es in Gottes Hände gelegt.
Die Frau des Eigentümers erzählte mir später, ich hätte echt ‚Glück’, denn es gab total viele Interessenten und die hätten alle viel mehr bezahlt und sie wunderte sich, dass ihr Mann mir das Haus gegeben hätte … würde es wohl eher Gott als Glück nennen … .
Ja, eigentlich sollte ich nun schon umgezogen sein, aber um eine lange Geschichte kurz zu machen, dauert wie immer alles länger als gedacht und nachdem ich eh am 15. Juni für 2 Monate nach Deutschland/Europa gehe habe ich jetzt beschlossen, dass es wohl besser ist, erst im August umzuziehen; es ist einfach sicherer meine Sachen in meinem alten Haus zu lassen; dort sind viele Leute; hatte ja schon einmal die Erfahrung, dass alles an Wert aus meinem Haus (in Catandica) geklaut wurde, nicht mal ne Bettdecke oder ein Kopfkissen gab es mehr … muss also nicht unbedingt nochmal sein … .

Ansonsten konnte ich endlich nach Machaze district (ganz im Süden von der Provinz, in der ich wohne, fast an der südafrikanischen Grenze, nur dass es dort keine Grenze oder besser gesagt keine Strasse gibt). Ich wollte schon lange den Waisenkindern dort Essen bringen, habe aber leider nicht das Fahrzeug, das mich dorthin bringen würde, es ist WEIT und die STRASSE SUPER ÜBEL, voller Steine und Schlaglöcher. Vor ein paar Wochen, meinte dann einer der Missionare, dem ich ein Haus vermittelt hatte, er wäre bereit mit mir dorthin zu gehen, zog sich dann noch etwas, weil sein Auto über 1 Monat in Reparatur war … wie dem auch sei, wir kamen definitiv gerade noch rechtzeitig bevor wohl einige Kinder verhungert wären; der Pastor, der mal einen Bauch hatte, war auch nur noch Haut und Knochen. Wieder einmal hatte es nicht geregnet und somit keine Ernte, obwohl eigentlich gerade Erntezeit gewesen ist.
Es gibt dort keinen Handyempfang; so versuchten wir unser Kommen über Radio zu kommunizieren, was auch meistens funktioniert, diesmal allerdings leider nicht. Wir waren die ganze Nacht durchgefahren und als wir ankamen war absolut niemand da, weder bei dem Haus des Pastors, noch in der ‚Kirche’, nicht mal eines der Kinder . Todmüde machte ich mit dem Pastor, der von hier mitgekommen war auf die Suche und schliesslich fanden wir auch ein paar der Waisenkinder, die im Haus des Pastors wohnen; die teilten uns mit, der Pastor sei weit weg im Busch. Hm. Keine gute Nachricht. Wusste nicht so recht, was nun, so ‚machte ich erstmal Frühstück’, Brot, das ich mitgebracht hatte und etwas lauwarmer Tee. Der Fahrer bestand darauf, dass wir noch an dem selben Tag wieder fahren, wenigstens am spätnachmittag oder abends. Fragte mich, wie das alles gehen sollte; fand es jedenfalls keine gute Idee das ganze Essen wieder mit zurück nach Chimoio zu nehmen; liess es aber mal so stehen. Ich betete. Nach 3 Stunden tauchten zum Erstaunen aller auf einmal der Pastor auf. Er erzählte uns, sein Herz hätte plötzlich wie wild angefangen zu schlagen und er hatte das Gefühl, er müsse auf der Stelle nach Hause, weil er dort gebraucht würde. Gott sei Dank. „Heilig Geist Kommunikation“ funktioniert doch immer noch. Nach einem ‚Bad’ mit 2 Liter Wasser zog der Pastor dann auch sogleich los, um den Leuten bescheid zu sagen, die alles stehen und liegen liessen und sofort kamen.
Wir hatten eine gute Zeit mit den Gemeinden, ermutigten die Christen, predigten, beteten für sie und gaben super viel Essen (getrockneter Mais) pro Waisenkind. Nach getaner Arbeit, Maisbrei und einem mageren Buschhühnchen zwischen uns allen aufgeteilt im Bauch, machten wir uns dann spätabends wieder auf den Rückweg, wiederum 10 Stunden auf der Strasse und eine weitere Nacht ohne Schlaf … ja … .

Ein paar Tage darauf (letzte Woche) war ich in Macossa (nördlich von hier). Ich hatte schon seit einiger Zeit auf dem Herzen mehr Leitertraining zu machen und wartete & betete, dass Gott die Türen dafür öffnen möge. Leiter von 14 verschiedenen Gemeinden waren zusammengekommen und sie meinten, niemand hätte jemals ein Seminar für sie gemacht. Danke, Jesus, für diese Gelegenheit. Gutes Team, offene Herzen, Gott redete zu ihnen … .

Vor kurzem waren wir, die wir hier gemeinsam bei Iris Ministries in Chimoio sind in Dondo um uns mit den neuen Leitern dort zu treffen; sie hatten uns gebeten, zu kommen und ihnen die ‚Geschichte Dondos’ zu erzählen, damit sie verstehen, wie es dazu kam, dass die Dingen nun so sind, wie sie sind, warum was wie ist; wir unterhielten uns bis spät in die Nacht. Gleichzeitig nutzten wir die Gelegenheit nach Beira zu fahren, was lekckeres zu essen, wenigstens kurz zum Strand, ein paar Päckchen von der Post abholen … .

„Mein Auto“ ist ja nun leider nicht (mehr) in der Lage (wohl einfach zu alt) tief in den Busch zu fahren, aber was ging/geht mache ich; so war ich verschiedene Gemeinden hier in der Gegend besuchen u.a. auch in Manica und Inchope. Es ist immer wieder gut, dort draussen zu sein, mit ihnen gemeinsam zu tanzen und Gott anzubeten, sie zu lehren, mit ihnen und für sie zu beten, gemeinsam mit ihnen zu essen … .

Ende April hatte ich Besuch aus Deutschland und er brachte auch ganz viele tolle und hilfreiche Sachen … so haben wir nun 2 neue Lautsprecher hier, ein neues Mischpult, neue Mikros & Kabel … . Bin Gott sehr dankbar, dass er sich darum gekümmert hat, dass auch alles hier ankam (ist nicht gerade selbstverständlich). Musste etwas mit den Zollbeamten verhandeln, die natürlich unmengen von Geld wollten, aber das kam nicht in Frage, wovon ich sie Gott sei Dank nach langem hin- und her auch überzeugen konnte … .

Im Gefängnis …
Ist es gerade echt gut … endlich auch kein Stress mehr am Tor … von wegen erstmal warten oder kommt nächste Woche wieder … .
Vor ein paar Wochen, an einem Dienstag, an dem ich mehr als müde war und alles andere als predigen wollte (waren um 5 Uhr morgens in Dondo losgefahren, um rechtzeitig hier zu sein), hatte dann aber keine Wahl, weil wir an dem Tag nur zu zweit im Team waren, was sonst nie vorkommt) und der andere nicht predigen wollte meinte Jesus, ich sollte über Apostelgeschichte 19 predigen, wo es u.a. darum geht, dass die Christen aus der dortige Gemeinde öffentlich ihre Sünden bekannten und ihre okkulten Dinge verbrannten; wollte es ihnen eigentlich leicht machen, so schlug ich vor, jeder könne da, wo er ist, mit lauter Stimme seine Sünden bekennen; während ich das sagte kam jemand auf mich zu, der meinte, er wolle gerne seine Sünden öffentlich bekennen. Wer war ich dem im Weg zu stehen? Andere folgten. Der Gottesdienst dauerte etwas länger sonst. Ich habe noch nie so klare Sündenbekenntnisse & Zeugnisse, wie Gott ihr Leben verändert hat, hier gehört, in keiner der Gemeinden … wow … Gott war gegenwärtig … und es gab keinerlei Anklage …

Im Frauengefängnis waren wir auch noch mal … wahre Anbetung … grosse Freude … waren sehr aufmerksam bei der Predigt …

Die Jugendgottesdienste sind nach wie vor hart umkämpft, aber Gott ist jedes Mal total krass da … nächsten Sonntag ist wieder einer … freue mich schon …

Bei meinem letzten Besuch in Zimbabwe habe ich eine christliche Gemeinschaft in Marondera kennengelernt, die mich echt begeistert hat, ihr Umgang miteinander und was sie alles für die Stadt tun. Ausserdem hatte ich (endlich) die Gelegenheit ein bisschen zu fliegen, die Leiter von Iris Ministries dort zu treffen, die auf Heimaturlaub gewesen waren und auf Brians (der Leiter) Geburtstagsfeier zu sein (kamen ‚zufällig’ gerade an dem Tag) und am Sonntag morgen waren wir gemeinsam mit denjenigen, die uns in ihrem Haus aufgenommen hatten, als wir 2007 das erste Mal in Zimbabwe gewesen waren und noch niemand kannten bei ihnen im Gottesdienst … .

‚Mein Auto’ stand für ein paar Wochen (der Anlasser und noch einiges andere war kaputt); so musste ich ob ich wollte oder nicht viel viel Zeit damit verbringen, die Ersatzteile irgendwo zu finden und nach vielem Probieren des Mechanikers funktioniert es jetzt wieder – endlich!

Unsere Kinder sind toll!
Mit den älteren mache ich nach wie vor Bibelstudium, haben gerade den 2. Mose und die Apostelgeschichte hinter uns, als Vorbereitung auf das Buch der Offenbarung, das wir seit kurzem begonnen haben. Gottes Wort verändert … .

Habe einen neuen Ort für die Treffen mit den Strassenkindern finden können, in einer Gemeinde direkt in der Stadt … der Pastor der Gemeinde ist mein neuer Nachbar … wie Gott das immer so macht … .

Wie ich oben schon mal erwähnt hatte werde ich bald wieder in Deutschland & Europa sein. Davor gibt es noch 1000 Sachen zu organisieren.
In den letzten Wochen war es mal wieder besonders „nett“ hier … der einzige Supermarkt der ganzen Stadt hatte geschlossen, weil kein Strom … an der einen Tankstelle gab es kein Benzin, an der anderen das totale Chaos … . In Deutschland wird keiner meinen, ich müsste ihm Geld geben, nur weil ich weiss bin … Autos kommen mir nicht auf meiner Strassenseite entgegen oder schneiden mir permanent den Weg ab, parken so, dass andere vorbeikommen … ich muss nicht 3 Stunden auf der Bank verbringen, nur um etwas Geld abzuheben … das Internet geht (gerade echt ne Katastrophe hier) … wenn ich jemand anrufen will höre ich nicht ständig die Stimme ‚bitte probieren sie es später noch einmal …’. Muss zugeben, dass ich mich schon auf den Besuch im deutschen Supermarkt freue, Eis & Kaffee, Vollkornbrot & Käse … und was es im Schlaraffenland sonst noch so alles gibt …
Wäre gut, wenn ihr euch möglichst bald bei mir meldet, wenn ihr Lust habt, mich zu sehen, ihr mich gerne als Predigerin in eurer Gemeinde hättet (werde dieses Jahr kürzer als letztes Jahr in Europa sein) … werde auf Slot & Freakstock sein … und wenn mir jemand für ein paar Wochen ein Auto zum Rumfahren leihen könnte wäre ich sehr sehr dankbar, würde mir super viel Stress ersparen …

Soweit mal …
hoffentlich bis bald,
liebe Grüsse von
Claudi

P.S. Zu den Bildern …
1 willkommen neuer Kinder bei uns im Kinderheim
2 & 3 ein bisschen fliegen in Harare/Zimbabwe
4 & 5 Geburtstagsfeier von Jonathan & Daniel (die Kinder von Joao & Jennifer, mit denen ich zusammenwohne)
6 & 7 Besuch der Gemeinde in Manica
8 Seminar in Macossa
9 spontanes Heilungsgebet – wollten eigentlich fruehstuecken, aber das musste ‚etwas‘ warten – viele wurden geheilt

März 2012

Hallo ihr,

Grüsse aus der Hitze!

Ihr wisst ja, ich mags warm, aber das ist ein bisschen zu viel des Guten … wenn die Tage über 40°C gar kein Ende nehmen …

Komme gerade aus Inhaminga (in der Provinz Sofala) wieder …

habe dort ein Seminar über ‚was Gemeinde ist‘ (basics) gemacht. Die Strasse dorthin ist super übel (die Schlaglöcher sind fast so gross, dass ein Auto reinpasst), von demher habe ich es gar nicht erst probiert mit meiner ‚alten Schrottkiste‘, sondern dem Herrn vertraut, dass wir irgendwelche andere Autos finden, die uns mitnehmen (man gibt ihnen dann Geld für die jeweilige Strecke) und es ging erstaunlich gut, sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg. Der Papa kümmert sich doch immer. Ich war echt beeindruckt von einer Gemeinde, die 40 (!) km entfernt ist, von der ca. 20 Leute zu Fuß (!) kamen, weil sie kein Geld für den ‚Bus‘ hatten. Sie wurden auch super gesegnet, nicht nur weil ich ihnen Bibeln gab, der Heilige Geist lehrte und teilte aus … 🙂

Ausserdem war ich wieder in Zimbabwe …

Als ich vor unserem letzten Einsatz auf der Bank war um Geld abzuheben sagte ich zu Jesus, dass es wohl langsam mal Zeit für neue US$s auf meinem $-Konto sei, wenn Er möchte, dass ich wieder nach Zimbabwe gehe. Hab nicht gross gebetet (wie immer, wenn es um finanzielles geht), es einfach nur erwähnt.

Kurz nachdem ich von unserem letzten Einsatz zurückkam bewegte mich der Heilige Geist eines abends dazu, die Strassenkarte von Zimbabwe rauszunehmen und mal zu schauen, wie weit es denn genau bis nach Victoria Falls sei. Nachdem ich mit meiner Mathematik fertig war sagte ich zu Jesus, dass ich wohl mindestens 500 Dollar bräuchte, wenn Er der Meinung sei, wir sollten dorthin, und das ohne jeden Luxus, kein Hotel, kein Auswärtsessen und keine grossen Autoreparaturen. Dabei beliess ich es. Ein paar Tage darauf bekomme ich eine Email vom Iris Ministries Büro in Redding, Kalifornien, dass jemand $516 für mich gespendet hätte – wow! Bis das Geld in Mosambik angekommen und abgehoben war, waren es genau 503 Dollar. Was soll ich sagen?! Mir war klar, auf geht’s nach Zimbabwe … :-).

Nach der Grenzüberquerung erstmal bei einem befreundeten Mechaniker in Mutare vorbei. Ich hatte auf ein bestimmtes Ersatzteil gehofft, was dann aber leider doch nicht genau das war. Egal. Jedenfalls haben sie bei der Gelegenheit mal meine Hinterbremsen repariert, so dass ich nun nach wohl schon 2 Jahren vorne und hinten Bremsen habe – auch hilfreich.

Dann wurde noch meine Handbremse wieder fit gemacht, die noch nie funktioniert hatte, seitdem ich dieses Auto bekommen hatte. Diese zimbabwianischen Mechaniker verstehen wenigstens was von Mechanik, im Gegensatz zu den allermeisten mosambikanischen, die dein Auto nach Versuch und Irrtum reparieren, d.h. wenn es funktioniert hattest du Glück, wenn nicht eben Pech.

Alles dauerte mal wieder länger als geplant und auf dem Weg nach Mashvingo goss es so dermassen, dass ich zwangsläufig langsamer fahren musste, weil ich kaum noch was sah. So kamen wir leider erst an unserem Zielort an als der Gottesdienst bereits vorbei war und alle nachhause gegangen waren. War dann eben so. Obwohl wir alle todmüde waren hatten wir noch eine gute Zeit mit dem Pastor und seiner Frau.

Am nächsten Morgen wieder früh raus, denn es war noch weit bis nach Victoria Falls. Lediglich in Bulawayo hielten wir kurz an, um zu tanken. Der Pastor aus Mashvingo war mitgekommen und er half mir nicht einzuschlafen indem er sich die ganze Zeit mit mir unterhielt. In Vic Falls angekommen, freuten wir uns, einander wiederzusehen. Vor 2 Jahren war ich gemeinsam mit dem jetzigen Pastor hierher gekommen, um die Gemeinde zu gründen. Wir zeigten den Jesus Film an 3 Abenden und ich musste natürlich am Sonntag morgen im Gottesdienst predigen. Viele viele entschieden sich für Jesus, wurden geheilt … .

Von dort aus ging es weiter nach Hwenge, wo wir eine neue Gemeinde gründeten. Es war einer der Orte, wo sie nur darauf gewartet hatten. Wir sahen, wie ein mega Gewitter näher und näher kam, aber Gott erhörte unser Gebet und es drehte um.

Dann weiter nach Bulawayo. Weitere 2 Tage/Nächte Evangelisationen. Auch dort wollte es regnen (fing bereits an), aber als wir beteten hörte es auf. Gott wollte wohl, dass die Menschen dort Ihn kennenlernten.

Am nächsten Tag wieder zurück nach Mashvingo (so ziemlich auf dem Weg); es war nun genau 1 Woche später und diesmal hatten wir einen super coolen Gottesdienst mit der dortigen Gemeinde. Weil die Leute nicht ins Haus passten eben vor dem Haus (siehe Foto).

Von dort weiter in die Gegend von Nyanga. Wir hatten bereits unzählige Strassensperren und Polizeikontrollen hinter uns und waren auch schon fast da als sie uns bei der allerletzten eine Strafe für etwas völlig unsinniges geben wollten, nur um uns abzuzocken … grr! Hab mich natürlich geweigert. So musste ich mein Auto am Strassenrand parken. Die Diskussion ging weiter. Als sie uns dann endlich gehen liessen wollte der Autoschlüssel, der in der Zündung steckte sich nicht bewegen. Es war echt unglaublich. Ich sagte zu meinem Team, ‘lass uns beten, das ist ja wohl nicht mehr normal’, scheint so, als würde jemand nicht wollen, dass wir nach Nyanga kommen. Ein paar nette Leute versuchten uns zu helfen; sie wendeten alle Tricks an, die sie kannten, aber nichts funktionierte. Es wurde immer später. Dann kam ein Automechaniker, der ebenfalls sein bestes gab, aber auch erfolglos; er meinte, dieses Zündschloss sei wirklich schwierig. Oh Jesus (sagte ich), wir waren alle müde und hungrig … und plötzlich konnte er den Schlüssel bewegen – Sieg!!! Halleluja!! Er verlangte auch nichts dafür – preist den Herrn! Wir beteten noch eine Weile weiter bis wir das Gefühl hatten, dass es durch war. Unsere Freunde in Nyanga freuten sich uns zu sehen und wir freuten uns auch, sie zu sehen. Am 2. Abend dort zeigten wir den Jesus Film auf einem Platz an einer Strassenkreuzung und genau in dem Moment als Jesus gekreuzigt wurde kam ein Auto vorbei, ein recht neues und hielt an. Es war der Polizeichef der gesamten Provinz. Was in der Welt macht der denn hier auf einer Strasse völlig ab vom Schuss um 10 Uhr abends?! Er wollte, dass wir aufhören. Der Feind versucht es doch immer, aber Gott ist immer noch Gott. Ja, jedenfalls stellte sich heraus, dass derjenige, der neben dem Polizeichef sass, den dortigen Pastor kannte … “Ah, du bist es, Pastor, na dann kein Problem …”. Es hilft, wenn einen die Leute kennen … .

Dann zurück nach Mosambik. Diesmal mit Bremsen … auch gut … :-).

Wie gesagt, das Gefängnis ist offen und wir gehen nun wieder regelmässig 1 x die Woche. Inzwischen geben sie uns mehr Häftlinge, auch wieder welche von denen, die die schlimmsten Verbrechen begangen haben. Bete mit uns, dass sie uns wöchentlich mehr geben, sowie Gott ihr Leben veraendert. Jeder Gottesdienst war gesegnet mit Gottes Gegenwart, die Gefangenen geben ihr Leben Jesus, wollen mehr von Ihm … .

Das Krankenhaus wird leerer – ja, Jesus!

Kann jemand mit mir beten, dass ‚mein Team’ nicht mit anderen Dingen beschäftigt wird?

Ausserdem hatten wir 2 weitere super gute Jugendgottesdienste … . Ende letzten Jahres hatten wir ein Teamtreffen, bei dem alle einstimmig dafür waren, dass wir weitermachen, aber wenn möglich an einem anderen/neuen Ort, denn der Saal von Joaquim Mara (dem bisherigen Ort) hat ein so starkes Echo, dass wir keinerlei Mikrofon beim Predigen oder irgendeiner anderen Art von Reden verwenden konnten. Jesus leitete uns (über einige Umwege) zum Roten Kreuz und sie liessen sich darauf ein uns ihren hübschen Pavillion zum gleichen Preis, den wir bisher bezahlt hatten, zu geben, obwohl er normalerweise wesentlich (!) teurer ist. Was wir nicht wussten, war, dass wir an unserem bisherigen Ort gar nicht weitermachen hätten können, weil der an den bisherigen Besitzer zurückgegeben werden musste; allerdings erst am 20. Januar, was perfekt für uns wr, denn so konnten wir dort noch einen weiteren Gottesdienst machen und es den anderen sagen … :-).

Wenn Gott es dir aufs Herz legt bete mit uns für Einheit unter den Gemeinden (jeder kocht ’sein eigenes Süppchen‘), sowie für Schutz unser Gottesdienste, die dazu beitragen. Der Pavillion hat noch Platz für weitere 100 Jugendliche …

.

In letzter Zeit gibt es einige neue Strassenkinder, die noch recht klein sind (alle unter 7 J.), was ich gar nicht gut finde. Möge Gott in ihr Leben kommen und es möglich sein, sie zurück zu ihren Famlien zu bringen oder wenigstens in eines der Kinderheime. Andere, mit denen ich schon länger in Kontakt bin gehen nun regelmässig in die Schule … mögen sie dort bleiben!

Am 3. Februar (ist ein Feiertag hier) waren wir in Chicamba, der nette See ca. 1 Std. ausserhalb Chimoios, mit Bergen im Hintergrund. Wir haben es genossen, einfach mal was nettes zu machen, lecker Fisch aus dem See essen, mit Freunden abhägen … .

Vor einigen Jahren (kann mich gerade nicht mehr genau erinnern vor wievielen) meinte Gott zu mir, ich sollte meine eigene NGO (gemeinnützige Hilfsorganisation/e.V.) gründen und erinnerte mich immer mal wieder daran. So versuchte ich schliesslich es irgendwie gebacken zu kriegen, war aber nicht so einfach jemanden zu finden, der sich in Deutschland darum kümmert und immer wenn sich jemand bereit erklärte machte er/sie es dann doch nicht. War wohl einfach nicht der richtige Zeitpunkt. Ich legte es in die Hand des Allmächtigen Gottes und sagte Ihm, wenn Er meinte, ich sollte eine NGO haben, dann müsste Er das in die Wege leiten. Ein paar Jahre vergingen.

Im November (oder Dezember) letzten Jahres bekam ich eine Email mit einigen links mit Informationen, wo man sich für Spendengelder von der EU bewerben konnte. Ich war nicht wirklich interessiert, Jennifer allerdings schon. Sie schaute sich das ganze mal an und meinte, wir würden alle Kriterien erfüllen, die Frage war nur über welche gemeinnützige Organisation man das laufen lassen könnte. Das wüsste ich auch nicht meinte ich. Ca. 1 Woche darauf bekam ich eine Nachricht auf Facebook von einer Freundin, von der ich schon ewig nichts mehr gehört hatte mit der Ansage Gott hätte ihr gesagt, sie solle mich noch vor Ende des Jahres kontakten und der Frage, was denn der Grund dafür sein könnte? Ich musste lachen, weil sie so ziemlich die einzige Person ist, die ich kenne, die die Registrierung machen könnte … :-). Sie ist Rechtsanwaeltin. Ich erzählte ihr, was hier gerade ging und fragte sie, ob sie die Registrierung machen wollte. Sie meinte, würde sie machen, bekam ein paar Tage darauf ihr 2. Kind und meldete sich gleich kurz danach bei mir und wir redeten über die Satzung. Innerhalb von 2 Tagen (wenn ich mich recht erinnere) war die Satzung geschrieben, dann war noch die Herausforderung 7 Bereitwillige zu finden, die Vereinsmitglieder werden und ein Amt übernehmen wollen. Auch das fand sich (während ich in Zimbabwe Reich Gottes mässig unterwegs war – s. o. – und mit Internet nicht viel los war – nur einmal kurz von einem Handy aus und das mit grossen Schwierigkeiten – musste was unterschreiben) und innerhalb von 1 Woche war ‘das Ding’ über die Bühne!! Danke an die, die sich beteiligt haben! Normalerweise braucht sowas Monate, wenn nicht ein Jahr. Ob wir nun Geld kriegen oder nicht weiss ich nicht. Jennifer hat die Bewerbung losgeschickt. Unser Teil ist getan. Falls wir was kriegen werden wir es auf jeden Fall den Menschen hier zugute kommen lassen und es wird nicht ‘in irgendwelchen Kanälen versickern’, wie so viele Millionen (oder besser Billionen), die jedes Jahr nach Afrika fliessen. Muss zugeben, dass ich satt habe zu sehen, wie wenig von dem Geld, das hierher kommt tatsächlich den Menschen zugute kommt … . Aber dass diese NGO Gottes Idee war/ist, da bin ich mir ganz sicher. Gott hatte mir damals auch einen Namen gegeben und so heisst sie nun auch … Loving the Nations e.V… . Wer Lust hat, was zu spenden, kann gerne …

Liebe Grüsse von

Claudi

P.S.: Wie ihr seht habe ich mein Versprechen mit den Fotos gehalten … 😉