Dezember 2009

Liebe Freunde,

Gruesse aus Chimoio, Mosambik!

Gott war treu und gut zu mir …
Bevor ich irgendetwas anderes schreibe moechte ich all denen von euch danken, die in dem letzten Jahr fuer mich gebetet haben …
In den letzten Monaten gab es so einige Momente, in denen ich knapp dem Tod entronnen bin, aber jedesmal spuerte ich Gottes ubernatuerlichen Schutz … lass mich euch nur zwei Vorfaelle mitteilen …
An einem Samstag fuhr ich fruehmorgens zum Center (unserem Grundstueck, auf dem die Waisenhaueser etc. stehen); ich hatte einige Kinder, die bei uns im Haus (in der Stadt) wohnen mit dabei … ich hielt bei einem Kreisverkehr an, weil von links ein Lkw kam, der Vorfahrt hatte …aus irgendeinem unerfindlichen Grund sah ich in den Rueckspiegel auf meiner (Fahrer-)seite (rechts) – hier ist Linksverkehr – und sah wie 2 Autos von hinten mit einer affenartigen Geschwindigkeit angeschossen kamen … waren dabei ein Autorennen zu „veranstalten“ … im allerletzten Moment bevor sie uns ueber den Haufen fuhren wich ich nach links aus … 2 Minuten spaeter sahen wir dieselben in einen Unfall verwickelt … sie waren von der Strasse abgekommen und in einen Laternenpfosten geknallt, direkt vor der Coca Cola Fabrik hier in Chimoio … und 3 von 4 waren auf der Stelle tod … den Kindern schlotterten die Knie und wir dankten Gott fuer seine Bewahrung …
Ein paar Tage danach, als ich von Beira zurueckfuhr kam mir einer von diesen 30t Lkws auf meiner Strassenseite entgegen, einen anderen 30t Lkw (vielleicht hatte er auch 50t, wer weiss das schon so genau hier) in der Kurve ueberholend, frontal auf mich zukommend blendete er sein Fernlicht auf – anstatt mir auszuweichen, seine Bremsen zu benutzen und die Geschwindigkeit zu verringern. Egal wohin, in aller Regel ist es besser denen aus dem Weg zu gehen, weil die nehmen keine Ruecksicht, fahren einfach ueber dich drueber. Ich stieg in die Eisen und schaffte es irgendwie ohne von der Strasse abzukamen an ihm vorbeizukommen. Gott sei Dank waren in dem Moment keine Fussgaenger oder Fahrradfahrer unterwegs, wie sonst immer … . Ich hatte das Gefuehl, dass was ich tat unter der Leitung des Heiligen Geistes geschah …
Darauf entschied ich mal besser eine kurze Gebetsemail zu schreiben … ich weiss nicht, wer oder wieviele Leute gebetet haben aber danach war Schluss mit derartigem Kram!! Danke, Jesus und Danke an Dich, wenn du gebetet hast!

Im Krankenhaus …
Gott wirkt, auch in unseren aelteren Kindern, die ich in der letzten Zeit abwechselnd mit dorthin genommen habe …
letzte Woche betete ich fuer eine junge Frau, der der rechte Arm abgenommen worden war, weil sie Diabetes hat – macht das Sinn? Es ist jedenfalls keine Seltenheit, dass Arme und Beine amputiert werden, weil die richtige/notwendige Medizin nicht vorhanden ist …
Ausserdem habe ich letzte Woche schliesslich und endlich den einzigen Ueberlebenden, des oben geschilderten Autounfalls kennengelernt … der fast mich und die Kinder ums Leben gebracht haette … wenn es Gott nicht gaebe … er war von oben bis unten im Gips und konnte sich auch noch erinnern, dass ihnen ein Auto aus dem Weg gegenangen war … ich erklaerte ihm, dass ich das gewesen war … eine gute Gelegenheit ein paar Dinge in sein Leben reinzusprechen …

Im Gefaengnis …

Sie freuen sich nach wie vor ueber/an den Bibeln, auch wenn es wenige sind …
habe in letzter Zeit ueber Gebet gelehrt, wie sie mich gebeten haben, „lehre uns zu beten“
die Gefaengniswaerter danken mir jedesmal, wenn ich komme, dafuer, dass ich den Insassen Gottes Wort lehre, sodass sie ein paar andere Gedanken bekommen …
es ist keine Last fuer mich, ich gehe gerne dort hin … die Gefangenen sind wie ausgetrocknete Schwaemme, die jedes Wort aufsaugen, das ich ihnen sage … moegen die Hungrigen gesaettigt werden …

In Zimbabwe …
Stelle gerade fest, dass ich noch gar nichts von unserem Trip im October erzaehlt habe … sorry … wie die Zeit verfliegt …
Hab Suzy & Daniel und Don wiedergesehen 🙂 … haben uns alle in Harere getroffen und das Saatgut fuer das Don die Finanzen aufgetrieben hat von dort aus an verschiedene Orte auf dem Land verteilt … dass die Leute sich gefreut haben koennt ihr euch ja denken … es ist zwar nett, dass die Preise sich nicht mehr taeglich vervierfachen, aber die Preise in USD sind sau-teuer und fuer viele unerschwinglich … ein Maisfeld zu haben ist ueberlebenswichtig, weil man damit das Hauptnahrungsmittlel Zimbabwes kochen kann, sadza genannt … Maismehl in heisses Wasser geruehrt … bis es eine dicke weisse nach nichts schmeckende, aber bauchfuellende Masse ergibt …
Abends zeigten wir den Jesus Film … viele viele wurden beruehrt und gaben ihr Leben Jesus … soweit ich wiess wurden alle (bis auf einen) geheilt … der Jesus Film ist so eine gute Moeglichkeit den Menschen in Africa zu zeigen, wer und wie Jesus ist … habe beschlossen dafuer zu beten, mein eigenes Soundequipment zu haben und im Glauben auch schon mal ein paar Sachen bestellt … irgendwie geht es immer, aber er es ist echt nervig immer ueberall die notwendigen Einzeilteile zusammenzusammeln und wenn ein dummes Kabel fehlt geht gar nichts … mal sehen, ob sich Gott dazustellt … 🙂
Im November war nicht viel mit das Land verlassen, musste mal ein bisschen Papierkram erledigen (dafuer war ich Mosambik unterwegs). Ich konnte ein Mehrfacheintrittsvisum von der zimbabwianischen Botschaft in Beira bekommen, das 6 Monate gueltig ist, sodass ich nun erstmal nicht mehr jedesmal bezahlen muss, wenn ich ueber die Grenze fahre – danke, Jesus!
Im Dezember war ich dann wieder dort. Diesmal hatte ich niemanden dabei, der irgendetwas von Autoreperaturen verstand. Ich sagte Gott, diesmal muesse Er ganz besonders auf mein Auto aufpassen, dass trotz all der Schlagloecher NICHTS kaputtgeht und Er kuemmerte sich darum. Ueberall, wo wir hinkamen wurden Menschen gerettet, geheilt und freigesetzt … Gott liebt die Menschen, die Er geschaffen hat. Wir waren an 8 verschiedenen Orten. In Nyanga fuhren wir in ein Dorf, in dem der Pastor mit dem wir unterwegs waren bereits gebeten worden war zu kommen und ihnen von Jesus zu erzaehlen. Sobald sie die Musik hoerten kamen die Menschen von ueberall her herbeigestroemt. Es sah lustig aus und ich konnte es gut beobachten, weil wir auf einer Anhoehe waren … sobald die ersten Tasten erklangen kamen fast wie auf Komando alle aus ihren Haeusern, liessen alles stehen und liegen und machten sich in unsere Richtung auf den Weg. Der Dorfaelteste hatte uns erlaubt vor seinem Haus aufzubauen. Wie so oft fielen genau in dem Moment die ersten Regentropfen … wir befahlen dem Regen zu stoppen und den Regenwolken sich in die andere Richtung umzudrehen und das taten sie auch … genau bis das alles vorbei war, dann fing es an zu regnen und zwar richtig, war uns aber egal … eine neue Gemeinde war gegruendet … .
Genau in dem Moment, als ich anfing zu predigen ging der Generator aus … grr … aber egal … musste ich halt schreien … die Botschaft kam trotzdem an … und genau als ich fertig war ging der Generator wieder … .
Das groesste Wunder in den 10 Tagen war fuer mich, dass jedesmal, wenn wir beteteten der Regen aufhoerte und zwar solange bis wir fertig waren oder sternklarer Himmel war, was im Monat November hier, wenn Regenzeit ist, eigentlich nicht vorkommt – vorallem nicht in den Bergen. Wer an Zufaelle glauben will, wegen mir … ich musste an Eliah und denken und glaube, dass Gott da seine Hand im Spiel hatte.

Ein paar Tage nachdem ich aus Zimbabwe wiedergekommen war (Anfang November) fuhr ich in die Stadt, jemand mitnehmend, der auf dem Weg ausstieg, der leider nicht sogleich nicht den Knopf runtermachte als er ausstieg … ein paar Sachen einkaufen wollend, weil nach 2 Wochen weg sein war nicht viel in meinem Kuehlschrank … leider klaute mir jemand meine Tasche aus dem Auto bevor ich dazukam irgendetwas einzukaufen … Gott sei Dank hatte ich keine Orginalpapiere dabei, nur beglaubigte Kopien, aber leider war meine Monatsmiete und Essensgeld weg, sowie das Geld, das ich fuer die Verlaengerung meines DIREs (Aufenthaltsgenehmigung) brauchte … ich konnte nichts tun ausser beten… und ohne, dass ich irgendjemanden hier um irgendetwas bat entschlossen sich ein paar von den anderen Missionaren hier, mir eine Spende zu machen und letztendlich hatte ich mehr Geld als vorher…!!
Und ja, mein DIRE ist verlaengert, diesmal ohne Probleme, d. h. ich kann ein weiteres Jahr legal im Land sein … 🙂

Ich freu mich auf morgen, Weihnachten mit unseren Kindern hier in Chimoio feiern …

Frohe Weihnachten und einen guten Start in das Jahr 2010,
moege Gott dir seine Plaene offenbaren und dir die Gnade schenken, in den guten Werken zu wandeln, die Er fuer dich im kommenden Jahr vorbereitet hat …

liebe Gruesse,
Claudi

September / Oktober 2009

Keine deutsche Version verfügbar!

Juni 2009

Liebe Freunde,

Gruesse aus Mosambik!!
Die Zeit verfliegt … es ist schon fast wieder 1 Jahr vorbei und bald bin ich wieder in Deutschland & around …
hier der ganz normale Wahnsinn …

Ich war viel unterwegs, im afrikanischen Busch, mit Katja aktuelle Listen von den Waisenkindern, die wir im Rahmen von Iris Ministries unterstuetzen, erstellen, Fotos machen von jedem einzelnen Kind und Essen (getrockneten Mais fuer Maisbrei, das Hauptnahrungsmittel Afrikas) verteilen…
Als erstes sind wir nach Machaze, eine Gegend, in der es scheinbar nie ein gute Ernte gibt, immer wieder Duerre schon seit Jahren und es gibt kein Trinkwasser. Der Weg dorthin ist weit und die Strasse unter aller … aber als wir die strahlenden Gesichter der Menschen sahen, als wir nach 14 Stunden fahrt endlich ankamen hatten wir trotz allem das Gefuehl, dass es es wert war. Als wir ueber eine dieser „Bruecken“ fuhren versteckte sich ein eher grosses Schlagloch dahinter und wir „erhoben“ uns etwas von unseren Sitzen, unfreiwilligerweise, soweit, dass wir uns die Koepfe am Dach der Lkwkabine anschlugen. Ich hatte auch gerade meine Wasserflasche aufgemacht, um einen Schluck Wasser zu trinken und der Inhalt der gesamten Wasserflasche war auf mir so dass ich aussah als haette ich gerade mit meinen Klamotten an geduscht. Katja, die neben mir sass, sass im Wasser, weil ihre Wasserflasche durch ein Eisenteil hinter ihrem Sitz einen Riss bekam. Wir lachten, auch wenn es eigentlich nicht wirklich lustig war, aber was sollten wir auch sonst tun? Die Autofahrten hier sind immer fuer eine Ueberraschung gut … 🙂
Wir beteten und sangen die gesamte Strecke, die wir durch den Distrikt Machaze fuhren, weil wir wussten, dass es kaum jemand schafft dort anzukommen ohne einen Unfall oder zumindest eine Autopanne zu haben. Wir hatten keines von beiden, nichts wagte sich uns zu naehern – thank God! Viele wurden freigesetzt nach der Predigt, wir haben einen maechtigen Gott, nichts und niemand ist ihm gleich!
Es war viel Arbeit und zeitweise auch ganz schoen anstrengend in all die verschieden Distrikte zu fahren, Gondola, Manica, Sussundenga…, die vielen vielen Gemeinden zu besuchen, aber die Armut dieser Kinder kann einem echt nahegehen. Ich musste immer fahren (ausser nach Tamabara nur die Healfte), weil unser Lkwfahrer in Zimbabwe unterwegs war und einfach wochenlang nicht zurueckkam. Das war eigentlich nicht die Idee gewesen, aber da musste ich wohl durch.
Ihr haettet die Gesichter der Erwachsenen und Kinder sehen sollen als ich an ihnen vorbeifuhr … erstens bin ich eine Frau (und Frauen haben hier meistens keinen Fuehrerschein), zweitens bin ich weiss (und da, wo wir waren gibt es keine Weissen), drittens sassen zwei weisse vorne, Katja und ich, und viertens fuhr ich auch noch einen Lkw, nicht ein normales Auto … viele zeigten mit dem Finger auf mich und manche Kinder schrien lauthals …
Unser Lkw litt auch diesmal wieder als wir nach Tambara fuhren, der Schaden ist wohl schlimmer als beim letzten Mal, bitte betet, dass wir eine bezahlbare Moeglichkeit finden alles, was zu reparieren ist zu reparieren. Ich wuenschte, wir koennte ohne einen Lkw dorthin fahren, aber es gibt einfach keinen Mais in Tambara, nichtmal 20kg auf dem Markt zu kaufen. Ich frage mich, wie die Leute dort leben … . Als unser Mechaniker den Motor aufmachte, schuettelte er den Kopf und meinte, er haette keine Ahnung, wie wir nachhause gekommen waeren, ausser durch ein Wunder, der gesamte Motor voller Wasser! Ich mag Gott, er macht einfach immer, was noetig ist …:-)

Hab wieder angefangen ins Gefaengnis zu gehen – endlich!!
Es war nicht einfach, es dauerte Monate bis ich das ‚Antrags-Papier‘ intern (Leitung Iris) unterschrieben bekam und als ich es schliesslich hatte dauerte es noch Wochen, bis es durch alle Polizeidepartments durch war, bis hin zu dem Polizeipraesidenten der Polizei unser Provinz Manica. Wenn ihr denkt, in Deutschland gaebe es Buerokratie, geht mal nach Afrika … 🙂
Vorletzte Woche meinte der Polizeichef ich muesste erstmal noch Tag & Uhrzeit mit dem Direktor des Gefaengnisses abklaeren bevor sie es genehmigen koennten … ok, dann eben nochmal ins Gefaengnis. Es war kurz vor halb vier, die Zeit, wo hier alle Behoerden zumachen und Chefs nachhause gehen. Ich betete, dass derjenige, mit dem ich das abklaeren koennte dortsein moege. Der Waechter, der mich begleitete, meinte, dass derjenige, der uns gerade entgegenkam, derjenige sei, den ich treffen will. Er war bereit, sich mein Anliegen anzuhoeren, meinte nur, ich sollte „kurz“ warten. Das naechste, was ich mitbekam, war, dass er die Gefangenen zusammentrommelte, in der Annahme, ich wollte jetzt gleich auf der Stelle anfangen … war eigentlich nicht die Idee gewesen, aber ich hatte keine Wahl … wir einigten uns auf mittwochs 9 Uhr morgens ….
So kam ich 1 Woche spaeter zu der vereinbarten Zeit wieder, zusammen mit jemandem aus unserer Gemeinde hier. Leider hatte der Gefaengnisdirektor die Info nicht weitergegeben und die diensthabenden Beamten hatten allebAngst einfach eine Entscheidung zu treffen und dann von ihrem Chef eins auf den Deckel zu kriegen. Sie meinten, wenn ich ein „Genehmigungs-Papier“ haette … . Nochmal zurueck zur Polizei. Der Polizeichef war gerade in einem Treffen. So mussten wir erstmal 2 Stunden warten. Als er dann kam versuchte er echt sein bestes mir zu helfen und herauszufinden, wo sich denn mein „Papier“ befand. Angeblich im Gefaengnis. Also wieder zurueck. Der zustaendige Chef war nicht da. Wieder 1 1/2 Stunden gewartet. Als er dann endlich auftauchte stellte sich heraus, dass er das Papier gar nicht hatte.
Es blieb uns nichts anderes uebrig als uns auf den Heimweg zu machen und weiterhin zu versuchen, dass Papier in die Hand zu bekommen. Wir waren schon fast draussen aus dem Gefaengnis, da kam gerade der Gefaengnisdirektor, der mich ja noch von letzter Woche kannte. Er fragte, wie der Gottesdienst gewesen waere. Ich erzaehlte ihm, was sich so den Tag ueber ereignet hatte. Er meinte, wir sollen wieder zurueckgehen, er sagt den entsprechenden Leuten bescheid.
Die Gefangenen durften oder besser gesagt mussten alles stehen und liegenlassen und zum Gottesdienst. Wir fingen an zu singen und anzubeten. Gott war da. Ich predigte ueber Zachaeus, wie sich sein Leben veraenderte, in dem Moment, als er Jesus traf. Ungefaehr 20 der Gefangenen entschieden sich mit Gott zu leben. Wir beteten. Anschliessend waren die Kranken dran geheilt zu werden. Mehr Anbetung und froehlich singend und uns dankend verliessen die Gefangenen den Raum.
Ich musste an die Bibelstellen denken … „durch Glaube und Geduld werden wir die Verheissungen ererben“ (Hebr 6:12).
Es ist schwer zu begreifen fuer mich, dass in einer Grosstadt wie Chimoio sonst niemand auf die Idee kommt, die Gefangen zu besuchen und ihnen von Jesus zu erzaehlen. Wie sollen sie glauben, wenn ihnen keiner predigt?
Heute konnte ich endlich die letzten Unterschriften und Zustimmungen bekommen – Halleluja! Soweit ich das beurteilen kann, gibt es wohl keinen polizeilichen Chef der Stadt Chimoio / Provinz Manica, den ich nicht im Laufe der Zeit kennengelernt haette… wer weiss, wofuer man das mal noch braucht?!
Ich wurde gebeten, die Gottesdienste doch Dienstag morgens zu machen und nicht Mittwoch, weil da keine anderen Aktivitaeten sind und so saemtliche Gefangenen problemlos teilnehmen koennen. Wenn sich jemand waehrend der Zeit oder auch sonst zum beten berufen fuehlt, gern …

Ich versuche nach wie vor 1 Mal pro Woche ins Krankenhaus zu gehen, den Kranken die Haende auflegen. Jedesmal, wenn ich in diesem Krankenhaus bin (und da gibt es sogar einen Arzt), denke ich mir, wenn Jesus nichts tut geht da nicht viel. Letzte Woche legte mir Gott aufs Herz auf die Intensivstation zu gehen. Die Zimmer waren voellig ueberfuellt, ueberall lagen Leute, wenn auch zumindest auf Matratzen. Medizinisch geht da nicht viel. Aber unser Gott ist gross und maechtig und in dem Namen Jesus ist die Kraft zu heilen!

Naechte Woche will ich nochmal nach Zimbabwe mit nem Team, fuer ungefaehr ne Woche. Dann steht noch die Provinz Tete auf dem Plan, Gemeinden besuchen und wenn moeglich auch Essen an die Waisenkinder verteilen … mal sehen … unser Lkw muss auf jeden Fall bis dahin wieder funktionsfaehig sein!
Mein Auto ist gerade auch mal wieder in alle Einzelteile zerlegt … wenn der „Spass“ nicht immer so teuer waere …

Dann ist auch schon wieder Zeit nach Deutschland & Europa zu kommen, fuer ca. 6-8 Wochen.
Anschliessend wieder zurueck in den Wahnsinn …

Bis bald …
Claudi

Mai 2009

Mai

Hi ihr Lieben,

es ist lange her seitdem ich das letzte Mal geschrieben habe, ich weiss …
vieles ist passiert in der Zwischenzeit …

bin wie gesagt von Catandica nach Chimoio umgezogen und hab mich ganz gut eingelebt mitlerweile …
Katja ist hier fuer 3 Monate …
und wir sind viel unterwegs …

Ich war wieder in Simbabwe …
Ende Maerz in Mutare, Rusape, Mashvingo, Kwekwe, Gweru und Bulawayo … viele Heilungen … hab den Ueberblick verloren, aber in Rusape gab es mindestens 20 Blinde (oder fast Blinde), die wieder (besser) sahen, Knie- und Rueckenschmerzen verschwanden, Leute, die nicht mehr gehen konnten tanzten …
In Mashvingo hatten wir ein nette Ueberraschung … hatten extra noch voll getankt, weil wir frueh loswollten, da wir sowohl nach Kwekwe als auch noch Gweru wollten an dem Tag … kamen aber nicht weit, nicht mal nen Kilometer … nach einigem Suchen sahen wir, dass kein Tropfen Benzin im Tank war … das verstanden wir nun ueberhaupt nicht, wir hatten doch voll getankt … schliesslich stellten wir fest, dass jemand den Schlauch, der in den Tank geht durchgeschnitten hatte und das gesamte Benzin geklaut hat … grrr … 2 aus dem Team baten das naechste Auto, das vorbeikam sie in die Stadt, zur naechsten Tankstelle mitzunehmen … 2 Wasserflaschen mit Benzin gefuellt … direkt in die Benzinpumpe … dann an der Tankstelle mehr Benzin … konnten aber trotz allem Bemuehen nur 15 Liter in den Tank kriegen und das reicht einfach nicht fuer eine Entfernung von 400 Kilometern … ich dachte mir, irgendwann muessen wir eh einen neuen Benzinschlauch kaufen, warum nicht gleich … war aber auch als dann die Geschaefte aufmachten in der ganzen Stadt keiner aufzutreiben, weil sich wie wir dann rausfanden wohl irgendwelche Leute auf „Benzinklauen“ spezialisiert hatten und jeder Autofahrer, mit dem wir uns unterhielten das gleiche Problem schon mal hatte … am Ende fanden wir jemanden, der uns was aus Metall „konstruierte“ … so ist mein Benzin nun super sicher und klaut mal so schnell keiner mehr … 🙂
Eine andere interessante Erfahrung war die Grenze von Zimbabwe nach Suedfafrika … ich dachte, ich spinne, sowas habe ich definitiv noch nie gesehen, eine Schlange von ungefaehr 3000 Leuten und normalerweise haetten wir dort 2 Tage verbringen koennen, wenn Gott nicht ein Wunder getan und das Herz eines Polizisten (der mit einem Schlagstock die Leute zuruecktrieb) erweicht haette uns vorzulassen … wir sind extra im Mitternacht in Bulawayo losgefahren um auch rechtzeitig am Flughafen in Johannesburg zu sein, Katja abholen, aber mit 2 Tagen Wartezeit an der Grenze hatte ich halt nicht gerechnet … wenn wir Leuten erzaehlen, dass wir in 1 Stunde und 45 Minuten ueber der Grenze waren glaubt und das keiner, aber mit Gott sind alle Dinge moeglich!!
Eine Nacht in Pretoria, dann nach Nelspruit und 2 Tage im Krueger Nationalpark Tiere anschauen … es war wundervoll … Giraffen, Elefanten, Zebras, Nashoerner, Bueffel, Nielpferde, Loewen … und sogar einen Geparden … :-).
Etwas laenger in Maputo als geplant, war aber auch okay und schliesschlich zurueck nach Hause … 🙂

Dann ueber Ostern nochmal … hatte Einladungen auf 2 Konferenzen zu sprechen … in Mutare und Chipinge, ungeaehr Freakstockgroesse von der Anzahl der Leute her (fuer diejenigen, die Freakstock kennen) – aber o h n e Mikrofon! Gott war da und redete … ich war wahrscheinlich mehr ueberrascht als die Leute dort … 🙂

Momentan komme ich gerade von 10 Tagen Gemeinden im Busch besuchen in Mosambik wieder … zuerst in Chemba (ganz oben im Norden der Provinz Sofala, wo ich vorher gewohnt habe) … viele Befreiungen … dann an naechsten Tag in Sena, Magagade und Caia … uns wurde nicht langweilig zwischendurch 🙂 … bei der letzten Gemeinde mussten wir mehrmals aussteigen, um zu schauen, wie wir moeglicherweise weiterfahren koennen, wo weniger Wasser und der Matsch etwas fester ist … Allradantrieb eingeschaltet … alle ausgestiegen, damit weniger Gewicht im Auto war … in Jesu Namen … und wir bleiben nicht stecken … yes!!
Am naechsten Morgen in Inhaminga, ebenfalls 3 Gottesdienste … war eigentlich so nicht geplant gewesen, aber auch gut … und schliesslich „zurueck“ nach Dondo … ueber den Zustand der Strasse sage ich lieber nichts, ausser dass wir aufgrund der Schlagloecher das Nummernschild hinten verloren (war auseinandergebrochen). Gott sei Dank sahen wir es gerade noch rechtzeitig vor der Polizeikontrolle. Konnten ein Stueck Pappe auftreiben, auf das wir die Autonummer schrieben, irgendwie notduertig befestigten, in der Hoffnung keine Strafe bezahlen zu muessen … . Direkt vor uns ein grosser Bus hinter dem wir uns auch erstmal gut verstecken konnten. Ich betete aber trotzdem lieber mal noch vorsichtshalber. Und genau in dem Moment, als wir an dem Polizisten vorbeimussten klingelte sein Handy, sodass er abgelenkt war und uns nicht anhielt – praise God!
Es war gut meine Freunde in Dondo wiederzusehen und 2 Tage Urlaub zu machen. In der Naehe von Beira gibt es eine kleine Kokusnusspalmeninsel mit langem weissen Sandstrand und so … 🙂
Danach wieder in den Busch, diesmal in die andere Richtung, nach Sueden, nach Machanga und Buzi. Ich war vor ca. 2 Jahren in Machanga gewesen mit einem Team, hatten dort eine von diesen Evangelisationen auf dem Fussballfeld gemacht und anschliessend eine Gemeinde gegruendet, die auch noch existiert (gewachsen ist) und nicht nur dass, die auch schon 2 neue gegruendet haben. Ungefaehr die ganze Nacht Gottesdienst und dann Taufen frueh morgens – 39 Leute. Das Wasser war ausnahmsweise mal nicht ganz so dreckig – Danke, Jesus – im Gegensatz zu Kwekwe (in Zimbabwe), wo wir auch getauft hatten, ungefaehr genauso viele Leute, aber in einer Dreckbruehe, in die ich niemals freiwillig reingehen wuerde, ich meine ausser fuer den Herrn … 🙂
Die Fahrt von Machanga wieder weg war auch ganz interessant, weil ohne Bremsen (um es kurz zu machen es war etwas kaputt gegangen, so dass wir fast die ganze Bremsfluessigkeit verloren). In Muchungwe gab es die dann tatsaechlich zu kaufen, was ich eher in die Kategorie Wunder verbuchen wuerde. War doch besser mit Bremsmoeglichkeit weiterzufahren – bis irgendwann auf einmal die Strasse endete und wir mit einer Faehre den Fluss ueberqueren mussten, was auch kein Problem gewesen waere, wenn die Faehre nicht gerade vor unseren Augen im Wasser stehengeblieben waere und der Motor wieder angegangen waere. So mussten wir dann leider dort uebernachten bis am naechsten Morgen das Problem behoben wurde. Vielleicht ist es ein bisschen schwierig das nachzuvollziehen, aber die groesste Herausforderung war tatsaechlich nicht von einem Krokodil gefressen zu werden. Wir beteten und vertrauten dem Herrn und waren auch alle noch lebendig am naechsten Morgen. Direkt zum Gottesdienst und anschliessend Leitertreffen. Auf dem Rueckweg hatten wir noch nen Platten, war aber nicht weiter schlimm, ausser dass wir ewig brauchten, um die dummen Schrauben aufzukriegen, weil es ausgerechnet der Reifen war, den ich im November in Zimbabwe schon mal verloren hatte und der deshalb andere Schrauben hat als alle anderen Reifen. Nachdem Gott uns einen „Engel“ vorbeischickte war auch alles kein Problem mehr.

Morgen fangen wir wieder mit der Essensverteilung fuer die Waisenkinder an … ich darf als mal wieder Lkw fahren, Mais organisieren …

Bis bald …
will euch ja nicht langweilen …
Gruesse aus Mosambik!
Claudi