Dezember 2008

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Dezember

Hallo ihr Lieben,

die Regenzeit hat begonnen, was gut fuer die Felder ist, da es sonst naechstes Jahr nix zu essen gibt, aber die Strassen … Haeuser stuerzen ein … Sachen schimmeln …

Da wir ja nun einen Lkw haben konnten wir nun endlich auch noch den Kindern eine lebensmittelmaessige Unterstuetzung bringen, die noch nichts bekommen hatten ….
mit einem mit getrockneten Mais beladenen Lkw machten wir uns auf den Weg nach Tambara, was ganz im Norden unserer Provinz, am Zambesifluss liegt.

Die Strassen hier sind immer so eine Sache, man weiss nie … erst steckten wir im Sand fest … wir mussten den gesamten Lkw entladen … diese Saecke wiegen ja nur 80 kg … haben es dann aber geschafft mit ein paar Steinen und Holzstuecken und der Hilfe einiger Leute den Lkw wieder rauszukriegen … alle Saecke wieder drauf … inzwischen wurde es dunkel … wir fuhren weiter … ich wusste, es gab noch ein Hinderniss, einen Fluss ueberqueren … machte mir aber nicht allzu viele Gedanken, weil ich es schon mehrmals problemlos geschafft habe … ach, ja, erst hatten wir noch eine Auseinandersetzung mit wilden Stieren auf dem Weg … haben es aber geschafft zu entkommen … dann rein in das Wasser … mit Schwung … wir waren schon fast draussen als wir auf einmal einen lauten Knall hoerten und der Motor ausging … und nicht mehr startete … das Auto auf der anderen Seite wollte uns nicht rausziehen, nur fuer einen Haufen Geld, was wir aber nicht hatten … dann kam ein Auto hinter uns und der Fahrer meinte, es sei wohl doch besser uns aus dem Weg zu raeumen, auch ohne was zu bezahlen … es fehlte auch echt nur 1 m aus dem Wasser raus … leider war er nicht bereit uns bis nach Tambara abzuschleppen, obwohl es nur 12 km waren … so machten wir uns es eben auf den Maissaecken gemuetlich … soweit das ging … versuchten ein bisschen zu schlafen … aber natuerlich tonnen von Muecken wegen des Wassers … um 23 Uhr kam ein Lkw, voll beladen mit Menschen und Dingen … ich sprach mit dem Fahrer … sie waren bereit uns abzuschleppen …
Danke, Jesus … gar nicht so einfach zwischen Bueschen und Schlagloechern, Steinen und Schlamm, zu lenken und zu bremsen, wenn der Motor aus ist, aber wir kamen an …
leider hatte der vorherige leitende Pastor hier etwas Verwirrung verursacht … so konnten wir nicht entladen und es uns in einer der Lehmhuetten auf dem Boden gemuetlich machen … einige schliefen unter dem Lkw, andere auf den Saecken …
am naechsten Morgen gab es dann Gott sei Dank Versoehnung mit dem Pastor …
die Kinder bekamen, was wir mitgebracht hatten …
nebenbei versuchte ich irgendeine Loesung fuer unseren Lkw zu finden … die Leute waren verstaendnisvoll und hilfsbereit … wohl jeder, der irgendetwas fahrbares besitzt hat schon irgendwann mal in demselben Wasser gelitten … eine ganze Reihe Lkws steht seit Jahren unbenutzt rum, weil der Motor kaputt ist oder die entsprechenden Ersatzteile nicht verfuegbar sind … ich sagte zu Jesus, das kommt auf keinen Fall in Frage … der Lkw ist nagelneu (zumindest fuer uns, sonst ist er 16 Jahre alt) und wurde uns nicht zum hier rumstehen gegeben … wir mussten irgendeine Loesung finden … er fuhr keinen Meter mehr, aber dort stehen lassen war keine Option, denn sobald es regnet ist die gesamte Strasse fuer die naechsten Monate nicht mehr befahrbar … keiner der Mechaniker war in der Stadt … ich fand schliesslich jemanden, der dort fuer ein Aidsprojekt verantwortlich ist, sich aber gut mit Autos auskennt und zumindest das Problem diagnostizieren konnte …. dann trafen wir jemanden, der 10 Jahre Erzieher in einem Waisenhaus war, in dem einer aus meinem Team aufgewachsen ist … und weil die sich kannten war er bereit uns zu helfen, wenn wir keine andere Loesung finden … sein Lkw war genau soviel groesser, das unserer draufpasste …. Danke, Jesus … ich wurde auf einen Huegel gezogen und geschoben (der als Rampe dienen musste) und dann drauf auf den Lkw … die „Passagiere“ sassen auf unserem Lkw auf dem anderen Lkw, mit Ladung ….
Erstmal ging alles gut. Dann kurz vor Catandica war einer der Reifen so heiss, das weiterfahren gar nicht mehr ging – ohne in Flammen aufzugehn. Es blieb uns nix anderes uebrig als wiederum auf oder unter dem Lkw zu schlafen, zumindest fuer 2 Stunden … .
Die Leute, die nach Catandica vorgeschickt worden waren um den kaputten Ersatzreifen zu flicken konnten leider auch nix machen, weil es an dem Morgen keinen Strom gab … so fuhren wir langsam weiter … UND kamen am Ziel an!! Die Frage war nur, wie kriegen wir den Lkw wieder von dem Lkw runter – ohne Rampe … wiegt ja doch ein bisschen … . Jemand hatte die schlaue Idee unseren Sandberg zu nutzen, den wir fuer den Bau des Mitarbeiterhauses angehaeuft hatten … – und es funktionierte!!
Mitlerweile ist der Lkw repariert, wir konnten alle Ersatzteile super guenstig in Beira bekommen (haben auch echt alle gebetet) … und faehrt wieder super … 🙂

Was gerade nicht so schoen ist … ich bin (erstmal) aus meinem Haus in Catandica ausgezogen … hatte ich so nicht geplant … ging aber einfach gar nicht mehr … so bin ich momentan in Chimoio bei anderen Missionaren, auch von Iris. Wir werden ab naechsten Monat gemeinsam ein Haus hier mieten, noch zusammen mit einem brasilianischen Ehepaar, das ab Januar auch hiersein wird, erstmal fuer 6 Monate, dann sehen wir weiter. Es ist echt traurig und einfach immer wieder die gleiche Geschichte … sobald jemand eine uebergeordnete Leitungspostion hat verwandelt er sich zu einem Herrscher, der seine Macht auf eine nicht sehr nette Art und Weise ausuebt und will nur noch Geld … .
Wie dem auch sei, Gott wusste, das es so kommen wird und trotz allem habe ich die tiefe Gewissheit, das alles genau so passt. Einer unserer nationalen Leiter kommt demnaechst, dann sehen wir weiter. Ich moechte gerne, dass die Arbeit in Catandica weitergeht. Die Kinder sind soweit okay. Ich halt euch auf dem Laufenden …

Bin wieder wohlbehalten zurueck aus Zimbabwe … kein Colera, ohne Schrammen, mit Auto … es war nicht leicht, aber wir haben es geschafft!!
Der erste Lkw … in der Nacht vor der Abfahrt stellte sich heraus, der Fahrer des Lkws, den ein Freund organisiert hatte hatte keinen Pass – braucht man aber fuer Zimbabwe …
Der zweite Lkw … ja, ja, alles kein Problem … 11 Tonnen … machen wir … am naechsten Morgen tauchte ein LKW auf, der mir ein „bisschen“ klein erschien fuer unsere Ladung, max. 4 Tonnen … sie wollten ihn trotzdem laden … ich versuchte sie zu ueberzeugen, das das vielleicht nicht die Idee des Jahres ist … schon bei halber Ladung brach er fast zusammen … und das im Stillstand … schliesslich sahen sie es auch ein …
neue Suche …
Der dritte Lkw … ein 8 Tonnen Lkw … aber gross und stabil genug … wir beginnen die Ladung (220 x 50 kg Saecke) von dem einen Lkw auf den anderen zu laden …. endlich … Aufatmen … dann, auf einmal bekommt der Fahrer doch bedenken, lieber doch nicht nach Zimbabwe … das, nachdem schon die halbe Ladung auf dem Lkw ist …
wieder auf den alten Lkw zurueck …
verschiedene Leute versuchten mir zu helfen einen Lkw zu finden … aber keiner von den versprochenen Lkws tauchte jemals auf ….
wir verbrachten die Nacht in Chimoio bei Freunden …
am naechsten Morgen auf zu neuen Abenteuern … wiederum keiner der Lkws, die eigentlich haetten kommen sollen kam …
ich betete … Jesus, bitte … heute ist Freitag … wir brauchen jetzt wirklich einen ausreichend grossen Lkw fuer den Preis, bis zu dem wir bezahlen koennen … diesmal suchte ich nicht lange … und fand einen guten, fast neuen 16 Tonnen Lkw … der Fahrer hatte einen Pass … war nicht andersweitig verbucht … checkte kurz mit seinem Chef ab … und kam dann gleich mit … wir laden erneut … mitlerweile der vierte Lkw … diesmal ging alles gut ….
ich erledigte die Zollpapiere in Manica … hab ja inzwischen gelernt, wie das geht ….
auf zur Grenze … Gunst bei allen Beamten … keine Probleme, weder auf der mosambikanischen, noch auf der zimbabwianischen Seite … nach nur 5 Stunden raus aus der Grenze … aber dann wurden wir aufgehalten … die Agrikulturleute wollten unsere Ladung inspizieren … na gut … ich wurde in ihr Buero gerufen … nachdem ich mich weigerte Bestechungsgelder fuer noch irgendsoein Papier zu bezahlen, das kein Mensch braucht, wurde unser Lkw konfisziert … sie versuchten mich zu ueberreden, es seien nur 50 Dollar … ich war nicht bereit, die Korruption zu unterstuetzen … sagte zu Gott, er muesste ein andere Loesung finden … die Zimbabwianer versuchten mit ihnen zu reden … auf einmal wurden wir alle ins Buero gerufen … der Chef gab mir meine Papiere zurueck und meinte, wir sollten jetzt alle fuer ihn beten …. kurz mal das Buero geschlossen … wir beteten … und zogen weiter …. Halleluja!!!
Gegen 23 Uhr machte sich einer meiner Hinterreifen selbststaendig … Gott sei Dank fuhr ich langsam in dem Moment, auf den Lkw hinter uns wartend … ich sah Funken im Rueckspiegel und hielt an … der Reifen 20 Meter von der Strasse entfernt … keine der Schrauben, die den Reifen halten auffindbar … das Metal war etwas verformt vom auf der Strasse schleifen … wir verbrachten die ganze Nacht damit irgendwie das Problem zu loesen … der Fahrer des Lkws war echt ein guter Mechaniker und ein grossen Segen … fuhren dann weiter gegen morgen … natuerlich, weil wir jetzt waehrend des Tages fahren mussten jede Menge korrupter Polizei an der Strasse … dreimal fehlte nicht viel, dass unser Lkw beschlagnahmt wurde … das Problem ist einfach, dass derzeit weder die Polizei noch das Militaer mehr bezahlt wird, so versuchen sie andersweitig zu ueberleben … ausserdem hatten wir auf unserem Lkw genau das, was jeder zur Zeit haben will in Zimbabwe, es aber nirgends gibt … es kommt immer noch keine internationale Hilfe ins Land rein …. aber Gott war treu, wir haben es geschafft, die gesamte Ladung kam sicher in Harare an … und auch beim Verteilen wurde uns nix abgeknoepft … ihr haettet die gluecklichen/strahlenden Gesichter der Kinder und Hiv + Witwen sehen sollen … 🙂
das meiste haben wir verteilt, einen Teil haben wir nicht mehr geschafft … so werde ich demnaechst nochmal hingehen ….

Liebe Gruesse von
Claudi

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December

Dear friends and family,

Lots of things have been happening as usual ….

We were able to finish the food distribution in our province (Manica) …. we were hoping and praying for another truck and the Lord answered … so we could go to Tambara … but men, we suffered ‚cause the road there is not exactly a good road … first we got stuck in the sand … we had to unload the whole load that was on the truck … with some wood, stones and dried grass underneith we finally managed to push it out with the help of some other locals …. everything back on … it was getting dark … we continued … I knew there was still a river we needed to pass, but I wasn’t too worried since I had been driving through it a couple times before bringing food there … this time though when we were almost through, just 1 m missing …. the truck stopped driving … someone pulled us out but didn’t want to pull us until Tambara, even though it was only 12 km … we tried to make ourselves as comfortable as possible to sleep on top of the bags of maize … after about 2 hours another bigger and higher up truck came, loaded with people and things … I got up to speak with the driver to please pull us until Tambara … he was willing to help, thank God … someone offered we could cook something at his house … so I went with another person of our team … we had dinner at about one in the morning and went back to sleep on top of the bags of maize ‚cause the former provincial pastor had created confusion with the districtal pastor there so we couldn’t stay at his house as planned … we were able to sort out things the next morning … the food was given to our orfans there … but we were still stuck there with a broken down truck … many people were trying to help us ‚cause they understand the problem … about every truck there has suffered the same way we did at some point … there are 5 trucks just standing around for 2 years, unable to be fixed …. I was praying … and the Lord sent an 2 „angels“ … first a good mecanic (who wasn’t working there as a mecanic, just happened to come there that day to do an „Aids project“) who discovered correctly what the real problem was, then someone with a bigger truck who had been an educator for about 10 years to one of our team members growing up in orfanage … so they knew each other very well … he offered to leave that day (which he hadn’t planned) and carry our truck back to Catandica for next to nothing … praise the Lord … our truck was being pulled and pushed up on a hill to get on the other truck, just big enough … later on in the evening when we were almost home that truck couldn’t drive any further due to tire problems … I couldn’t believe that … so we slept on top of the truck again … 🙂 – just without maize this time … after the tires had cooled down we continued, driving slowly and reached home … praise the Lord!!!
oh well, things happen when you go to the bush, feeding the hungry, but God is always there and there is always a solution, some help that God sends ….
also, our wonderful driver and mecanic together with the other people from his family managed to fix our truck and it is perfectly fine now …. 🙂

Now I need to tell you something, maybe not so nice … I had to leave in Catandica … and that quickly … so for now I am in Chimoio, staying with friends who are also missionaries with Iris … my things, the car and our truck are here also … as soon as one of our national leaders can come here we’ll work out what will happen with the centre there … right now I don’t know … I only know that God knows … please pray for this situation … that God brings peace, for the children, my protection and that I can continue to be here …
there is a lot of witchcraft against us as missionaries at this moment, but we are at peace in the midst of the storm ….

Let me share with you a bit about our last trip to Simbabwe …
It wasn’t easy, to say the least, but we managed, praise the Lord!!!
It took us over a month to organise all the documents, I didn’t know what to do anymore, just pray … the agricultural authorities in Harare just didn’t want to give us their permission to bring in the food, but finally they somehow decided to give us their paper – thank God!
I got my Dire (residence permit) back from the immigration, within only a few days and the livrette of my car which I had sent to Maputo to be changed, since I have a canapee on now … 🙂 – thank you so much Iris Ministries South Africa, it really helps.
One of my friends here had organised a 12 t truck, but the night before we were going to leave I found out as I was personally talking to the owner, that the driver didn’t have a passport, so it wasn’t quite possible to go with them … I had to find another truck … quickly … I did … made an agreement with the owner … everything was fine, I thought … the truck showed up at the factory the next morning … it was small and only for 4 tons …
I know that overloading is normal here, but 3 times the weight?! Nevertheless they started to loaded the truck, it almost broke down just by standing there with the weight on it. I kept on talking the owner, telling him that we’ll destroy his truck, if we went like this. In the end he agreed that the weight is too much … so off I went running around town to find yet another truck … finally I found a strong 8 t truck and I thought we could probably try with this one … back to the factory … as the truck was half loaded the owner decided that he didn’t want to go anymore … so we had to unload again … many people were trying to help me and promised trucks that would be coming … none of them ever showed up … we had to stay in Chimoio with friends that night … I thought everything would be okay to go the next morning, but once again the trucks which were supposed to be there never came … so I left again looking for a truck and this time God gave me success … I found a good 16 t truck which could easily carry the weight and that time the load actually went on the truck, stayed on there and we left!!
Since I know the director of customs now it wasn’t a problem to do the customs papers on the mosambican side and even on the simbabwian side we were amazingly quick this time. We were already outside of the border when the problems started … some people wanted to inspect the food … okay … we let them see … as we finished they came up with another paper which we should have, but didn’t … I refused to bribe them, so we stayed there for a while … they wanted to confiscate our truck … it wasn’t funny … in the end the guy gave me back the papers and asked us to pray for him … I thought that was good … ..
We continued driving to Harare … at about 11 p.m one of the tires of the back of my car came off … thank God I was driving slow at that time, waiting for the truck driving behind us … we spent all night trying to resolve the problem … but then continued … now we had to drive to Harare during the day which was not so good ‚cause there was lots of police around then … 3 times our truck was almost taken by the police … they wanted what was on the truck, so were coming up with something that supposingly was not okay with our papers … it was a miracle that they let us go every time after speaking to them for a long time … God has been faithful!
It is not the easiest thing to do something that noone else does … all of the NGOs are still not functioning in Simbabwe … there is still no international aid coming in … and what we had on our truck is what everyone wants there to eat these days, but is not available anywhere … neither the police nor the military is getting paid anymore, so they’re trying their luck to get something from the cars & trucks driving by by being corrupt …
We spend about a week there to distrute what we had to the many orfans and HIV positiv widows, then had to go back … it was also nice to see some wild animals like elefants and zebras in Kariba … 🙂
We managed to distribute most of the food, but not all of it, so I’m planning to go back as soon as possible … despite of colera … and if God provides more I’ll go again, even though passing the border with food on a truck is not exactly fun, but it’s worth it …

Greetings from the crazyness … 🙂

Love & blessings,
Claudia

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Oktober 2008

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Oktober

Hallo ihr Lieben!

Endlich …

Wie immer wollte ich schon lange schreiben, kam aber einfach nicht dazu …

Vielleicht könnt ihr euch erinnern, ich hatte erst nur einen Flug nach Johannisburg. Bis dahin war auch alles kein Problem. Ich dachte, ich bezahle wie abgemacht dort am Flughafen mein Anschlussticket nach Chimoio in Mosambik, aber … Flüge nach Chimoio waren leider gestrichen … komplett … willkommen in Afrika dachte ich mir … musste mir wohl was anderes überlegen … so flog ich halt stattdessen nach Beira und von dort aus weiter mit dem Bus …. holte in Chimoio mein Auto ab … und wir fuhren voll beladen mit Leuten und Essen nach Catandica … .

Dann die Frage, wie es wohl in meinem Haus aussieht, was noch da ist, wusste ja schon, dass einige Leute sich meiner Habseligkeiten bedient hatten während ich nicht da war … leider war wesentlich mehr geklaut worden als ich gedacht hatte … na, ja, immerhin mein Bett war noch da (wenn auch ohne Decke und Kissen) und meine Gitarre … kann also weiterhin den Herrn preisen … 🙂

Unseren Kindern geht es gut … werden immer mehr … haben jetzt ja auch mehr Betten … 🙂

Letztes Wochenende hatten wir Besuch aus Amerika bei uns in Catandica …

Der LKW kommt auch bald … ist schon gekauft … 🙂 … wir hatten vorübergehend einen anderen gehabt, der dann aber von anderen Leuten beansprucht wurde … okay … dachte mir, Gott weiß, dass wir einen brauchen … Er wird uns einen anderen geben ….

so war es auch … an demselben Tag, an dem ich die Schlüssel des LKWs übergab bekam ich eine Email von Freunden, mit der Frage wie viel denn ein gebrauchter LKW in Mosambik kosten würde … mittlerweile haben sie das Geld geschickt … Gott ist treu!!

Ich war viel unterwegs …, Gemeinden besuchen und Essen an die Waisenkinder in unserer Provinz (Manica) verteilen …

Gott hatte gemeint, ich sollte zuerst nach Machaze gehen … verstand dann später auch warum … obwohl es schon spät war, wusste ich wir mussten noch an demselben Tag dort ankommen … nach Stunden im Stockdunkel auf unbefestigten Straßen mit endlosen Schlaglöchern kamen wir um 21 Uhr auch endlich an. Der Pastor war bereits schlafen gegangen, um am nächsten Morgen um 4 Uhr in den Busch zu gehen, versuchen ein wildes Tier zu jagen, um es gemeinsam mit seinen Kindern zu essen, um nicht zu verhungern. Seine Tasche hatte er schon gepackt. Wären wir nicht in der Nacht noch angekommen, hätten wir gar nix machen können, weil er die Listen hat, die Kinder kennt … .. lohnt sich doch immer auf Gott zu hören … vielleicht noch zur Erklärung, in Machaze gibt es kein Telefon …

Wir fanden eine völlig entmutigte Gemeinde vor …. nach dem Gottesdienst nicht mehr … strahlende Gesichter … ich hörte nur noch Kommentare wie „Gott gibt es“ … „Gott hört unser Gebet“ … viele Leute dort waren schon verhungert oder verdurstet (gibt nämlich auch kein Wasser bzw. wenn man welches will muss man 2 Std. mit dem Fahrrad fahren und sich welches holen) … dennoch hatte Gott unsere Kinder bis zu dem Zeitpunkt bewahrt … ich dachte mir, Gott kommt immer rechtzeitig … 🙂

In Sussungenga ….

hatten zuerst kleine Schwierigkeiten die Gemeinde zu finden, aber wie immer schafften wir es mit Gottes Hilfe … die Gegenwart Gottes war extrem stark … viele hatten eine Begegnung mit Gott, wurden neu erfüllt oder geheilt ….

In Gondola ….

dort gibt es eigentlich immer eine gute Ernte … außer dieses Jahr … zudem war einige Wochen zuvor ihr riesiger Getreidespeicher komplett niedergebrannt, sowie auch viele Häuser … Hunger überall … eigentlich hätte ich darüber nachdenken sollen, wo wir Mais für 200 Kinder herbekommen werden … bin aber wie immer einfach los, im Vertrauen … hatte auch gar keine Zeit mir groß Gedanken zu machen …

es war bereits 4 h nachmittags (um 5.30 h wird es dunkel und dann klappen die Gehsteige hoch) … nun … genau in dem Moment, als wir dort auf dem Markt, wo es so gut wie nix gab, ankamen, kam auch ein großer LKW an … ich fragte mich noch, was der hier wohl wollte … es stellte sich heraus, er war voll mit Mais beladen … !! Die Leute, die mit dem Mais Profit machen wollten drängten sich (günstig erwerben, danach für einen Schweinepreis an die Bevölkerung verkaufen) … wir sprachen mit dem ‚Besitzer‘, uns doch bitte 200 Eimer günstig zu verkaufen (man kauft hier pro 20 kg Eimer) … Gott gab uns Gunst … er gab uns zuerst soviel wir wollten, dann erst den anderen …. so luden wir die Säcke direkt hinten drauf auf mein Auto … 6 x hin und zurück … innerhalb von 1 Stunde hatten wir alles … das war echt ein Wunder … man kann dafür auch 7 Stunden brauchen oder mehr …. Gott wusste, das wir dafür keine Zeit hatten … wir begannen mit dem Gottesdienst … und Gott war da … die Verteilung ging übernatürlich schnell … innerhalb von 2 Stunden gingen alle überglücklich nachhause … .

Interessanterweise versuchte genau an dem Abend jemand, während wir in Gondola waren, dem Ort, wo so viel niedergebrannt war, an/in meinem Haus zu zündeln, kam aber nicht sehr weit … Gott sei Dank!!

Wieder in Zimbabwe …

Ich bekam einen Anruf von einem englischen Ehepaar, die zu dem Zeitpunkt in Malawi feststeckten, weil ihr Auto kaputt war … Gott hatte ihnen gesagt, sie sollten Essen nach Zimbabwe bringen, dann würde Er sich um ihr Auto kümmern … jemand hatte ihnen meine Telefonnummer gegeben und gemeint, ich könnte ihnen weiterhelfen … .

Das Organisieren an sich kein Problem … Maismehl, Bohnen, Öl, Reis … einen LKW gemietet … wohin mit der Ladung weiß ich auch … was ich aber auch noch nie gemacht hatte, war einen mit Essen voll beladen LKW über die Grenze zu bringen … .

So brachen wir gemeinsam auf, als dumme Ausländer nicht wissend, das an dem Tag ein Feiertag war und somit selbst das Zollbüro geschlossen hatte … von dem Besitzer, der Maismehlfabrik (der uns übrigens das Maismehl unter den Produktionskosten verkauft hatte) hatte ich eine Telefonnummer eines Zollbeamten bekommen, bei dem ich mich melden sollte … der war aber leider in Beira an dem Tag … vermittelte mich jedoch weiter … in Manica (wo der Zoll ist) angekommen, traf ich mich dann mit der Frau eines Zollbeamten, die zwar selbst auch nichts für mich tun konnte, aber meinte, ich sollte warten, sie würde mit dem Direktor der Zollbehörde reden, der allerdings zur Feier des Tages gerade eine Ansprache hielt … 2 Stunden später kam er dann auch und war tatsächlich bereit mein Anliegen an seinem freien Tag zu bearbeiten (ohne Bestechungsgeld!) … er gab mir ein Papier mit seiner Unterschrift, mit dem wir problemlos durch alle Kontrollen auf der mosambikanischen Seite kamen (erst jetzt im Nachhinein habe ich herausgefunden, welche Papiere wir alle nicht hatten … vielleicht nächstes Mal) … er hatte auch extra bei den Grenzbeamten angerufen, dass ich auch wirklich kein Problem haben würde … erste Hürde geschafft!! Halleluja! Auf der anderen (zimbabwerischen) Seite war es nicht so einfach … man sollte meinen, sie wären dankbar, wenn jemand Essen für Waisenkinder ins Land bringt … aber da haben sie ja nix davon … wir brauchten ganz schön lange, aber schließlich und endlich ließen sie uns durch … . Wir fuhren die ganze Nacht durch … luden einen Teil in Gweru ab (von 2 bis 5 Uhr morgens) … in der Zwischenzeit wurde ich noch angewiesen, den Pastor kennenzulernen … er kam extra um 3.30 Uhr, mit Anzug und Krawatte bekleidet … in der Zwischenzeit hatte ich Kaffee für alle Beteiligten gekocht … ich selbst im Halbtrancezustand … anschließend weiter nach Harare … insgesamt wurden wir nur ein einziges Mal von der Polizei angehalten und die waren erstaunlicherweise nett zu uns … ansonsten fuhren wir einfach durch … . Später erzählten mir meine Freunde in Harare, das wenn irgendjemand gewusst hätte, was wir auf dem LKW hatten, das, was keiner dort mehr hat momentan, aber jeder will, wir jetzt wahrscheinlich bei Jesus wären … 🙂

Wir hatten ne gute Zeit mit den Kids … strahlende Gesichter … 🙂 … wir gaben an 4 Waisenhäuser, Waisenkinder in Familien und an Aids erkrankten Witwen … .

Es ist schon krass in einem Land zu sein, wo die Menschen fast überall am verhungern sind. Die ganzen großen Hilfsorganisationen wurden in der Zeit der Wahlen aus dem Land rausgeschmissen, weil ja keiner sehen sollte, was dort wirklich passierte … außerdem gab und gibt es ja wirklich keine Not dort … ha ha … und bis jetzt ist noch keine zurückgekehrt … unsere Freunde erklärten uns, sie müssen sich neu bewerben … außerdem haben sie nach wie vor (wahrscheinlich berechtigte) Bedenken, dass wenn sie was bringen, es einfach von der Regierung beschlagnahmt wird, sodass keiner was macht … . Mir ist durchaus bewusst, dass das, was wir brachten ein Tropfen auf den heißen Stein ist, aber zumindest hilft es einigen Kindern und Witwen einige Zeit zu überleben … .

Gott ist groß, ich will ihm die Ehre geben, denn ohne seine Hilfe, die Gunst, die Er uns gab bei den Behörden, seinen Schutz und Bewahrung hätten wir das niemals geschafft!!

Ein Wort an alle Jesus Freaks, die auf dem Freakstock gespendet haben … nachdem das Geld gerade rechtzeitig kam, habe ich einen (kleinen) Teil des Geldes genutzt, um was mit den Engländern zusammen zu machen, weil der LKW sowieso gemietet war, ich geh aber noch mal Ende des Monats mit einem größeren LKW, wahrscheinlich am Dienstag, den 28. Oktober für ca. 2 Wochen… ich schick aber noch ne Mail rum, damit ihr auch mitbeten könnt, weil ohne Gebet … 🙁 ..

Wegen mir, wenn Gott finanziellen Nachschub schenkt würde ich auch gerne noch mal gehen … die Not ist so groß …

Brauche auch noch ne Lösung für meinen Pass, weil der nämlich voll ist ….

Bilder kommen noch und einen kleinen Film haben wir auch gedreht …

Soweit mal …

vergesst mich nicht ….

Liebe Grüsse von

Claudi

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October
Dear everyone,

greetings from Mosambik again!

Right when I came back we had a wonderful team with us … besides other things we went toChicamba together doing evangelism, I had the priviledge to preach and Pastor Amoz was translating into the local language … God’s presence was strong and when I asked them who wanted to receive Jesus it looked like everybody lifted their hands and prayed with me …

Construction, housing & living conditions …

We finally got the building license from the city counsel so we have started to build 2 new dormitories for our precious children …

I was also given money to do ‘chicken projects’ to help people who take care of orfans. So we got started building a chicken house at our center … the kids are working hard to build it and I will soon buy the chickens …
This will greatly improve their diet … thank you, Jesus!

My bathroom has finally been ‘fixed’ … the floor had been built in a way that the drain was a bit higher than the rest of the floor, so every time I took a shower I had to sweep out the water afterwards … it was kinda anoing, but it is over now!!!

Some of the places I went to …

At the beginning of September I went to the province of Tete visiting Pastor Jeronimo (the leading pastor) who has been suffering from an accident with a shapa (public transport). For more than 6 months now he has not been able to leave his house, just sitting on the couch, ‘cause he can’t bend his leg nor put any weight on it. We have done a lot of work together in the past 4 years, planting many churches and giving food to thousands of orfans… .
It was good to have time to talk, pray for him … . I believe he will be restored …!

I also went back to Zimbabwe – spontaneously – ‘cause the person who was supposed to tell me about the upcoming event and give me an invitation never did … either way we had a great daycelebrating a new property that was bought and fundraising for the new church building. I was impressed with their giving. They really sacrificed, EVERYONE was contributing, me too (1000 cement bricks)! And on that same day they raised ALL the money for the church building!!
Since Mutare is right across the border and I couldn’t organize anymore to go with a team receiving a phone call from them the day before I went by public transport … .
Early the next morning (sunday) our guard took me with his bicycle to the ‘bus stop’ but there was no bus, so I asked him to take me to the main road going to Zimbabwe trying to catch a ride with somebody and we hadn’t even arrived there was already a shapa (minibus) coming … where from I have no idea, but also it doesn’t matter, it had one empty seat so I hopped on … it didn’t stop too much on the way – so I was quite quick getting to Manica … from there I still had to find a way to get to the border (about 20 km) … I decided to go to the gas station and just ask people … getting there there were 2 south african guys on their big (!) motorbikes asking me if I was lost … I answered them that I wasn’t lost, just looking for a ride to the border … “well, if you are brave you can hop on” one of them said … trusting the Lord’s protection and since there is no law to wear a helmet in Mosambik I decided to take their offer and as you can image I was at the border quite fast … no problems passing … . They were going to Harare . Mutare is on the way so they offered to just take me there – may God bless them! When my zimbabwian friends who had come to pick me up in town saw me on the back of a big motorbike they were quite impressed how I got here and that quick ! God always provides if we are doing his will and ministry I’d say …

In & around Chimoio …

There is some sad news … Pastor Amoz, a good friend and at the same time the director of our center died in an accident going with public transport … it has been hard and sad for us to loose him …

There is such warfare … it hit me as soon as I touched ground here …
Please please pray for my protection as I am driving around here or taking public transport … there are so many accidents and people dying …
The Lord spoke to me about a scripture you find in Acts 12 … the diffrence between James being kept in prison and being killed and Peter being released from prison alive and well in a supernatural way is that the church was praying for him!! I understood clearly that as getting attacked severely is not a rare thing with all that witchcraft, cursing, warfare and alike here … often the mosambicans (esp. leaders) perish whereas we (missinaries) overcome and survive because we have people praying for us. Please pray whenever the Holy Spirit puts it on my heart, God might use you to save my life …

I thank God for the fellowship of missionaries here in Chimoio … there is such love, help and support for each other … if it wasn’t for them many of the missionaries might have already given up ‘cause it is already hard here, difficulties and more difficulties every day, things that want to discourage us and when you then have people “back home” saying things that are not helpful …, knowing everything better even though they don’t live here and don’t know how things are here, it doesn’t make it easier for us here …

I’ve been going to the hospital again …
Many of the people there are suffering from accidents taking public transport as well as people with burns all over their bodies, even kids (it’s a miracle that they’re still alive), women who lost their babies … it’s really sad … on the other hand God has been moving each time we went … we are not seeing very many obvious miracles at the moment, but usually when we come again the next week they’re gone, so for most of it that’s a good sign I think … often there are one or 2 two zimbabwians who don’t get many visitors cause their families are far away and they feel lonely cause they don’t speak portugese and somehow it has been special everytime I met one of them, they were really encouraged …

About the ministry in the prison …
God is still giving me supernatural favor there. When I came back in august the prison was closed for anyone from the outside. NOBODY was allowed to go in, but I (and those with me) just walked in … . The guard had told me though that I needed to meet the director and he will tell me what things are like there at that moment. The problem was someone had managed to steal a gun from one of the guards and escaped (he was caught afterwards but still…).
Anyways after having a little chat with the prison director we went on as if there was nothing. God is good.
The director of the prison had invited me to visit & preach at his church and when I finally had a free sunday I went, taking some of the youth of our centre here in Chimoio with me, we had a really good time. All the leaders from all over the country of his church had come to get to know me and talk to me. Sometimes … . Anyways it’s been good to meet men of God, to fellowship, have lunch together and lots of cokes and fantas … :-).
This past week God put on my heart to teach on forgiveness. I felt God’s presence and him moving their hearts. I believe they got it. I made it very clear to them that we all need his forgiveness and if we ask we get it, but only if we forgive those who wronged us. If we are not willing to forgive those who sinned against us God will also not forgive us. It’s a tough message, but the bible is clear in Matthew 6:14-15.
The joy of the Lord is increasing every time we go. There is joy in His presence!! People who don’t have much reason in the natural are dancing and rejoicing in Him. This week a number of the prisoners who weren’t allowed to come were complaining that they want to participate, but the decision who comes and who doesn’t is not ours, we’re just the ones who are ministering there. So they sang, claped their hands and danced in their prison cells as we were praising & worshiping … where is this going to end?!
Besides who wants to give his life to Jesus (there is always a number, about 10-20 each week) I usually ask them who is sick and wants to have prayer. Many have been testifying that they got healed and the number of sick people there is decreasing – praise God!
The other missionaries who are working on the other side of the prison (the prison is divided) are back from their furlough (they had been gone for 7months), which is good ‚cause they don’t allow big gatherings (it’s a maximum security prison so those in there stay a while and they’re afraid of not being able to control the people) in the prison so more people get to hear the gospel and are being taught God’s ways. Them being gone for a long time explained to me why I was told some months ago that nobody is doing a church service in the prison these days.
I’ve also been able to give them bibles, steras (strawmats to sleep on) and soap to wash their clothes and dishes – thank God to everyone who has been giving to me so I could give!

I’d also like to say thank you to everyone who has been supporting me and what God is doing here financially. I’ve been able to buy new clothes for our children, sandals for each one of them, sheets for their beds, things for the kitchen, will buy new moskito nets this week … and could finally repair my car so I am ready for future adventures!

My health …
Last month I had been sick, constantly feeling like throwing up and having diarrhea for about 2 weeks, so my body became a bit weak … it wasn’t so good, really … I didn’t know what to do … the medicine you can get here doesn’t help anyways, so there isn’t much point of taking it … so on a monday during one of our prayer meetings I asked the other missionaries (and at the same time some people overseas via email) for prayer … the next day I already felt much better and the day after I was completely fine!! Praise God!

Upcoming things …

School holidays are starting at the end of this month, so we are praying about how to best impact our children at the centre during this time. We’ll probably do something like a holiday camp with them, teaching them from the Word, having times of worship and prayer as well as practical work, also inviting other youth from the community and/or other centers … we’ll see what God will show us …

I’ll be going back to Zimbabwe next week. There are 4 cubic tons of maize seed in Harare waiting for us to be distributed. I am excited and thank God for everyone who contributed. We’ll also have sound equipment (including the Jesus film) with us this time so it’ll be easy to doevangelism and church revival meetings. If God puts it on your heart please be praying for usduring this busy time. We’ll be leaving around October 15th and stay for about 2 weeks. We’d like to distribute the seed in the way God wants it to be distributed, touching peoples lives with His love and provision. It is our desire to see God’s kingdom come more and more in this country, gathering in the harvest, see people healed and set free, drawn closer to Him, getting to know Him more and following Him more radically … .

I’m also planning to go to Malawi again with a team at the end of this year or beginning of next year … I’ll keep you updated …

Thank you to everyone who cares, supports us here and stands with us in prayer!
May God bless you a hundredfold!!

Love & greetings from Mosambik,
Claudia

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Juli 2008

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Juli

Hallo ihr,

ich hab euch zwar meine Tel.nr. geschickt, sodaß ihr mich gerne anrufen könnt … 🙂 aber trotzdem will ich euch noch ein bisschen berichten von dem, was bei mir in den letzten Monaten so abgegangen ist, weil ja vielleicht doch nicht alle mich anrufen oder wir uns von Angesicht zu Angesicht sehen …

Wir wollten ja eigentlich nochmal nach Zimbabwe im April, war aber einfach nicht möglich …

Statt dessen war ich auf einer Hochzeit, auf die ich zum Predigen eingeladen wurde … es ist schon lustig, wenn man auf einer Hochzeit predigt, wo man das Brautpaar gar nicht kennt, aber immer mal was neues (zur Erklärung: sie baten den leitenden Pastor der Provinz Manica, in der ich wohne, mich einzuladen, weil sie von mir gehört hatten) …

Ich war auch nochmal in Tete gewesen, Gemeinden besuchen, die wir letztes Jahr gegründet hatten … gut zu sehen, daß sie noch existieren und sogar gewachsen sind …

Im Mai hatten wir dann ja unsere Konferenz in Catandica … war schon alles ein bisschen Caos mit für so viele Leute zu kochen, aber Gott war da und darum gehts ja …. Samstag auf Sonntag wurde die ganze Nacht durchgesungen und getanzt …. um 2 Uhr dachte ich mir dann, ich würde doch gerne noch ein bisschen schlafen, gibt ja auch ein Leben nach so einem Event … um 5 Uhr wurde ich allerdings wieder aus dem Bett gehauen … “ Mana (d.h. Schwester) Claudia, aufstehn, du musst taufen“ … aah … ok … sie waren schon alle zum „Fluss“ runtergegangen … kurz im Halbschlaf etwas über Taufe erzählt und dann zusammen mit einem von den Pastoren rein ins Wasser … es war so kalt … und das Problem ist ja, wenn man derjenige ist, der tauft, dann bleibt man darin stehen bis alle getauft sind und bei 30 Täuflingen dauerte das schon ein bisschen … k a l t !!
Aber für Jesus machen wir doch alles …

Ich war auch nochmal einige Tage in Beira/Dondo gewesen, um meine Freunde dort zu besuchen …. anschliessend 4 Tage in Nhamatanda, immer 2 x am Tag predigen … es ist schon der Hammer, obwohl ich ja schon öfters predige erzähle ich nie das gleiche … Gott gibt mir immer was Neues, Frisches … . Da „meine Autopapiere“ noch nicht da waren (hatte nur temporäre gehabt für 1 Monat, dann musste ich auf den eigentlichen Fahrzeugbrief warten), halt wieder mit „öffentlichen Verkehrsmitteln“, mit dem Fahrrad oder zu Fuss … die Mosambikaner sind immer ganz beeindruckt, dass ich mich als Weisse darauf einlasse … aber ich denke mir, Gott hat mir 2 Beine gegeben, dann kann ich sie auch benutzen …:-). Gott ist ja auch nett, ich habe ihm nämlich regelmässig gesagt, dass wir jetzt keine Zeit haben hier lange rumzuwarten und dann kam auch immer gleich was, was uns alle mitgenommen hat, selbst spätabends, wenn es eigentlich unmöglich ist, sind wir noch
weggekommen … . An dem letzten Abend hatten wir ein interessantes Gespräch, nach der Predigt usw., wartend an der Strasse, mit einem lebendigen Hühnchen in der Hand, das mir als Dankeschön mitgegeben wurde … „Mana, Claudia, um diese Uhrzeit gibt es hier kein Auto oder Bus mehr“ …“Ja, ich weiss, normalerweise gibt es das nicht“ … Sie versuchten mir klar zu machen, ich hätte einfach keine Ahnung und es wäre besser zurück in das Haus des Pastors zu gehen und dort zu schlafen … dazu hatte ich aber überhaupt keinen Bock … ich wollte meinen Schlafsack haben … ich hatte nicht einmal eine vernünftige Jacke dabei, weil ich die gerade in der Woche zuvor hergeschenkt hatte … ich sagte zu Jesus „du kannst das doch machen, das jetzt ein Auto vorbeikommt, bitte!“ … ich sagte, wir warten … sie waren gar nicht begeistert … und siehe da auf einmal tauchte ein Auto auf!! Der Fahre versuchte nicht mal uns abzuzocken, geldmässig, wir gaben
ihm schon was, aber nicht übermässig …. unser Papa im Himmel weiss, was wir brauchen … 🙂 . Alle Dinge sind möglich, dem der da glaubt!

2 Tage bevor ich weg musste, wegen „Heimaturlaub“ kam dann doch endlich der langersehnte Fahrzeugbrief! Halleluja! Da mussten wir doch wenigstens noch einmal evangelisieren gehen … die Anlage hinten auf das Auto draufgepackt … losgefahren bis zur Tankstelle … dort trafen wir das restliche Team … kein Benzin mehr im Generator … keiner hatte Geld … Disskussion … ich hatte den perfekten Frieden in mir … auf einmal tauchte unser pakistanischer Freund Ahktar auf … bla bla bla … was unser Problem ist? … wir haben kein Benzin für den Generator … wieviel braucht ihr denn? … 2 Liter … gab uns 100 Metecais … das Problem war gelöst … wo wir denn jetzt hinfahren? … in die Richtung … ich deutete nach rechts … hatte den Namen des Ortes schon wieder vergessen …. ob wir ihn mitnehmen können, weil der sein Fahrer seit heute morgen nicht mit dem Auto zurückgekommen ist … klar … sein Auto tauchte nicht auf, aber dafür blieb
er zwangsläufig bei unserem evangelistischen Meeting dabei, hörte die Botschaft, sah die Heilungen und stellte natürlich hinterher viele Fragen … ich erzählte mein Zeugnis, was auch ganz gut auf sein Leben passte und er verstand, das er suchen kann, wo er will, in allen Religionen, es aber einfach keinen Retter gibt ausser Jesus, niemand sonst für seine Sünden gestorben ist … jetzt muss er sich halt entscheiden ….

Vielleicht noch kurz was zu meinem Fuss und so, weil ich euch das ja geschrieben hatte … es war schon echt doof, weil die Wunde einfach nicht heilen wollte und ich mich auch so nicht so fit gefühlt habe … irgendwann dachte ich mir dann, ich hab keine schlaue Idee mehr, medizinmässig gibts hier in Mosambik einfach nix … so hab ich eines nachts, als ich mir dachte, jetzt reichts, einfach mal ein paar sms losgeschickt mit der Bitte um Gebet und am nächsten Morgen hab ich mich gleich viel besser gefühlt und das mit der Wunde erledigte sich dann auch von selbst, heilte, auch ohne Crems & Zeugs … danke, Jesus!

Gott hat uns echt gesegnet dieses Jahr …
geistlich: wir durften neue Gemeinden gründen, sowie viele bestehende besuchen, Menschen wurden geheilt, einen Dienst in Zimbabwe beginnen …
emotional: ich konnte den Wahnsinn des alltäglichen Lebens in Afrika ganz gut nehmen ….
materiell: neue Häuser (eines für Gäste, ein neues Haus für Jungs, momentan wird grad noch das Mädelshaus umgebaut & schön gemacht), „mein“ neues Auto :-), zum ersten Mal Schuluniformen und warme Jacken für alle unsere Kinder (ja, in Catandica wirds echt kalt wegen den Bergen), neue Matratzen, Leintücher und Decken für alle, Betten werden gerade noch gebaut …

Wenn ich wieder da bin und wir jetzt ja ein Auto haben wird es mir bestimmt nicht langweilig werden, hab schon viele Pläne … erneut nach Zimbabwe, Inhaminga, Caia, Machaze, Manica, Tambara … bin auch wieder gebeten worden, doch das Unterstützungsprogramm für die 5000 Waisenkinder (oder 7000) in Tete weiterzumachen … wir wollen eine Küche mit Vorratskammer/Lagerraum bauen, weil es einfach doof ist Lebensmittel und Töpfe im Haus zu lagern, da das leider die Ratten anzieht, was natürlich nicht so toll ist für die Kinder … auch hat uns das lokale Krankenhaus gefragt, ob wir uns nicht vorstellen könnten eine kleine Klinik, erste Hilfe Posten aufzumachen, müssten wir halt nochmal ein kleines Haus dafür bauen, Medikamente würden sie uns kostenlos zur Verfügung stellen soviel wir wollen, einen Krankenpfleger, der die Arbeit machen würde haben wir schon … das wär schon cool, weil so die Leute aus der Community zu uns kommen und ausserdem
die medizinische Versorgung unserer Kinder sichergestellt würde … mit dem Bau eines Zaunes und Haus für die Hühner, die wir halten und verkaufen wollen haben wir auch begonnen ….
das reicht mal … ich denk, ihr seht schon, mir wird nicht langweilig 🙂

Ich freu mich euch zu sehen und/oder von euch zu hören ….
Liebe Grüsse von
Claudi

PS: Falls ihr alte Handys habt, die ihr nicht mehr braucht: ich würde mich freuen, wenn ich es haben könnte, so dass ich es einem der Pastoren geben könnte, so dass er mit der restlichen Welt kommunizieren könnte … das wäre wirklich eine große Hilfe!

PPS: Ich habe es endlich geschafft, einige Bilder anzuhängen, so dass ihr ein bisschen von unserem Leben in Catandica sehen könnt …. wenn ihr mehr sehen wollt, es gibt es auch Bilder von der Zeit, als ich während der Flut geholfen habe und von der Konferenz in Südafrika, auf der ich war … wenn ihr interessiert seid, es gibt eine Menge Fotos unter dem link unten …

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Sorry, no english version!

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