September 2013

Hallo ihr Lieben!

Wie ihr wisst mag ich es heiss, aber wenn es im September schon an die 40 Grad im Schatten (den es beim Laufen kaum gibt) hat, dann will ich gar nicht wissen, wie es im November oder Dezember wird …

Kurz nachdem ich ankam habe ich mir auf dem Weg zum Gefängnis so dermassen doof den Zeh angehauen, dass er wahrscheinlich gebrochen war, jedenfalls war der Teil des Fusses gut geschwollen und schön blau & rot, was das Laufen erstmal schwierig machte. Es ist eines kein Auto zu haben, aber wenn man dann auch noch nicht laufen kann wird es wirklich schwierig. Befreundete Krankenschwestern tapten meine beiden kleinsten Zehen zusammen und ich habe versucht mich für ein paar Tage auf das Nötigste an Fortbewegung zu beschränken. Verschiedene Freunde halfen mir und irgendwie habe ich es geschafft trotzdem alles Wichtige zu schaffen – praise God!
Kaum war das so einigermassen überstanden hatte ich auf einmal so dermassen stechende Kopfschmerzen, dass ich irgendwann ohne Schmerztabletten (die ich ja so gar nicht mag) nicht mehr klarkam. Nach 3 Tagen habe ich beschlossen, jetzt reichts! Und einfach mal von meinem Bett aus ein paar Leuten hier, denen ich vertraue, dass sie auch wirklich beten eine sms geschrieben und keine Schmerztablette mehr genommen. Merkte auch gleich, wie es besser wurde und als ich am nächsten Morgen aufwachte waren sie (im Gegensatz zu den Tagen davor) komplett weg .

Viel Zeit hab ich mit der Legalisierung des neuen Grundstücks verbracht und es ging tatsächlich auch einiges vorwärts. Schwierig zu erklären, was man hier so alles an Papierkram etc braucht, lass mich einfach sagen vieles. Wir haben das Grundstück offiziell vermessen und von Gestrüpp befreit (ne ganz schöne Arbeit). Bevor sich die Nachbarn noch mehr ‚meines’ Landes klauen oder andere Leute ihre Häuser auf ‚mein’ Grundstück bauen fangen wir nun besser an zu bauen – auch wenn ich noch nicht alles unter Dach & Fach habe. So oder so ist es ein Risiko.

Die Strassenkinder sind gesund (immer wieder erstaunlich bei dem Lebensstil) … hatten diese Woche ein kleines Fest (mit Hühnchen & so), weil an dem Tag Feiertag war. Fanden sie natürlich nett …

Die Veränderung der Gefängnisinsassen zu sehen begeistert mich nach wie vor. Sie baten um eine weitere Taufe und ne Woche später hatte ich die Liste mit den Namen all derer, die sich taufen lassen wollen in der Hand. Organisieren das mal besser bald.
Vor kurzem schleppten sie einen in den Gottesdienst, der offensichtlich mindestens halb tot war, sich jedenfalls nicht mehr rührte. Nachdem wir alle gemeinsam für ihn beteten verliess er freudig & gesund den ‚Raum’ …

Im Krankenhaus sind wir nach wie vor regelmässig … immer Dienstag Nachmittag … lustigerweise hat sich eine Gemeinde ausgedacht (muss mal noch rausfinden welche) jetzt immer (ausgerechnet) Dienstag nachmittags dort Gottesdienst zu machen … so haben wir sozusagen Parallelgebet & Lobpreis …

Ansonsten wachsen & gedeihen meine Hunde (dem einen ging es allerdings ziemlich schlecht als ich hier ankam – denke, wenn ich noch 2 Tage später gekommen wäre, wäre er wahrscheinlich nicht mehr am Leben) ….
meinen Hausbesitzer habe ich einmal kurz gesehen, haben aber noch nicht geredet wegen der angedrohten Mieterhöhung und ich werde das Thema auch nicht anschneiden … mach das mal ganz mosambikanisch …
ich bewege mich mit den ‚öffentlichen Verkehrsmitteln’ oder meinen Beinen vorwärts … und treffe so natürlich viele Leute, die ich kenne oder die mich kennen auf der Strasse – auch nett …
wir hatten einen weiteren super gesegneten Jugendgottesdienst, ich habe viele Gemeinden besucht, gepredigt, gelehrt ….
und hoffe nun demnächst mein neues Auto zu kaufen (hab mich schon mal mit den Zollchefs angefreundet, jemand gefunden, er mir umsonst den Paperkram macht) … jetzt muss ich noch eine Unterkunft in Johannisburg/Pretoria finden und jemand, der sich mit mir Autos anschauen geht und sie am besten noch mit Autos auskennt …

Bis bald mal wieder,

lg Claudi

Juni 2013

Hallo ihr,

nochmal Grüsse aus Mosambik bevor ich im Juni nach Deutschland (und benachbarte Länder) komme …

Inzwischen ist es Winter hier, d. h. kalt .

Letzten Monat war ich in Macossa …
Da ich kein funktionierendes Auto hatte und sonst ja sowieso keiner eines hat alle 7 von uns, die aus Chimoio kamen mit anderen reingequetscht in die Shapa (die „öffentlichen Verkehrsmittel“, VW Bus Grösse), die allerdings nach ca. 100km langsamer Fortbewegung komplett den Geist auf gab; also mit einer anderen weiter bis nach Catandica – 4 Stunden für eine Entfernung von 140km – und das auf einer geteerten Strasse – crazy! Von dem Lkw, den die dortige Gemeinde „organisiert“ hatte, mit dem wir weiterfahren sollte keine Spur. Warten bin ich ja gewohnt, aber von 11 Uhr morgens bis 7 Uhr abends – also 8 Stunden – neben einer Tankstelle rumstehen und das ohne irgendwas vernünftiges zu essen ist schon nicht so nett … . Die Packung Keskse, die ich hatte half auch nicht wirklich, da ich sie natürlich mit alles Anwesenden teilte (allein essen gibt es hier nicht) … könnt euch vorstellen wieviele Kekse für mich blieben … . Es war einer der Momente, an denen ich mir dachte, wird Zeit für ein neues, mein eigenes Auto. Was nett war, ein paar der Kinder, um die ich mich gekümmert hatte als ich in Catandica wohnte kamen vorbei, war schön sie zu sehen . Ausserdem kam jemand auf mich zu und setzte sich neben mich mit der Bitte ‚ich solle für ihn beten’. „Wofür denn?“ fragte ich. „Er bräuchte Gott und wolle mit dem Trinken aufhören“. Ok. Wir beteten und er ging freudig seines Weges. Vor lauter Dankbarkeit wollte er mir so was wie 1 Brötchen kaufen, aber ich meinte, er solle es mal gutsein lassen. Als der Lkw dann doch kam fand ich heraus, dass 3 Stunden des Wartens deswegen waren, weil der Lkw von der Polizei aufgehalten wurde, da er weder Papiere, noch der Fahrer einen Führerschein hatte … . Nachdem wir den Lkw, der wie viele hier keinen Anlasser hatte, angeschoben hatten ging die Fahrt weiter. Mitlerweile war es stockdunkel und schweinekalt. So wie man hier Menschen transportiert transportiert man in Europa nicht mal Viecher … . Nach 5 km hielt der Lkw erneut an, weil die Plastiktüte, die das Gaspedal funktionsfähig hielt abgegangen war … als wir einen längeren aber eigentlich nicht allzu steilen Berg hochfuhren begann der Lkw den Berg rückwärts wieder runterzurollen … war schon nicht wirklich lustig … ich sagte laut „in Jesu Namen vorwärts“ … der Lkw stoppte und irgendwie, ich weiss nicht wie bewegten wir uns weiter vorwärts den Berg hoch… dann ging das Licht aus … na wenigstens hatten wir Mond an dem Tag … um es kurz zu machen, um 23 Uhr kamen wir in Macossa an. Alle waren halb erfroren, aber lebendig. Die armen Babys dachte ich mir … . Alle rein in die „Kirche“, eine kurze Ansprache, Gebet usw., dann wurde der Generator angeschmissen, das von uns mitgebrachte Keyboard ausgepackt und die halbe Nacht getanzt und gesungen. Beschloss dann aber doch irgendwann „ins Bett“ zu gehen. Hab vergessen, kurz nach Mitternacht gab es was zu essen, was mir dann aber auch schon egal war. Das gleiche kalte Hühnchen, das mir zum Abendessen hingestellt wurde, gab es dann auch wieder frühmorgens, ebenfalls mit hartem Maisbrei, nur diesmal richtig gut in Öl schwimmend zum Frühstück. Muss zugeben, es war einer, der Momente, wo ich mir dachte, wie ich mich auf ein deutsches Frühstück mit Vollkornbrötchen, Butter, Marmelade & Käse freue … . Dann den ganzen Tag gelehrt und vor lauter Reden 4 1.5 Literflaschen eklig schmeckendes Wasser getrunken. Nach der Lehre über den heiligen Geist am Abend gab es natürlich die Praxis. Irgendwann zwischendrin beim Beten ging ich kurz raus „aufs Klo“, auf dem Rückweg bemerkte ich beim Vorbeigehen die Wärme des Feuers, auf dem das Abendessen gekocht worden war, blieb aber nicht stehen; das interessante war, dass die gleiche Wärme an dem Ort war, wo wir für Leute beteten. Hierzu sei gesagt, wir waren nicht in einem Kirchengebäude, sondern in einer Konstruktion aus ein paar Holzpfählen mit ‚Dach’ und ‚Wänden’ aus Stoh, durch die der Wind durchpfiff. Das Feuer des heiligen Geistes war spürbar, Menschen wurden vom Heiligen Geist erfüllt, bekamen Worte, erlebten Gott … . Hatte gar nicht gemerkt wie die Zeit verging, auf einmal war es wieder 1 Uhr morgens. Am nächsten morgen Taufe und dann Abendmahl. Über beides hatte ich u.a. am Vortag gelehrt, d. h. erst die Theorie und dann die Praxis. In die Dreckbrühe bin ich auch wirklich nur zum Taufen reingestiegen; warm war das Wasser auch nicht gerade. Insgesamt wurden 20 Leute getauft und ich habe es diesmal so gemacht, dass ich alle 2-3 Täuflinge jemanden von den Seminarteilnehmer einlud mit mir zu taufen, Frauen, Männer, Jugendliche, so wie Gott sie mir zeigte, um zu demonstrieren, das jeder, der ein Jünger Jesu ist taufen kann bzw. darf und um ihnen die Angst davor zu nehmen (wenn man es schon einmal gemacht hat ist es leichter). Nach dem Gottesdienst ging es zurück nachhause … .Nachdem wir alle paar Kilometer das Wasser des Radiators/Motors nachgefüllt und mehrmals alle ausgestiegen und den Lkw die Berge hochgeschoben hatten, kam schliesslich Rauch aus dem Motor und der Lkw, mit dem wir gekommen waren, blieb komplett stehen, allerdings Gott sei Dank erst als wir wieder auf der Hauptstrasse waren, auf der es auch andere Transportmittel gab (Gott erhörte mein Gebet). Später als geplant aber immerhin waren wir nachts wieder in Chimoio. Wie all die anderen wieder zurück nach Catandica kamen muss ich mal noch rausfinden.
Später habe ich noch gehört, dass 1 Ehepaar, die wir tauften, die wohl dort bekanntesten und mächtigsten Hexer waren, die Jesus überzeugt hatte, indem Er ihre Tochter, die jahrelang krank war geheilt hat; sie haben auch dann gleich alles verbrannt, was ihnen zuvor Geld durch Magie brachte …

Ausserdem war ich wieder in Machaze …
Die Strasse ist ein Alptraum und wir sahen definitiv mehr liegengebliebene als fahrende Autos; auf dem Rückweg habe ich darauf geachtet, wir trafen 2 fahrende und 8 liegengebliebene Fahrzeuge, aber Gott sei Dank kamen wir sicher an und auch zurück. Die Zeit in der Autowerkstatt vor und nachher nutzte ich natürlich um verschiedenen Leuten, die mir Fragen stellten Sachen aus der Bibel & über Gott zu erklären …. .
Die dortige Gemeinde wurde ermutigt, wir gaben Lebensmittel an die (aufgrund einer Dürre) an Hunger leidenden Waisenkinder, machten ein Seminar (Lehre), massenweise Leute, die spontan vorbeikamen, weil sie die Musik hörten bekehrten sich (hatten wir nicht geplant, aber ok), zeigten den Jesusfilm an einem Ort, an dem es noch keine Gemeinde, aber dafür massenhaft Betrunkene gab … die örtliche Hexe kam ebenfalls vorbei und setzte sich was auch immer vor sich hinmummelnd vorne in die Mitte, hörte dann allerdings aufmerksam meiner Predigt zu und betete laut mit beim Lebensübergabegebet … man weiss nie …

Der Jugendgottesdienst wächst, mehr und mehr Gemeinden beteiligen sich …

Mein Gefängnis- und Krankenhausteam hat ein neues Teammitglied, ein Mädel, das echt ein Segen ist. Eines Dienstag morgens machte sich Ricardo, einer meiner Teammitglieder gerade auf den Weg von seinem Haus zum Gefängnis, als seine Nachbarin ihn fragte, wo er hinginge und er meinte, in den Gottesdienst im Gefängnis. Sie wollte mitkommen, nachmittags dann auch gleich im Krankenhaus und ist völlig begeistert; schon lange wollte sie so was machen, aber ihre Gemeinde dreht sich nur um sich selbst; da wir ein übergemeindliches Team haben ist es natürlich kein Problem mit uns mitzukommen … .
Unser Gefängnispastor hat mir heute erzählt, ihm wurde weitere Verantwortung angeboten, was einen Aufstieg bedeutet hätte, aber er lehnte ab, weil er durch die neue ‚Arbeit’ kaum mehr Zeit gehabt hätte das Reich Gottes dort zu bauen … wow … wenn die Leute ausserhalb so hingegeben wären …

Treffe mich nach wie vor 1 x die Woche mit den Strassenkindern … .
An der Stelle sei auch erwähnt, dass ich das Papier der örtlichen Leiter, wo das Grundstück um was mit ihnen zu machen ist in meinen Händen habe… schliesslich und endlich, nach 7 Monaten! Jetzt geht es weiter mit der nächsthöheren Instanz hier in Chimoio… .

Die Loving the Nations Papiere sind in Maputo, in der Hoffnung & dem Glauben, dass die Registrierung hier klappt … muss noch etwas nachreichen, was ich hoffentlich noch schaffe bevor ich nach Deutschland komme … .

Habe meine Aufenthaltsgenehmigung!!

Am 1. Juni war hier in Mosambik Kindertag, d. h. es gab natürlich ein Fest in unserem Kinderheim, besonderes Essen, neue Kleidung, für jeden ein Geschenk … die Freude war gross … .

Haben auch wieder beim Landtag gebetet, die 5 tägige ‚Sitzung‘ im Gebet eröffnet …

In der Zwischenzeit war ich wieder 3 Mal in Zimbabwe, jeweils mit tollen Teams – Danke an meine Freundin Claire, die mir ihr Auto geliehen und somit die Einsätze möglich gemacht hat. Hier ist ja grundsätzlich alles ein bisschen hinter dem Mond, aber in einer Gegend, in der wir waren habe ich mich wirklich die Zeit Jesu zurückversetzt gefühlt oder zumindest ins Mittelalter … wir kamen immer mal wieder an einem von Eseln gezogenen Karren vorbei, auf dem Leute sassen und alle in meinem Auto waren sich einig, dass das auf dem wir fuhren keine Strasse mehr war … auf einmal ging es gerade 10 Meter den Felsen hoch, ein anderes Mal war die Brücke eingestützt, d.h. erst fast senkrecht den Berg runter (erstaunlich, dass wir unten angekommen nicht vorne aufsetzten), dann quer durch den ca. 100m breiten Fluss usw … danke an Jesus für seinen Schutz, es war nämlich teilweise schon ganz schön krass …. . Ich war beeindruckt von den Distanzen, die die Menschen zu Fuss zurücklegten, nur um das Evangelium zu hören (30-50km). An diesem Ort auch ein Danke an all diejenigen von euch, die mich/uns finanziell und im Gebet unterstützen; ich möchte dass ihr wisst, dass ihr an der Frucht hier, den vielen, die Jesus in ihr Leben einluden, geheilt und befreit wurden beteiligt seid … .

Hab schon einiges an Plänen für die Zeit in Deutschland (oder in Europa sollte ich besser sagen) … wer mich gerne sehen und/oder als Predigerin haben möchte sage möglichst schnell bescheid. Manches hängt auch noch davon ab, ob mir wieder jemand für ein paar Wochen ein Auto leihen kann/will. Melde dich bei mir, wenn du mir diesbezüglich weiterhelfen kannst.

Freue mich auf das Schlaraffenland und so viele wie möglich von euch zu sehen,
meldet euch möglichst bald,

Claudi

März 2013

Hallo ihr alle,

Grüße aus Mosambik!

An dem abend, an dem der Strom zum 3.Mal weg ist, dankt man Gott für die Tage, an denen es Strom ohne Unterbrechungen gab.

Mosambik ist ein guter Ort, um ‚die Freude am Herrn’, ‚die Freude, die nicht von äußeren Umständen abhängt’ zu praktizieren J. Vor kurzem hatte ich eine besonders gute Woche diesbezüglich … mein Hund wäre fast an Vergiftung gestorben, die Wasserrechnung hatte den 3fachen Betrag völlig ohne Grund (so musste ich da mal wieder vorbei das regeln, natürlich bei der Gelegenheit Gottes Wort dort weitergegeben), ständig war der Strom weg, kein Wasser, mein Auto war in allen Einzelteilen (ist immer noch), mein Internetmodem ging nicht mehr nachdem ich es anderen Missionaren ausgeliehen hatte (also kein Internet), mein Hausbesitzer wollte die Miete von 7000 auf 5000 Metecais erhöhen (mehr als 100%!), mein Hund brachte mein Kätzchen um … – preist den Herrn!

Im Gefängnis …

Die Gefangen wachsen im Glauben … bin immer wieder begeistert, wie gehorsam sie sind, das Gelernte in die Praxis umzusetzen, mehr als jede Gemeinde, die ich hier kenne. Vor 2 Wochen lehrte ich über das Abendmahl und sie haben tatsächlich mit anderen das Abendmahl im Gedenken an den Tod Jesu, sein Leiden für uns, gefeiert; davor wurden Sünden bekannt so wie sie das gelernt hatten; viele kamen zum Glauben an Jesus und vertrauten Ihm ihr Leben an … nicht nur Häftlinge, sondern auch Wächter und anderes Gefängnispersonal …wenn Gott gegenwärtig ist … J.

Grosse Freude im Frauengefängnis als wir das letzte Mal dort waren, nicht nur weil wir ihnen ein paar Bibeln gaben (um die sie Gott gebeten hatten – keiner hatte eine!) und Kleidung für die Babys, sondern schon davor, während wir Gott anbeteten und für sie beteten… .

Beide Teams sind gewachsen, das Gefängnis- und das

Krankenhausteam … J.

Ich hatte ‚gute Zeiten’ beim Besuchen verschiedener Gemeinden, mit den Straßenkindern (betet weiterhin mit mir für sie), viele Gelegenheiten in junge Leiter zu investieren … die Jugendgottesdienste waren erfüllt von der Gegenwart Gottes, mehr und mehr Jugendliche kommen zusammen und werden zugerüstet …J.

Besuch beim Bürgermeister (einer meiner neuen Nachbarn) …Hatte ja schon lange auf dem Herzen mal bei ihm vorbeizuschauen, nur auf den richtigen Zeitpunkt gewartet. Vor ein paar Wochen, als ich gerade nachhause gekommen war meinte Gott zu mir, ich sollte jetzt (!) zu ihm rübergehen; versuchte es noch kurz mit ‚ich sei müde’, wusste aber Ausreden machen keinen Sinn, also rüber; war auch wirklich ‚perfect timing’; er war gerade dabei sich von jemand zu verabschieden, also vor dem Haus, so konnte ich ihn direkt fragen, ob ich reinkommen durfte und er meinte ‚ja’ (ist sonst nicht so einfach wegen Wächtern und Kram). Mit ‚ich wollte mich mal vorstellen, da ich ja nun ihre neue Nachbarin bin’ war das Gespräch eröffnet; unterhielten uns über verschiedenes (natürlich hauptsächlich über Gott), dann wurden wir von ‚wichtigen Leuten’ unterbrochen und ich wurde Teil eines Gesprächs, das wohl eher nicht für meine Ohren bestimmt war, aber egal. Hatte das Gefühl noch etwas bleiben zu sollen (es ist nicht üblich hier Leute rauszuschmeissen, wenn sie mal da sind, man sagt als Gast ‚ich gehe jetzt’). Dann fand ich heraus, dass er Malaria hatte, es ihm eigentlich gar nicht gut ging, was auch der Grund war, warum er überhaupt zuhause war. Damit war mir klar, weshalb Gott mich gerade an dem Tag dahin geschickt hatte. Ich bot ihm an für ihn zu beten. Er nahm das Gebet gerne in Anspruch und sagte dann auch gleich im Anschluss zu den anderen, die auch noch da waren, ihm würde es morgen gut gehen und er könne morgen doch kommen (wichtiger Besuch aus Maputo). Gottes Gegenwart war spürbar als wir beteten und ich glaube, Jesus hat ihn berührt (hatte leider noch keine Gelegenheit ihn zu fragen). Beim Gehen bat er um meine Telefonnummer und ich sagte ihm, er könne mich jederzeit anrufen, wenn er Gebet brauche (bevor ich hinging hatte mir Gott bereits gesagt, dass ich ihm das sagen sollte, hier war nun meine Gelegenheit J). Mal sehen wie es weitergeht …

Habe einen neuen Fotoapparat!! Gott kümmert sich immer, im nächsten Rundbrief gibt es also wieder Bilder … J.

Die You tube videos sind online – es gibt eine kurze Version (8min) – link http://youtu.be/9sC_o58avn0″ – und eine lange (50min) – link

http://youtu.be/EHup0h7M3Xw … schaut sie euch an – geben einen guten Einblick in was ich hier so tue, was geht … .

Die Loving the Nations Papiere sind in Maputo – betet, dass sie durchgehen und sie nicht noch 1 Million anderer Papiere wollen … .

Wir haben angefangen mit den Missionaren hier Volleyball zu spielen – einer der Brasilianer hat ein Netz mitgebracht, als er das letzte Mal in Brasilien war – wollte schon seit Jahren wieder spielen, gab nur einfach keine Möglichkeit hier, aber jetzt … J.

Ich habe einen neuen Welpen – super süß!

Vor kurzem an einem Samstag Nachmittag …Nachdem ich bei jemand vorbeigeschaut hatte, die ich lange nicht gesehen hatte (die auch wirklich nur ‚zufällig’ zuhause war) hatte ich das Gefühl noch bei Anita (meine ehemalige Nachbarin, mit der ich nach wie vor 1 x die Woche zusammen bete) vorbei zu sollen. Bevor ich jedoch zu ihr hineingehen konnte rief mich ihr Nachbar (der mich auch kennt); wollte mich seinen Verwandten vorstellen; war nicht so begeistert davon, aber nachdem er darauf bestand, ließ ich mich darauf ein. Kurze Begrüßung, dann Kopf gesenkt, Blick nach unten, überführt durch den Heiligen Geist, denn sie waren am Trinken. „Bitte bete für mich, dass ich mit dem Trinken aufhören kann, ich trinke nur weil/wenn …“. Hatte gar nichts gesagt. Kein Problem meinte ich. Wir gingen rein ins Haus und beteten. Es war schon ein bisschen lustig, denn einer der Anwesenden war ganz gut betrunken, aber egal, ich betete für Befreiung und Gott kam… . Anita hat mir später erzählt, dass sie das Gebet mit dem Handy aufgenommen hatten und es immer wieder anhörten … hm … was auch immer dem Reich Gottes förderlich ist ist wohl kein Fehler … J.

Gestern tat Gott ein weiteres Wunder für mich. Wie ihr wisst, ist mein Auto’ seit meinem Geburtstag (23. September) vor meinem Haus geparkt (tot aufgrund von Motorüberhitzung). Ende Januar hatte ich Besuch von meinen nigerianischen Freunden – mit deutschem Kaffee & Schokoladenkuchen! Als sie mein Auto ‚so’ sahen waren sie entschlossen, dass da mal was geschehen muss; fand ich auch, aber 1. muss man erstmal einen guten Mechaniker hier finden und 2. kostet es nicht nur Kleingeld einen Motor zu reparieren. Kurz darauf kamen sie mit ihrem Mechaniker vorbei. Na gut. Kann sich es ja mal anschauen, das kostet ja noch nichts. Merkte gleich, der verstand was von Autos.

Da es schwierig ist das Auto zu verkaufen ohne genau zu wissen, welchen Schaden der Motor hat gab ich ihm die Erlaubnis das Auto in alle Einzelteile zu zerlegen (im wahrsten Sinne des Wortes ist es das).

Ein (anderer) Freund ermutigte mich mit dem Besitzer der (einzigen) Werkstatt hier, die Motoren repariert zu reden, vielleicht würde er mir ja eine Ermäßigung geben, einen guten Preis machen … . Okay, versuchen kann ich es, schadet ja nicht – und Gott gab mir Gunst! Ich sagte ihnen wie viel Geld ich hatte; er meinte ich sollte den Motorblock und noch ein paar andere Teile vorbeibringen, damit sie sehen können, was/wo genau der Schaden ist, dann sehen wir weiter. Die Sekretärin meinte sie würde mich anrufen, um mich zu informieren, hat sie aber nicht gemacht. Als ein Freund von mir vorbeischaute und nachfragte, wurde ihm gesagt, dass sie ‚fertig’ wären. Also wieder dorthin; wusste nicht so recht, was mich erwartet. Keine Ahnung, was alles gemacht wurde, aber es war eine lange Liste mit vielen Zahlen daneben. Dann kam der Besitzer und auf Anfrage der Sekretärin wurde ihr gesagt, sie solle auf die Rechnung schreiben ‚keine Bezahlung’ – nicht nur, dass sie all die Arbeit umsonst gemacht hatten, hatten mir auch noch Teile von über 10000 Metecais (300 Euro) geschenkt!! Kurz darauf bin ich nochmal vorbei, weil noch 4 Teile fehlten, die ich brauchte bevor der Motor wieder zusammengesetzt werden kann; hatte ja noch mein Geld; sie hatten 2 von den 4 (die teuren); wiederum kam der Besitzer aus seinem

Chefbüro; er fragte mich was ich sonst noch bräuchte und meinte dann ich solle nur 6000 (der halbe Einkaufspreis) bezahlen, dann hätte ich noch genug Geld um die restlichen beiden Teile woanders zu kaufen – wow – hatte ihn nicht mal darum gebeten!! Konnte nur ‚danke’ sagen. Das Auto gab den Geist auf als wir ‚im Dienst des Herrn’ unterwegs waren und Er kümmert sich auch darum J. Gott hat verschiedene Wege uns zu versorgen wie ich immer sage … .

Es ist schon lustig, ich habe kein Auto (das, was ich sonst immer gefahren habe gehört mir eigentlich auch nicht), habe aber momentan 2 Autos, das des nigerianischen Ehepaars (haben mir ihr Auto überlassen bis sie wieder aus Nigeria zurückkommen) für hier in der Gegend und das einer englischen Missionarin darf ich benutzen, wenn ich Einsätze machen will, weiter unterwegs bin … . Fühle mich oft wie ‚die, dich nichts haben und doch alles haben’ (zitiert aus dem 24/7 prayer – für, die es kennen) … J. Der Tag wird kommen (diese Jahr), wo ich ‚meines’ haben werde … .

Gott mit euch,

Claudi

Januar 2013

Hallo ihr Lieben,

habe es leider nicht mehr geschafft vor Weihnachten, so nun ein Jahresendbrief, habt ihr vielleicht eh mehr Zeit & Muße zum lesen …

Die anderen Iris Ministries Missionare sind noch bis Januar in Amerika …, andere befreundete Missionare haben mir auch noch etwas zu tun gegeben (während sie weg sind), damit mir nicht langweilig wird …

Weihnachten mit den Kindern war diesmal bei mir, in meinem neuen Haus … hatten super viel Spass, Essen bis nichts mehr ging, Geschenke & neue Klamotten für jeden, ein Fußball für alle, Süssigkeiten, Schokoladenkuchen … .

Im Kinderheim …
Das Dach, das es bei einem Unwetter letztes Jahr teilweise davongeweht war ist wieder drauf, alle Fensterrahmen haben Glas, der Aufenthaltsraum ist gestrichen; eines der Geschäfte in der Stadt gab mir Farbe zum Streichen des Aufenthaltsraus und die grösste Saatgutfabrikatte Saatgut; Mais & Gemüse sind gepflanzt … .

Strassenkinder …
Treffe mich nach wie vor mit ihnen, aber da muss mal was weitergehen, ich meine, die müssen weg von der Strasse … !!
Hatte euch ja schon gesagt, dass ich ein Grundstück zugesagt bekommen hatte. Nun, an dem Tag, an dem es um die tatsächliche Grundstückszuteilung ging predigte ich erstmal im Gottesdienst der Gemeinde des örtlichen Leiters, der auch gleichzeitig der dortige Pastor ist. ‘Zufällig’ war sein übergeordneter Leiter anwesend, der dann auch dafür sorgte, dass ich ein richtig grosser Grundstück bekam. Wo wird das noch enden?
Inzwischen war ich noch 2 mal dortgewesen, zusammen mit den Jungs von meinen Teams, die total begeistert sind was für die Strassenkinder zu tun und harte Arbeit leisten, obwohl sie keiner dafür bezahlt. Letzte Woche haben wir angefangen Mais anzubauen. Platz ist da ja. Über kurz oder lang werden sich da wohl verschiedene Häuser bauen, um die sich Gott dann wohl auch kümmert … was soll ich machen, sagen?!

Vor kurem im Krankenhaus …
Als ich auf der Gynäkologie war wurde gerade ein Baby geboren, so bekam ich mit wie gerade 2 Krankenschwestern, Hebammen oder was auch immer darüber diskutierten, wo man denn nun die Nabelschnur durchschneidet … mamamia … die arbeiten dort und sollten das eigentlich wissen, hatten aber beide keine Ahnung … schon gut, dass wir da regelmässig beten … .

Im Gefängnis …
hatten wir Anfang Dezember wieder eine Taufe. Diesmal ging die Initiative nicht von uns aus, sondern von den Häftlingen, die kamen auf uns zu und beschwerten sich, dass es dieses Jahr noch keine Taufe gegeben hätte. Eine Woche später hatte ich die Liste der Namen all derjenigen, die getauft werden wollten, in den Händen. Wer waren wir sie nicht zu taufen? Ich sprach mit dem Gefängnisdirektor und alles kein Problem. Wir hatten eigentlich ausgemacht, ihren Traktor mit Tank zu benutzen und bei Freunden von mir (die einzigen, die ich kenne, die einen Gartenschlauch besitzen) aufzufüllen, aber wie so oft verlief nix nach Plan, bloss gut, dass ich am Vortag im Gefängnis vorbeiging. Der Traktor war irgendwo ausserhalb der Stadt auf einem Feld und ausserdem funktionsunfähig. Hm, was nun? Ich weiss ja mit Gott gibt es immer eine Lösung. Normalerweise gibt es im Gefängnis kein Wasser, aber seit ein paar Tagen kam Wasser aus einem “Hahn”. Die Frage war nur, wie von dort in das Taufbecken. Ich sah, wie die in der Autowerkstatt gerade das Auto des Direktors wuschen. Ja, das war die Lösung. Nachdem ich die Genehmigung des Direktors hatte und einigem bitte, bitte gaben sie ihn uns; war bloss leider nicht lang genug; dann wars echt lustig, verschiede Leute brachten von hier noch ein Stück, dann noch von da, alles zusammengeflickt und schliesslich hatten wir genug Schlauch um das Wasser gerade so in das Taufbecken zu schiessen – Halleluja (wie wir hier immer sagen)! 2 Stunden später war es einigermassen gefüllt . Und wir hatten eine wundervolle Taufe am nächsten Tag!!
Was auch noch gerade ein bisschen lustig ist … die Verantwortlichen des Gefängnis schicken die Kranken, besonders die Gelähmten in unsere Gottesdienste. Einer ist bereits geheilt, letzte Woche tauchte ein neuer auf, fehlt noch der … .
Am 26. Dezember gab es einen Weihnachtsgottesdienst. Als ich gefragt wurde, mit wievielen Leuten denn, dachte ich, könnte ja mal 200 beantragen. Daraufhin wurde mir mitgeteilt, der Direktor meine, das sei ja nicht mal die Hälfte der Häftlinge. Hm. Dann eben 600. Genehmigt! Die Herausforderung war nun 600 Brötchen (mein Part) und genügend Saft und Bananen für alle zu kaufen. Haben wir aber hingekriegt – Komplimente an ‘mein’ Team! Gott war da und viele erlebten den, dessen Geburtstag wir an Weihnachten feiern: Jesus Christus!

Endlich, endlich war ich mal wieder in Malawi …
wollte ich schon so lange … diesmal für 10 Tage… bei meinen Freunden Daniel & Suzy in Blentyre & around. War echt schön, sie nach Jahren wieder zu sehen. Waren natürlich auch evangelistisch etc. unterwegs. Der Hin & Rückweg war nicht so einfach, weil ich ja momentan kein Auto habe; mit 7 verschiedenen Bussen, Kombis und privaten Autos, aber wir haben es geschafft jeweils am selben Tag noch anzukommen, was wie immer einiger Wunder bedurte …

In Zimbabwe war ich auch nochmal schnell kurz vor Weihnachten … durfte mir Beschwerden anhören, dass ich so lange nicht gekommen war … schon ein bisschen zurecht …

Zur Zeit ist es echt ein bisschen kaotisch (mehr als sonst), man weiss nie, wann es Wasser gibt, wann gerade wieder der Strom abgestellt wird bzw. wann er wiederkommt, ändert sich in sekundenschnelle; nach dem letzten krassen Unwetter gab es 3 Tage weder noch: aber wenigstens habe ich grundsätzich beides, wollen wir mal das positive sehen, die meisten haben weder Strom noch fliessendes Wasser, müssen weit laufen und jeden Liter tragen … .

Oft werde ich gefragt, was mich hier hält. Gott und die Offenheit der Menschen für ihn.
Wodurch überlebe ich hier? Gottes Gnade!

Es ist gut an einem Ort zu leben, wo man vollkommen von Gott abhängig ist. Wenn du an einem Ort wohnst, wo Krankheit, Tod, Einbrüche, Unfälle, Hunger usw. gang und gebe sind, nichts selbstverständlich ist, der Staat nichts für dich tut, dankst du Gott, wenn du gesund aufwachst, heil nachhause kommst (fahren wie Henker hier, kaum einer tut, was er soll…), zu essen hast (egal was), morgens noch alles da ist, es in deinem Haus nicht reinregnet … . Jedes Jahr verlieren viele ihre Häuser während der Regenzeit oder schlafen zumindest im Regen (im Haus).

Hätte ich fast vergessen … muss ich euch noch erzählen …
An dem Tag, an dem wir vormittags die Taufe im Gefängnis hatten gab es nachmittags gerade zu dem Zeitpunkt, wo wir immer im Krankenhaus beten ein mega Unwetter (bei dem nebenbei bemerkt wieder ein Teil des Dachs davonflog – nicht das neue – ist aber bereits gerichtet). Normalerweise laufe ich zum Krankenhaus, aber an dem Tag war ich vorher noch schnell auf der Bank gewesen und andere Missionare brachten mir noch Dinge vorbei, die ich zum Fest bei der Religionsbehörde mitnehmen sollte. So wartete ich während der ‘Sintflut’ am Krankenhaus angekommen noch im Auto als ich plötzlich einen riesigen Knall hörte und ich dann etwas vorne auf der Motorhaube abrollen sah. Einer von den knapp 10m hohen Strompfosten war auf ‘mein’Auto geknallt und hatte eine gute Delle hinterlassen. Unglaublich!! Jetzt habe ich schon kein Auto mehr und dann auch nach einen Schaden an dem ausgeliehenen Auto (befreundete Missionare, die gerade nicht hier sind haben mir noch bis Anfang Januar ihr Auto dagelassen)! Dennoch, Gott sei Dank ist der Pfosten auf die Motorhaube geknallt, nicht auf die Fahrerkabine, in der ich sass, oder die Scheibe und ebenfalls Gott sei Dank war es so ein richtig altes Auto, das noch aus gutem alten Metall gebaut ist, sonst ware wahrscheinlich nix mehr übrig gewesen. Ja, jedenfalls, bin ich dann nachdem wir mit Beten fertig waren zur ‘Strombehörde’. Natürlich tausend Ausreden, weil sie keine Verantwortung übernehmen wollten. Ich sollte am nächsten Tag nochmal kommen, das Büro sei schon zu und eine schriftliche Bitte auf Schadensersatz einreichen. Papier ist geduldig dachte ich mir, aber ok. Ich betete für Gunst, dann ein neuer Versuch. Der ‘Chef’ für Reklamationsfragen war ‘zufällig’ gerade aus seinem Chefbüro draussen und weil ich nicht wusste, dass es der Chef war wendete ich mich direkt an ihn. Er sah sich mein (handschriftliches) ‘Papier’ an und meinte, ich sollte es auf dem Computer schreiben, ob ich denn keinen Computer hätte. Habe ich, aber keinen Drucker oder besser gesagt kein Kabel vom Laptop zum Drucker, also nix mit ausdrucken. Ich sollte mit in sein Büro kommen. Er gab mir seinen Laptop und verschwand. So schrieb ich das Dokument auf seinem Computer und er druckte es dann für mich aus, unterschrieb es und versprach es persönlich beim Direktor von EDM (die Eltektrizitätsgesellschaft) abzugeben – nicht schlecht. Ich sollte am nächsten oder übernächsten Tag wiederkommen. Als ich endlich etwas Zeit fand war es bereits Freitag nachmittag kurz nach vier. Ich fand ihn in seinem Büro und nachdem ich mir angehört hatte, dass er bereits Feierabend hätte und ich gefälligst zu den Öffnungszeiten kommen sollte begannen wir das Gespräch über den Schaden, das dann aber nach 2 Minuten in ein Glaubensgespräch umschlug. Nachdem wir über Gott, Bibel, Evangelium … geredet hatten senkte er auf einmal den Kopf, meinte er müsste ehrlich mit mir sein und sagte mir direkt ins Gesicht (was hier völlig unüblich ist), er hätte seinen Teil getan, aber er kenne die ‘Firma’ hier und ich würde nur meine Zeit verschwenden und am Ende würden sie mir den Schaden eh nicht bezahlen, es sei denn Gott tue ein Wunder. Schon immer lustig, wenn die, die eigentlich nix mit Gott am Hut haben von Gott reden. Wie auch immer, Wunder geschehen, meinte ich; entweder sie bezahlen es oder Gott wird das Problem auf andere Art & Weise lösen. Wir unterhielten uns noch etwas mehr über Gott, dann meinte er, lass uns gehen, er wolle sich den Schaden mal anschauen. Ok. Den Schaden begutachtet sagte er, ich solle ihm in die Autowerkstatt folgen, er wolle wissen, wieviel es kostet das zu richtigen. Gut. Ich hinter ihm her. Er unterhielt sich mit den Mechanikern (dachte mir, ich halte mich da mal raus) und gab in Auftrag, dass der Schaden gerichtet wird; ich hörte, wie er ihnen sagte, er wolle dieser Frau (mir) helften. Daraufhin holte er seinen Geldbeutel raus und gab mir das Geld, das ich bezahlen musste – wow – aus seiner eigenen Tasche!! Ich hatte ihn nicht darum gebeten … . Auch ne Lösung … .

Ich wünsche euch allen ein gesegnetes & gutes neues Jahr!!

Claudi

P.S.: Ich habe mein gesamtes Haus durchgesucht, aber leider ist mein Fotoapparat unauffindbar, deswegen leider diesmal keine Fotos … ich hoffe bloss, er ist nicht geklaut, aber wenn doch dann wird es wohl erst dann wieder Fotos geben, wenn mich jemand besuchen kommt …

P.P.S.: Es ware nett, wenn ihr das ein oder andere Mal, wenn ihr meinen Rundbrief gelesen habt mir ein kurzes Feetback schreibt oder zumindest ne email mit einem Wort ‘gelesen’, damit ich weiss, dass auch tatsächlich jemand liest, was ich schreibe … thanks