November 2018

Ein paar Lebenszeichen 😉

Liebe Freunde ,
unseren Kindern geht es gut … freuen sich auf die Ferien und sind zu meinem Erstaunen alle heiß darauf nach Sussundenga zu fahren, wo zwei unserer Machambas (Felder) sind, um dort einige Wochen zu sein und bei der Vorbereitung der Felder für die Aussaat des Mais mitzuhelfen.

Eins unserer Kinder, das mit Gewalt & Drohungen durch seinem Onkel gezwungen wurde, mit ihm unser Kinderheim zu verlassen, um dann für ihn zu arbeiten (anstatt in die Schule zu gehen), kam zurück. Diesmal haben wir ein Dokument vom Sozialamt organisiert, dass es ihm nicht leicht machen wird, das gleiche noch mal zu tun.

Die Arbeit mit Straßenkindern

ist herausfordernd, aber in letzter Zeit sehe ich mehr & mehr Veränderung, was mich echt begeistert.

Ansonsten sind wir weiterhin im Papierkrieg, um unser Kinderheim aufs neue zu legalisieren … .

Unsere Hunde haben inzwischen wieder ein normales Gewicht und wir haben einen neuen süßen und sehr klugen Welpen.

Die Arbeit im Gefängnis geht weiter. Am 9. Oktober hatten wir einen weiteren Tauftag mit vielen entschiedenen Häftlingen, den alten Lebensstil hinter sich zu lassen und von jetzt an mit Jesus zu leben.

Im Krankenhaus …

Während wir in Israel waren, wurde die alte Krankenhausleitung ausgetauscht und von der neuen gab es neue Regeln, die wohl eine Zeit lang in manchen Teilen des Krankenhauses das Beten für die Kranken schwierig machten, aber inzwischen ist wieder alles normal. Wir haben auch unser Dokument erneuert, so dass wir die Unterschrift der aktuellen Direktorin haben. Seitdem hat uns allerdings keiner mehr danach gefragt … aber falls … .

Auch die Jugendgottesdienste gibt es weiterhin … jeden 2. Sonntagnachmittag im Monat, d.h. heute ist wieder einer … .

Letzten Samstag waren wir auf einer Hochzeit von guten Freunden, die allerdings in Mocuba (Zambezia Provinz) geheiratet haben, was über 12 Stunden Busfahrt one way auf einer kaum noch zu befahrenen Straße bedeutete. Teilweise wich der Bus auf irgendwelche Schleichwege aus, weil die Schlaglöcher mittlerweile so tief sind, dass der Bus stecken bleiben würde – crazy!

Da wir schon »im Norden« waren, nutzten wir die Gelegenheit am Sonntag wiederum ganz früh aufzustehen und mit einem Bus nach Quelimane zu fahren, um dort eine Gemeinde zu besuchen und zu predigen. Vor 1 1⁄2 Jahren waren wir 10 Tage in der Gegend gewesen und es war schön, ein bisschen der Früchte unserer Arbeit zu sehen. D.h. Lehre und Predigten gehen weiter … . Am Montag dann erneut um 4:30 Uhr im Bus Richtung Süden … . Wir hatten extra gleich am Sonntagmorgen Tickets für den Bus am Montagmorgen nach Chimoio gekauft, um auch halbwegs vernünftige Sitzplätze zu kriegen, um dann am Sonntag Abend einen Anruf zu bekommen, dass der Bus nicht fahren würde, weil er nicht komplett voll wäre … grr … das bedeutete auf den Bus nach Maputo auszuweichen, sonstwo hinten zu sitzen, auf halber Strecke aussteigen und dann schauen, wie wir am besten nach Hause (nach Chimoio) kommen. Der Bus war so voll, dass man sich im Gang kaum bewegen konnte. Wir saßen, allerdings sehr beengt, bei über 40 Grad ohne Klimaanlage, dann hatte der Bus noch ne Panne, was bei der Straße auch kein Wunder ist, aber wir kamen noch am selben Tag zuhause an – Halleluja!

Um meinen Geburtstag

rum waren wir für ein paar Tage in Savanne am Meer, wo es wie immer sehr schön war (siehe Foto ;-)). Was nicht so cool war … kurz bevor wir kamen war die Wasserpumpe kaputt gegangen, so dass nix mit ner richtigen Dusche war, auf die ich mich zur Abwechslung mal gefreut hatte …

Auf dem Hinweg hatte ich das Privileg auf dem letzten Stück Wegstrecke vorne in der Kabine zwischen dem Fahrer und einem anderen Mann zu sitzen und wir redeten über Gott. Hier glauben ja die meisten irgendwie an Gott, die Frage ist nur, was das mit ihrem Leben zu tun hat bzw. wie viel Raum Gott tatsächlich in ihrem Leben hat. Jedenfalls wollte der Fahrer am Ende unbedingt Gebet um mit dem Trinken aufzuhören … ihm war auch klar, wie sehr seine Frau und 6 Kinder unter seiner Sucht litten … er gab sein Leben neu Gott hin … was aus ihm geworden ist weiß nicht … haben mal unseren Teil getan und gebetet … .

Liebe Grüße aus Mozambique!

Claudi & Camilo