Dezember 2016

Liebe Freunde,

ich hoffe, ihr hattet schöne Weihnachtstage und habt die Geburt Jesu ausgiebig gefeiert … habe es leider nicht geschafft so wie alle anderen ‚vernünftigen Missionare’ noch vor Weihnachten einen Rundbrief zu schreiben, aber jetzt habt vielleicht auch ihr mehr Zeit einen zu lesen … ;).

Ich hatte dieses Jahr das Vorrecht an 5 verschiedenen Orten Weihnachten zu feiern …

1. Im Hochsicherheitsgefängnis/Männergefängnis (am 21.12)
Trotz der im Moment angespannten Situation dort bekamen wir einen großen Gottesdienst mit 800 Leuten genehmigt (die Wärter mit uns gemeinsam Gott für die Sicherheit vertrauend) … wir beteten Gott an, ich predigte die Weihnachtsbotschaft und eigentlich das komplette Basicevangelium, luden die Häftlinge ein, ein Leben mit Jesus zu beginnen, beteten für Heilung & Befreiung … und verteilten im Anschluss Brot, Softdrinks, Kekse & Süßigkeiten an alle … und ließen noch Sachen für diejenigen, die in den Zellen bleiben mussten da … . Als ich am nächsten Tag noch mal da war, wie immer Donnerstag Nachmittag zur bible study hörte ich wie überall über Jesus geredet wurde, selbst die Gefängnisangestellten erklärten den Moslems, dass sie Jesus bräuchten und warum … . Außerdem wurde darüber geredet, dass unsere Gemeinde im Gegensatz zu den Moslems, die immer nur an ihre Mitglieder geben, an alle gegeben hätte, weil Gott alle liebt … . Warum weiß ich nicht, aber an dem Tag gab es aus irgendwelchen Gründen kein Mittagessen im Gefängnis (Frühstück gibt es eh nie) und alle dankten Gott für die Versorgung, ‚das Brot hat uns gerettet’ war überall zu hören … 🙂

2. Im Frauengefängnis (am 23.12)
Wie immer wenn wir dort auftauchen (auch wenn wir keine materiellen Sachen bringen) war die Freude groß und an dem Tag noch mehr …. 🙂 . Auch hier gab es die Weihnachtsbotschaft & was es im Männergefängnis gab für Alle, außerdem noch die für hier typischen Wickelröcke … hatte das schon länger auf dem Herzen und dieses Jahr hatten wir auch genug Geld um Gottes Liebe den Menschen praktisch zu zeigen … .

3. Mit unseren Kindern von Loving the Nations (den ehemaligen Straßenkindern) …
Manche sind erst seit Kurzem von der Strasse weg, betet mit uns, dass Gott ihr Leben komplett verändert … . Es gab neue Klamotten für alle, dieses Jahr sogar Schuhe, ausserdem wie immer Kekse, Süßigkeiten, Geschenke und einen neuen Fußball …. alle waren mega happy …!! Ich habe gelernt, dass man hier auch 14jährige Jungs mit Spielzeugautos glücklich machen kann, womit man in Europa garantiert keinen begeistern könnte, aber hier ist es das erste Spielzeug, das sie jemals bekommen haben … war gar nicht so einfach, sie zu stoppen, aber wir wollten doch noch ein Foto machen, um es euch zu schicken … . Und natürlich habe ich alles, was hier für ein Festessen nötig ist für das Weihnachtsessen am nächsten Tag dagelassen … ne Menge Fleisch, Kartoffeln, Spaghetti, Salat, Softdrinks … 🙂

4. mit meinen deutschen Freunden hier an Heilig Abend mit Spätzle & Geschnetzeltem … kein Weihnachtsbaum, kein Adventskranz, keine Kerzen und überhaupt gar keinen Schnick Schnack, aber gute Gespräche … .

5. Mit den Kindern von Iris Ministries (am 25.12)
Wir begannen mit Gottesdienst (war ja ein Sonntag) mit Weihnachtsbotschaft (meinerseits) … hatten noch eine andere Gemeinde zu besuch, die einen großen Kuchen mitbrachte um mit uns gemeinsam den Geburtstag Jesu zu feiern … dann ein für hier übliches Festessen und im Anschluss Klamotten und Geschenke für alle … :).
Hierzu sei vielleicht noch zu erwähnen, dass man nicht alles schön aufgereiht in einen großen Shoppingcenter bekommt, sondern die Softdrinks in einem Landen, das Fleisch in einem anderen, die Spaghetti noch mal woanders, den Salat auf dem Markt, Geschenke muss man sich auch zusammenzusuchen und der größte Aufwand sind die Klamotten (man wühlt sich durch riesige Berge an verschiedenen Orten und hofft mit Gottes Gnade für jedes Kind das passende gefunden zu haben) … .
Wie dem auch sei … die Arbeit war es wert … Gottes Liebe sind halt nicht nur Worte … .

Außerdem hatte ich auch dieses Jahr wieder das Privileg mit all ‚meinen’ Kindern 2 Tage in Casa M’sika zu verbringen, sowas wie ein Holiday Resort eine Stunde weg von Chimoio. Dem voran ging der Kampf um das Papier vom Sozialamt (ohne das kann man als Weißer leicht beschuldigt werden kann Kinderhandel zu betreiben, wenn man bei den Straßensperren von der Polizei angehalten wird), aber Gott kümmert sich ja immer … 🙂 . Diesmal haben die Kinder auch mal die Zebras und Giraffen gesehen ;), schwimmen im Pool ist niemals out, lecker & viel Essen, einen Berg erklommen, schön vor der anderen Gästen gesungen … . Dieses Jahr waren noch mehr andere Kinder da, die aber überwiegend nicht dort übernachteten … und warum weiß ich nicht, aber diesmal bekamen unsere Kinder die Hotelzimmer, nicht nur Matratzen im Konferenzraum … :).

Gibt auch noch andere gute Neuigkeiten … hier die Kurzfassung … habt ja auch noch anderes zu tun …

Ich war wieder in Zimbabwe mit meinem tollen Team, Gemeindegründungen & Leiterschulung,
habe viele Gemeinden im Busch besucht & dort gepredigt,
unzählige Male hier in der Stadt Chimoio gepredigt und gelehrt,
es gab einen weiteren Kairos Kurs,
ich war mit netten Leuten 2 Tage in der Nähe von Beira am Strand (muss auch mal sein 😉 )
wir sind weiterhin gebetsmässig im Krankenhaus unterwegs,
hatten mehrere super coole Jugendgottesdienste (das letzte Mal haben die Stühle nicht mehr gereicht 😉 ,
eine weitere Taufe im Gefängnis,
wir haben es geschafft die Existenz von Loving the Nations hier in Mosambik in der Zeitung der Republik zu veröffentlichen und den Beweis sicher nach Chimoio zu bringen, das definitive Zertifikat in der Hand, ne Steuernummer und sogar ein Bankkonto eröffnet bekommen (nachdem wir einen Stapel Papiere eingereicht haben – im wahrsten Sinne des Wortes hoffe ich nun, dass alles passt), so dass die Arbeit auch wenn ich mal nicht mehr hier bin weitergehen kann …
nachdem die Stadterwaltung die von uns eingereichten Papiere verloren hat (sie unauffindbar sind) und mir zweimal die Papiere mit falschen Angaben ausgehändigt wurden ist nun das neue Grundstück, auf dem wir Häuser für Mädchen bauen wollen doch tatsächlich offiziell unseres (nachdem ich meinem Nachbar, dem Bürgermeister, einen Besuch abgestattet habe wurde das Papier noch am selben Tag ausgestellt) … jetzt fehlt nur noch die Baugenehmigung …
mein Rücken ist viel besser, kann nur noch keine schweren Sachen heben …
mehr Strassenkinder sind bei uns aufgetaucht und haben gesagt sie wollen bleiben …
wir haben eine riesige Machamba (Feld) in Bergnähe und an einem Bach bekommen, d. h. wenn es irgendwo in diesem Land regnet, dann da; die Idee ist auch, dass sich die Arbeit mit den Kindern mit der Zeit soweit wie möglich selbst trägt

All das sind Gebetserhörungen … wer es auf dem Herzen hat bete bitte weiter mit/für uns … wir glauben Gott will & wird hier noch viel mehr tun …

Ich wünsche euch allen einen guten Start ins Neue Jahr …
Danke für euer Interesse & alles Mittragen!
Segen euch allen!!
Liebe Grüsse aus Afrika,
Claudi

September 2016

Hallo ihr Lieben,

bin wieder gut gelandet in Mosambik …
das übliche Kaos, nichts Neues 😉

Mein Haus war mega dreckig, aber ich hatte auch nichts anderes erwartet 😉
netterweise haben mir 2 meiner Freunde hier gleich am nächsten Tag geholfen, den gröbsten Dreck zu entfernen … 🙂
Die Herausforderung war, dass ich die ersten Tage hier kein Wasser hatte … ;-(
erst nachdem ich mal wieder einen der Verantwortlichen der Wassergesellschaft hier anrief gabs dann am nächsten Tag mal welches 😉 … die letzten Tage waren nun etwas besser und ich konnte doch endlich auch mal die Wäsche, die noch vor meiner Abfahrt liegengeblieben war und die inzwischen neue angesammelte, sowie die völlig eingestaubten Vorhänge waschen … 😉

Ansonsten …
Der Jugendgottesdienst gestern war der Hammer …
die „Discipleship group“ letzten Sonntag auch …
wenn die Gegenwart Gottes so krass ist, will immer keiner nachhause gehen …
der Papierkram ist erneut eine Herausforderung …
den Kindern gehts gut … wünsche mir immer noch, dass die, die noch auf der Strasse sind zu uns kommen …
im Krankenhaus & Gefängnis gehts vorwärts … ausführlicheres bei Gelegenheit …

Soweit mal in Kürze,
liebe Grüsse,
Claudi

April 2016

Hallo ihr Lieben,

wird mal wieder Zeit was von mir hören zu lassen … Nachdem es wochenlang super heiß war ist es jetzt schweinekalt … trotz Wollsocken und Fliesspulli und heißem Tee … :(.

Fühl mich manchmal wie jemand, der Jonglage macht und 30 Bälle gleichzeitig in der Luft halten muss … 😉

Auf dem Grundstück
Eines unserer Kinder, Aderto, der seit 10 Jahren seine Mutter nicht mehr gesehen hat, ging von zuhause weg als er noch klein war, und lebt jetzt seit gut einem Jahr bei uns. Beim 3. Versuch fanden wir seine Mutter und es war eine große Freude auf beiden Seiten. Die Mutter war sehr froh zu wissen, dass ihr Sohn lebt und an einem guten Ort ist. Als ich ihr 2x2m großes Lehmhaus ohne vernünftiges Dach und ohne Türe sah verstand ich warum Aderto von zuhause weglief, wenn es dort nichts zu essen gab … . Wir sind fleißig dabei so viel möglich selbst anzupflanzen … Tomaten, Salat, Bohnen, grünes Gemüse, Süßkartoffeln, Maniok, verschiedenste Obstbäume … . Seit letztem Jahr ist alles super teuer hier, und Platz haben wir ja auf dem Grundstück, so versuchen wir was geht selber zu haben.
Unser Mais ist leider auch (wie der von allen anderen in der Gegend) überwiegend vertrocknet. Gibt nur wenige Orte, an denen es dieses Jahr eine Ernte gibt und die Maismehlfabrik hier ist eifrig dabei den gesamten Mais aufzukaufen. Sie bieten einfach etwas mehr Geld als der übliche Preis, was den Preis für alle in die Höhe treibt und bevor man dazukommt den Mais abzuholen, der ausgemacht war hat ihn schon jemand von der Fabrik auf einen ihrer Lkws geladen. Ich hoffe wir schaffen es welchen zu bekommen, weit weg im Busch und viel teurer als geplant, aber irgendwie muss ich schauen, dass die Kinder das Jahr über was zu essen haben …
Unser Küchendach flog bei einem Unwetter davon und auch einen Teil der Küche gab es nicht mehr und das letzte Haus, das schon halb hoch war wurde auf die Grundmauern reduziert. Blieb uns nichts anderes übrig als wieder von vorne anzufangen, neuen Zement … zu kaufen, und jetzt müssen wir schauen, dass wir innerhalb des erlaubten Zeitraums der Baugenehmigung fertig werden …
Einer der Mitarbeiter hat eine Preschool (Kindergarten) begonnen und ich finde er macht es super.
Die Pastoren – und Leiterschulung, die ich dort einmal in Monat mache läuft bereits seit 3 Monaten – und richtig gut! Als wir das Grundstück bekommen hatten, legte mir Gott aufs Herz nicht nur was für die Kinder zu tun, sondern auch für die Gemeinden in der Nähe. Finde es jedes mal wieder faszinierend von wie weit her die Leiter zu Fuß kommen. Sie laufen um 5 Uhr los um um 9 Uhr dort zu sein und nach Ende wieder zurück!
Am Karfreitag war ich dort um mit der vor einigen Wochen neu entstandene Gemeinde zum ersten Mal das Abendmahl zu feiern. Ich erklärte worum es geht und als wir bei dem Punkt waren wer am Abendmahl teilnehmen kann bekehrten sich erstmal 6 Leute. Ich war überrascht dort an einem Freitag Abend 70 Leute anzutreffen. Wenn man bedenkt, dass die Gemeinde noch keine 2 Monate alt ist … .

Die Vereinsregistrierung hier …
Wir haben die Unterschrift des Gouverneurs!!!!!!!!!!!!!
Das nennt man die offizielle Legalisierung des Vereins … .
Leider ist man aber damit nicht fertig wie ich herausgefunden habe. Wir müssen es noch schaffen unsere Legalisierung in der ‚Zeitung’ der Republik zu veröffentlichen, was nicht nur mega teuer, sondern auch mega schwierig ist. Nach einem Monat habe ich nun endlich das Papier, das man von der Stadtverwaltung hier braucht um die Veröffentlichung einzureichen, was man in Maputo machen muss. Die Frage ist wer es machen kann. Und mit dem Einreichen ist es nicht getan. Wenn man dann nicht ständig dort auf der Matte steht und nachhackt passiert nichts. Wenn man es nicht innerhalb von 3 Monaten schafft, was meiner Info nach selten ist, verliert man das Geld, was wir hier in Chimoio bei der Stadt bezahlt haben und muss noch mal bezahlen. Der Punkt ohne die Veröffentlichung kriegt man keine Steuernummer und damit kein Bankkonto und damit … . Ihr könnt gerne mit uns für ein Wunder beten … .

In Dombe
Trafen wir auf Menschen, hungrig nach der Wahrheit … Gott sei Dank regnete es nicht, denn die ‚Kirche’ hatte nur ein bisschen getrocknetes Grass als ‚Dach’.
Auf dem Rückweg brauchten wir ein Wunder … das ‚checke den Motor Licht’ ging an sobald wir losfuhren und ich merkte, dass er Motor Null Power hatte und das Auto kaum beschleunigte. Hm. Wenn wir in der Ebene gewesen wären wäre es vielleicht auch so gegangen, aber wir waren mitten in den Bergen und um nach Chimoio zurück zu kommen mussten wir über einige ziemlich hohe Berge (Pässe). Wir beteten. Was blieb uns auch übrig? Nach ungefähr einer Stunde Gebet (während wir fuhren) ging das Licht aus und das Auto war okay. Wenn du den Berg hochfährst und merkst dein Gaspedal gibt nichts her und das mitten im nichts bleibt dir nix anderes übrig als zu beten. Hier gibt es keinen ADAC, nur Gott. Wer beten lernen will hier gibt es täglich viele Möglichkeiten ;-­‐)

In Guro
Sobald wir dort angekommen waren gingen wir zu dem neuen Gefängnis, um dort zu predigen. War easy, weil der Direktor vorher der Sicherheitschef in Chimoio war und mich kannte. Es war ein Privileg die ersten zu sein, die dort von Jesus erzählten. Das Gefängnis ist neu und das zweitgrößte in der Provinz Manica, in der ich wohne. Gott war spürbar gegenwärtig. Danach gings ins Krankenhaus, wo wir für die Kranken beteten. Einem aus unserem Team ging es schlecht, hatte offensichtlich Malaria; wir versuchten Medizin zu bekommen, war aber nicht möglich. Wir beteten und ihm ging es gut. Auch das hat Jesus geregelt.
Kamen gerade noch rechtzeitig in die Gemeinde bevor ‚die Sintflut’ ausbrach. An dem Abend konnten wir weiter nichts machen. So verbrachten wir 3 Stunden lang in intensiver Fürbitte.
Nach meiner Erfahrung beim letzten Mal mit 1 Million Ameisen in meinem Schlafsack, in meinem T-­‐Shirt, Hose, Haaren habe ich mich entschlossen diesmal im Auto zu schlafen, was zwar nicht unbedingt bequem ist, aber immer noch besser, dachte ich. In beiden Nächten gab es stundenlange Gewitter (Unwetter), so dass es mehr als die halbe Nacht taghell war. Als dann das Wasser bei der Fahrertüre, neben der ich schlief hineinlief fand ich, dass der Spaß aufhörte und ich gebot sofort damit aufzuhören und wenigstens das geschah.
Nachdem wir die letzten trockenen Brötchen zu Abend gegessen hatten fragten wir uns, wie es weitergeht, aber es fand sich auch am nächsten Tag noch was essbares … .
Am nächsten Tag blieb ich in der Gemeinde, die uns Obdach gewährt hatte, während der Rest des Team unterwegs war und die Leute für den Abend einlud. Wir zeigten den Jesus Film …

In Macate
War ich letztes Wochenende zum Lehren …
Zu meinem Erstaunen traf ich eine total volle ‚Kirche’ mit Leuten aus verschiedenen Gemeinden an und das obwohl das Seminar nur 2 Tage vorher angekündigt war … Am Samstag Abend sprach ich über Gottes Stimme hören. Nachdem die Teilnehmer füreinander beteten und sich gegenseitig mit dem, was sie von Gott empfangen hatten ermutigt hatten, stand einer auf, der offensichtlich etwas durcheinander war und meinte, bevor er hierher gekommen wäre hätte er mich in einer Vision gesehen und ich hätte ihm was von Gott weitergegeben. Er war offensichtlich sehr bewegt, dass er sich das ganze nicht eingebildet hatte, sondern dass es gerade tatsächlich passierte. Er war von einer anderen Gemeinde und kannte mich offensichtlich nicht.
Am Sonntag morgen nach einer intensiven Gebetszeit erzählte der Pastor, er hätte von einem Engel ein Papier gezeigt bekommen auf dem der Vers aus dem Buch Offenbarung stand ‚hört, was der Geist Gottes der Gemeinde sagt’; sein Kommentar dazu war, er hatte gedacht, ich würde hier reden, aber die Ansagen waren offensichtlich von Gott … Die Idee mit dem Seminar dort war wohl nicht meine … ;­‐)

Ausserdem war ich in Inchope, in Manica und und …

Im Gefängnis …
Haben wir gestern mal wieder getauft … war alles nicht einfach im Vorfeld … auf einmal gab es kein Wasser mehr … die Helden trugen das Wasser mit 20 Liter Kanistern von weit her … und aus irgendwelchen Gründen ging mein Wecker nicht, der Alarm war eingestellt, aber kein Ton … das war noch nie … als die Jungs am Tor klopften schaute ich auf die Uhr und sprang aus dem Bett … manche Tage beginnen nicht nach Plan … . Im Mai sind die 2 Jahre ‚Bibelschule’, die ich dort immer donnerstags mache rum und die ‚Studenten’ freuen sich auf ihre Zertifikate.
24 Std Gebet hatte eine zeitlang pausiert weil viele in andere Gefängnisse verschoben wurden und neue kamen, aber jetzt läuft es wieder … 🙂 .

Im Krankenhaus …
Wir bleiben dran, gehen nach wie vor regelmäßig … bin gespannt, was Gott da noch macht … sind immer alle super offen …
Vor kurzem gab es mal eine Ärztin, die meinte, auf ihrer Station dürften wir nicht beten … dann haben wir halt vor dem Haus gebetet … für die Patienten, sie gesegnet und dass sie entweder ihre Meinung ändert, Dienstags keinen Dienst mehr hat oder versetzt wird … weiß nicht, was passiert ist, aber seit 1 Monat haben wir sie nicht mehr gesehen …

Die Seelsorgeschulung
Ist schon fast wieder vorbei … Mittwoch abends ist mein Haus gerade immer voll … war super viel Arbeit all die Teachings auf portugiesisch zu übersetzten, aber wenn ich sehe, was es bei den Teilnehmern bewirkt war es es wert … und die sind auch alle Multiplikatoren, fähig andere zu lehren, es an andere weiterzugeben … . Was ich ihnen beibringe hat noch keiner jemals vorher gehört, weil keiner hier über innere Heilung lehrt … irgendjemand muss ja mal damit anfangen …

Eines noch
Letztes Jahr hatte mir Gott wichtig gemacht, die Studenten von der Uni hier, die wahrscheinlich die zukünftigen Leiter des Landes sein werden über geistliche Themen zu lehren. Einer, der dort studiert organisierte es und fand absolut offene Türen. So bin ich nun Dienstag abends immer dort. Es ist schwierig zu beschreiben, aber die Abende sind jeweils was ganz besonderes. Sie sind so offen, checken die Sachen sofort und setzen sie auch immer gleich um. Es ist als ob sie nur darauf gewartet hätten. Ich würde sagen, was dort passiert läuft unter ‚vorbereitete Werke’ (Epheser 2,10). Jugendgottesdienste, Discipleship group, das, was ich mit den Kinder mache, unsere wöchentlichen Gottesdienste im Gefängnis … gehen weiter, aber ich denke, die Mail ist schon lang genug … Wie ihr seht mir ist nicht langweilig … Liebe Grüsse & ich hoffe euch im Sommer zu sehen … Weiß nicht, ob ich es noch mal schaffe zu schreiben, aber im Juni komme ich … wer möchte, dass ich irgendwo was erzähle, predige o. ä. sage mir bescheid … Liebe Grüsse, Claudi

Januar 2016

Liebe Freunde,

hoffe, ihr hattet frohe & gesegnete Weihnachten und jetzt ein bisschen Zeit ein paar Zeilen von mir zu lesen …
Hier in Chimoio habe ich wie üblich Weihnachten mit den Kindern gefeiert, erst am 24.12 tagsüber mit den ehemaligen Straßenkindern, die nun auf unserem Grundstück von Loving the Nations in Augustinho Neto wohnen, dann hab ich spätnachmittags & abends mit meinen deutschen Freunden gefeiert und am 25. den ganzen Tag mit den Kindern von Iris Ministries … es gab mosambikanisches Festessen, massig Süßigkeiten & Snacks, viele Geschenke, neue Fußbälle … so wie sie s mögen … ;‐)
Der Besitzer von Casa M’sika hat mich & ‚meine Kinder’ noch mal zu Weihnachtsliedern bei Kerzenlicht eingeladen. Die Kinder haben echt toll gesungen, manche Lieder sogar auf englisch, was echt nicht einfach für sie war ;‐) … es gab wieder eine lange Wanderung auf der Suche nach wilden Tieren und ein paar sahen wir auch … lecker Essen … Swimmingpool … und einfach eine Nacht woanders … alle waren happy happy happy …
Auf dem Grundstück … Das 3. Haus ist fertig, das Gästehaus auch fast, diese Woche wird das ‚Fundament’ des 4.Hauses gegraben … . Die Preise sind in den letzten Monaten enorm gestiegen, einiges ist doppelt so teuer, was das weitere Bauen nicht einfach machen wird, da ich eine Hochrechnung mit den alten Preisen gemacht habe und wir einen festen Betrag haben, aber irgendwie wird es gehen … wie immer … .
Unser Schreiner fertigt gerade die ersten Betten für die Kinder an, dann brauchen wir noch Matratzen …. .
Schaut euch unsere schöne Machessa (Aufenthaltsraum, das Ding mit dem Strohdach) auf dem Foto an, die endlich ganz fertig ist … die ersten 10 Bänke haben wir auch … und auch gleich für eine Hochzeit verwendet wurde … Carlos, der sich um die Kinder kümmert hat nach langem hin und her doch seine jetzige Frau Andinha geheiratet, auf eine völlig unkonventionelle, nicht traditionelle Art, nur mit ein paar Freunden und nem Pastor … die Party kommt noch … . War ein super Beispiel für die Kinder, denn die meisten Leute hier heiraten nicht mit der Ausrede kein Geld zu haben, aber das Heiraten selber & der Segen kosten ja nichts … .
Die Legalisierung von Loving the Nations hier geht auch endlich wieder vorwärts. Das Sozialamt kam vorbei und wir haben nun endlich das Papier, das der Governer wollte, auf das die Justizbehörde wartete. Jetzt muss er nur noch sein okay geben … . Der Besuch des Sozialamts lief super, haben nur eine einzige kleine Sache kritisiert, was alle, denen ich das hier erzähle völlig erstaunlich finden, weil normalerweise nehmen die dich echt komplett auseinander. Für uns ist es eine Gebetserhörung … ;‐)
Lasst mich vielleicht noch eine Sache erwähnen … die Direktorin der Justizbehörde, die sich weigerte unser Papier für das Sozialamt zu unterschreiben wurde abgesetzt und mit dem neuen Direktor war es kein Problem und genau in der Woche, als ich beim Sozialamt wegen einer anderen Sache vorbeischaute (brauchte ein Papier für die Polizei, dass wir die Erlaubnis haben, die Kinder nach Messika zu transportieren) hatten die gerade eine neue Direktorin gekommen (die andere war glaube ich 8 Jahre da) und da die neue noch keine Ahnung von irgendwas hatte unterschrieb sie alles, was ihr vorgelegt wurde … hat Gott mal wieder gut organisiert … hat lange gedauert, aber jetzt …!!
Im Gefängnis … Seitdem ich Ende August aus Deutschland zurückkam hatten wir abgesehen von den wöchentlichen Gottesdiensten und bible studies 2 Taufen und einen super gesegneten Weihnachtsgottesdienst mit ca. 700 Häftlingen (so viele in den Saal passten). Diejenige, die dort alle Aktivitäten koordiniert, zusammen mit dem Direktor alles genehmigt, meinte nach der Predigt zu unserem Pastor, dass sie im nächsten an den bible studies teilnehmen wird, weil sie noch mehr lernen will. Schon länger höre ich immer wieder Kommentare der Gefängnisaufseher (heißt das so auf deutsch?), dass sie auch gerne regelmäßig an unseren Gottesdiensten und bible studies teilnehmen wollen und es tauchen auch immer wieder welche auf … das geistliche Wachstum und die Veränderung der Häftlinge macht sie neidisch … . Außerdem fragten mich die Aufseher, ob wir nicht auch einen solchen Gottesdienst in den anderen Gefängnissen dieser Provinz machen könnten … hm, ja, schon, denke ich … . Anfang November (oder Ende Oktober?) hatte ich das Privileg ein Leitertraining mit allen Leitern und Pastoren des Gefängnisses zu machen …. das Gefängnis ist groß und hat mittlerweile mehr als 1800 Insassen und jedes ‚Haus’ hat inzwischen einen Pastor, der sich um die Schäfchen kümmert … und der an den Wochenenden mit seinen Leuten Gottesdienst feiert … ja, langsam wird’s organisiert dort … ;‐). 24/7 prayer geht auch weiter 🙂 … und ich weiß nicht mehr wann es war, aber vor ein paar Wochen bedankten sich die Chefs dort bei uns, weil dieses Jahr das erste Jahr ist, in dem es im September keine Krawalle gab, niemand versuchte zu entkommen, keine Schlägereien etc. …. und sie meinten, dass sei aufgrund des kontinuierlichen Gebets und unseres Inputs … hmm … ist doch auch mal cool, wenn Gott die Ehre gegeben wird und anerkannt wird, dass die Veränderung wegen Gott ist ;‐) … .
Das ‚ Krankenhausteam’ hat seit ca. 2 Monaten einige tolle + fähige Leute dazubekommen … ich hoffe die bleiben … ;‐)
Der Jugendgottesdienst … Die Anzahl der ‚Teilnehmer’ wächst und mehr und mehr verstehen um was es geht, dass wir gemeinsame Sache machen, zusammenarbeiten und nicht jeder für sich sein eigenes Süppchen kochend. Der letzte Gottesdienst war schon lange vorbei, aber die Anbetung ging noch für lange Zeit weiter … :-).
Der 2. Teil der discipleship group ist nun beendet … jeder einzelne der Teilnehmer ist wirklich was ganz besonderes … und ab Januar gibt es andere Teachings, wieder offen für neue Leute. In letzter Zeit kommen mehr und mehr Leute bei mir zuhause vorbei, die auf der Suche nach der Wahrheit sind, was mir zwar nicht immer in den Zeitplan passt, aber trotzdem echt cool ist (nach der mosambikanischen Art, die Leute kommen einfach) … .
Im Oktober waren wir in der Gegend von Sussundenga, in Dombe und in Moussorize evangelisieren … das Team war super … trotz all der harten Arbeit, der Herausforderungen immer lachend und eine gute Einstellung … keiner wusste wo wir schlafen, was wir essen werden, aber alles fand sich und vor allem fanden viele Jesus :-). Am ersten Abend zeigten wir den Jesusfilm auf einem Fußballfeld … direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite war eine Bar, mit so lauter Musik, dass man sich anschreien musste, um sich zu verstehen (es gab keinen Strom, aber irgendwie schafften sie das mit einer alten Autobatterie), aber sobald wir anfingen machten sie die Musik aus und kamen alle rüber, was eher selten ist, normalerweise muss man sie schon bitten die Musik etwas leiser zu machen und selbst dann hören sie nicht unbedingt. Hingegeben sahen sie sich das Leben Jesu an und viele wurden von Gott berührt, baten um Gebet, wollten mit dem Trinken aufhören (nicht weil jemand von uns ihnen das sagte) … . Wenn ich an diesen Orten bin fühle ich mich oftmals wie am Ende der Welt und tatsächlich sind wir irgendwo im Busch, an einem Ort, der keinen interessiert, aber Jesus hat die Menschen dort nicht vergessen … .
Ich könnte noch viel schreiben, will euch aber nicht langweilen, von demher sei einfach gesagt, ich & wir waren noch an vielen weiteren Orten um zu predigen, zu lehren und überall begegnete Gott den Menschen … .
Gott ist und bleibt treu und Ihm sei alle Ehre!!
Liebe Grüsse & Gottes Segen für 2016, Claudi