Oktober 2014

Liebe Freunde, wie viele von euch wissen bin ich nun wieder zurück in Afrika … war froh meine Hunde lebendig & wohlbehalten hier anzutreffen, mein Auto sprang brav an und in meinem Haus fehlte nichts; lediglich der Topf, in dem mein Wächter den Maisbrei für die Hunde kochte war verschwunden, sowie 2 Hundeleinen, aber das sind Kleinigkeiten, und auch erst 1 Woche bevor ich zurückkam. Bevor ich weg bin gab es gerade Hundeleinen im Chinaladen (worauf ich 2 Jahre lang gehofft hatte) und ich beschloss 2 zu kaufen (falls ich sie mal brauche dachte ich), obwohl ich 3 Hunde habe; nachdem nur 2 geklaut wurden und ich 2 eh hatte war das kein Problem. Gott kümmert sich schon immer. Bei meinen Nachbarn wurde viel mehr geklaut und wertvolle Dinge. Bitte betet für besonderen Schutz, die Zeit vor Weihnachten ist immer besonders „diebesintensiv“ und bei einigen anderen Missionaren wurde in der letzten Zeit eingebrochen oder versucht Sachen zu klauen, besonders Sonntag morgens, wo wir natürlich im Gottesdienst sind; bin nicht bereit zuhause zu bleiben, um meine Sachen zu beaufsichtigen, das muss Jesus & seine Engel schon machen ….

Langweilig war mir ja noch nie hier, aber der Monat seitdem ich wieder hier bin war ungefähr genauso crazy busy wie der bevor ich weg bin. Hoffe manches wird demnächst ein bisschen weniger …

Mein Klo ist repariert – schließlich und endlich, nachdem ich mehr als 2 Jahre in dem Haus wohne – Halleluja!! Jetzt fehlt nur noch dass die Reparatur meines alten Autos mal fertig wird … sind auch schon über 2 Jahre … der Mechaniker ist durchaus ab und zu mal aufgetaucht, aber immer nur kurz … sein Boss besteht permanent auf (unbezahlte) Überstunden und auch wenn er eigentlich frei hätte muss er oft doch arbeiten … hab die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass auch diese Projekt noch irgendwann ein Ende findet … einen Käufer habe ich schon lange, aber auch der muss sich gedulden … .

Aus irgendwelchen Gründen gibt es gerade mehr Straßenkinder denn je … bin dankbar, dass auch in den 3 Monaten als ich nicht da war kein Mittwoch ausgefallen ist, sie wöchentlich eine warme Mahlzeit bekommen haben, wie auch Bibelverse & Bonbons, alle gesund & wohlauf sind, außerdem auch gerade letzte Woche einen Haarschnitt bekommen haben (danke an Carlos, der mit ihnen zum Friseur gegangen ist, hab ihm lediglich das Geld gegeben) … 2 der ältesten sind im Gefängnis, wegen Klauen, ist noch nicht klar für wie lange, jedenfalls bereuen sie ihr Handeln ziemlich, jetzt, wo sie die Konsequenzen erleben …

Das Grundstück in Augostinho Neto (ein Stadtteil von Chimoio) ist ja nun unseres UND wir haben eine Baugenehmigung (innerhalb von 10 Tagen, nachdem mich Gott hier strategisch gut platziert hat und der Bürgermeister mein Nachbar ist), ich fand einen mosambikanischen Bauleiter, dem ich vertrauen kann (ein Wunder) und wir fingen noch an zu bauen bevor ich im Juni nach Deutschland kam … . Mitlerweile steht das Haus, fehlt lediglich der Fußboden, Fenster & Türen, aber das Dach ist schon drauf. Auch die Hecke um unser Grundstück ist überwiegend gepflanzt. Betet mit mir für übernatürliche Gunst bei der Sozialbehörde, sowie allen andern Behörden, und dass Gott mir genau zeigt, was ich wem sagen soll und was nicht, die richtigen Leute, die sich um die Kinder kümmern … wenns nach mir geht hätte ich gerne bis Dezember wenigstens einige Straßenkinder dort wohnen, sodass sie dort sind, wenn im Januar die Schule beginnt und nicht noch ein weiteres Jahr verlieren …

Meine mosambikanischen Freunde haben es geschafft in meiner Abwesenheit die Papiere für die Legalisierung von Loving the Nations einzureichen, Gott sei Dank noch bevor die gesamten polizeilichen Führungszeugnisse ungültig wurden. Vor 2 Wochen kamen sie zur Inspektion unseres Büros (mein Haus) und des Grundstücks. Es war ein ziemlicher Aufwand alle zur gleichen Zeit hier zu haben. Der dortige Stadtteilleiter, der uns gut kennt ist gleichzeitig auch Pastor und musste an dem morgen jemand aus seiner Gemeinde beerdigen, der am Vortag starb; der Sekretär war bereit stattdessen zu kommen und die Justizbehörde (bei der man die Papiere zur Legalisierung einreicht) war Gott sei Dank zufrieden damit. Ich hatte ein nettes (mosambikanisches) Frühstück vorbereitet und nach vielen Fragen fuhren wir gemeinsam zum Grundstück. Insgesamt waren alle recht positiv uns gegenüber. Wir hoffen am Dienstag das letzte Papier zu bekommen und dass danach kein weiters nötig ist …. . Wer betet wäre auch gut für die Stabilität der politischen Situation zu beten, sonst könnte alles schwierig werden … .

Ja, wir gehen weiterhin ins Krankenhaus … medizinisch wird es zwar ganz langsam ein ganz kleines bisschen besser, aber besonders viel gibt es immer noch nicht, so dass viel Raum für Gott ist …

Vor einigen Wochen hatte ich den Eindruck anstatt dem üblichen Gottesdienst (der auch immer gut ist) im Gefängnis mal etwas Evangelisationstraining zu machen, die Basics des Evangeliums zu erklären und gab jedem eine Kopie mit entsprechenden Bibelversen und dem Vorschlag eines Lebensübergabegebetes (mag das Wort nicht, mir fällt aber auch gerade kein besseres ein); dann ließ ich sie jeweils zu zweit zusammengehen und jeder erklärte dem anderen das Evangelium, betete mit dem anderes und dann wurden die Rollen getauscht. Hab gehört, dass die Tage danach viele anderen von Jesus erzählten und mit ihnen beteten. Dann gab es auf einmal einen Aufstand bei der Essensausgabe (angezettelt von den Moslems) und das gesamte Gefängnis war erstmal geschlossen (ist immer noch); innerhalb wurde und wird das Evangelium weitergepredigt … . Nach wie vor gibt es viele Hindernisse, betet mit uns, dass wir weiter dort den Menschen dienen können … Nachdem wir nichts von all dem wussten sind wir an dem darauffolgenden Dienstag wie gewohnt zum Gefängnis. Zumindest mich haben sie reingelassen und die diensthabenden Chefs haben mir erzählt, was passiert war und mich gebeten an Ort & Stelle für sie zu beten. Hab ich natürlich sofort gemacht. Dass an dem Dienstag nix mit Gottesdienst war war mir klar. So suchte ich nach einer anderen Möglichkeit und Jesus gab mir auch gleich eine gute Idee. Ich fragte, ob wir nicht wenigstens für die Kranken beten könnten, wenn wir schon hier sind. Ja, kein Problem. Die anderen Teammitglieder wurden reingelassen und wir gingen zu dem Haus, in dem die Kranken sind und beteten mit ihnen. Danach meinte Jesus ich sollte sie direkt fragen, ob sie Ihn kennen, Ihn schon gebeten haben in ihr Leben zu kommen, in ihre Sünden zu vergeben … erklärte kurz worum es geht … und erst meinte einer, er noch nicht … einer von den mosambikanischen Jungs aus meinem Team betete mit ihm in irgendeinem der Dialekte hier, dann ich mit jemand anderem auf portugisisch, der auf mich zukam und meinte „er auch“; 2 weitere betraten den Raum und nutzten ebenfalls die Gelegenheit … . Ja, jedenfalls mit Gottesdienst in dem Sinne war nix an dem Tag, aber dafür ein paar Heilungen & Bekehrungen … auch gut … wir machen einfach immer was geht … . Obwohl ich weiß, dass das Gefängnis geschlossen ist waren wir letzten Dienstag wieder da; Gott hatte mir gesagt, wir sollten einfach hingehen; die Wächter ließen uns rein & Godi wie gehabt ;-‐) … bitte betet mit uns, dass wir weiterhin offene Türen finden … . Seitdem ich wieder hier bin habe ich versucht so viele Bible studies wie möglich zu halten (immer Donnerstag Vormittags); auch davor hatte ich immer mal wieder eine gemacht, nur mit dem ganzen Papierkram schaffte ich es nicht öfters … will aber weiterhin so oft wie möglich dort sein … . Im Frauengefängnis waren wir übrigens auch … ;-‐) … wie immer hatte die Verantwortliche die Info, dass wir kommen nicht weitergeleitet, aber wie immer was es trotzdem kein Problem … Godi gut wie immer …

Der Jugendgottesdienst ist nach wie vor super … diesen Monat hatte ich das Privileg zu predigen … ; habe gehört die Miete des Saals wurde erhöht (verdoppelt), aber bis jetzt hat noch keiner was zu mir gesagt und ich hoffe, das bleibt auch so … ansonsten keine Ahnung, was wir tun werden …

Auf ner Hochzeit von guten Freunden, Pastor Alfa & seine Frau (siehe Fotos) …

Montags ist ja immer mein Gebets-‐ und Fastentag und diesmal hat Gott richtig viel zu mir gesagt … soweit mal vorab … mehr im nächsten Rundbrief … wer es auf dem Herzen hat bete mit mir, dass die Dinge Realität werden, Gott die entsprechenden Leute schickt … .

Auch in Zimbabwe war ich/wir wieder, in der Gegend von Nyanga … haben den Jesus Film gezeigt, gepredigt, gelehrt, für Leute gebetet …. . Als wir am ersten Abend an dem vereinbarten Ort ankamen war es schon ziemlich spät, so dass uns kurz vor dem Ziel bereits eine Gruppe Männer entgegenkam; der neben mir auf dem Beifahrersitz sitzende Pastor meinte ich sollte eben anhalten … nach der Begrüßung meinten sie, sie hätten lange gewartet und jetzt wäre es zu spät … ich ermutigte sie auch noch mal … sie lehnten ab, kamen aber dann doch alle … . Die Frauen und Kinder hatten noch nicht aufgegeben, waren also noch da und brachen in Jubel aus, als sie das Auto sahen. Es war schweinekalt (wir waren hoch oben in den Bergen); mir war so kalt, dass ich beim Predigen Mühe hatte zu sprechen, aber irgendwie ging es und viele wurden an dem Abend von Gott berührt … . Am nächsten Tag wollte der Generator nicht, aber Gott sei Dank tagsüber und die eingeladenen Leute waren bereits versammelt, sodass es nicht so das Problem war, einfach die Stimme benutzen … bis zum Abend schafften wir es den Generator mit Hilfe eines Automechanikers wieder zum Laufen zu kriegen. An dem ausgemachten Platz war es nicht möglich den Film zu zeigen (lange Geschichte, ist aber auch egal); wir beteten, dass Jesus uns zeigen möge, was jetzt. Ich gehe immer davon aus, dass wenn eine Türe zugeht macht Er eine andere auf … und der alternative Platz war viel viel besser … vor einigen Läden und Bars … viele mit Alkoholproblemen, die aber schon lange mit dem Trinken aufhören wollten und meinten Gott wäre zu ihnen gekommen … fast alle nutzten die Gelegenheit als Gebet angeboten wurde … streckten sich nach Gott aus … ich würde sagen, in der Nacht ist Jesus ihnen begegnet und bald wir es dort eine Gemeinde geben …

Ausblick …

Habe vor im November nochmal nach Zimbabwe zu fahren, weiterhin wöchentlich verschiedene Gemeinden zu besuchen, Seminare sind geplant, werde Besuch aus Deutschland haben, das 2. Haus für die Kinder wird hoffentlich gebaut werden uvm … Gottes Segen euch allen, Claudi

Mai 2014

Liebe Freunde,

weiss nicht so recht, wo ich anfangen soll, sind schon wieder so viele Dinge geschehen in der Zwischenzeit …

Lass mich mit der Taufe im Gefängnis anfangen (siehe Fotos im Anhang) … unser leitender Pastor (Gefängnisinsasse dessen Leben von Gott völlig verändert wurde) fragte mich, ob diejenigen, die getauft werden wollen bis Ende des Jahres warten müssen … „natürlich nicht“ war meine Antwort. Die Freude war gross als wir das Ende des alten Lebens in Sünde und des neuen Lebens in, mit & für Jesus feierten

Es ist nach wie vor nicht einfach Leute zu finden, die bereit sind im Krankenhaus für Leute zu beten (kann man ihnen auch nicht verdenken, dieses Krankenhaus hier ist auch nicht der Ort deiner Träume und die Gerüche ….), aber wir bleiben dran; ist auch nicht mein Job Leute zu irgendwas zu überreden, sondern Gottes …

Unseren Kindern im Kinderheim geht es gut …
gehe gerne dorthin, sie zu sehen & ihnen was von Jesus/der Bibel beizubringen ….

Die Strassenkinder können nach wie vor jedes Gebet gebrauchen. Freu mich immer sie zu sehen und ihnen was zu essen zu geben. Diese Woche habe ich sie anstatt in der Gemeinde, wo wir uns normalerweise treffen im Gefängnis (U-Hafts) besucht; nachdem sie dort 5 Tage ohne irgendwas zu essen waren riefen sie mich heulend von jemandens Telefon an „bitte bring uns was zu essen“; als ich am nächsten Tag mit 2 meiner mosambikansichen Freunde dort war traf ich fast alle dort an … . Ich hoffe, dass eines Tages die Bibelstellen, die sie wöchentlich lernen in ihrem Leben Frucht bringen.
Das Grundstück in Augustinho Neto (ein Stadtteil von Chimoio), auf dem wir was für die Strassenkinder machen wollen ist nun endlich offiziell unseres!!!!!!!!!!!! Und Gott gab mir Gunst als ich mit dem Bürgermeister (mein Nachbar) sprach … uns wurde die gesamte (!) Grundstückssteuer erlassen!!!!!!! Der nächste Schritt ist nun so schnell wie möglich die Baupläne genehmigt zu bekommen … .

Hab ich euch schon gesagt, dass ich alle Papiere für das Auto habe? Den mosambikanischen Fahrzeugschein, alles, es ist nun ganz „meins“

Auch bei ‚meinem’ Haus ging so einiges vorwärts, endlich (nach fast 2 jahren) habe ich einen Abstellraum neben dem Haus, so dass nun nicht mehr alles irgendwo herumliegt/-steht. Wie es dazu kam? Ein besoffener Autofahrer fuhr gegen das Haus meines Hausbesitzers, als dieser in Beira war und weil sein Haus somit einsturzgefärdet war brauchte er dringend die ‚Backsteine’ von meinem Haus, die für den Abstellraum angefertigt worden worden. Ich händigte sie seinem Sohn jedoch nur unter der Bedingung aus, das er mir schriftlich (per sms) garantierte, falls sich der Bau meines Abstellraums noch weiter hinzog ich Leute von ausserhalb angangieren könne und das, was es kostet dann von der Miete abziehen könne. Interessante Art von Gebetserhörung … hatte Gott gerade am Vortag nochmal gesagt, dass da doch jetzt endlich mal was vorwärts gehen muss, nur damit hatte ich nicht gerechnet …
Jetzt fehlt nur noch, dass das Klo funktioniert … wird hoffentlich auch noch …

Mein Wächter hat geheiratet (siehe Foto); er hat von Gott aufs Herz gelegt bekommen als leitender Pastor der Gemeinde ein Beispiel zu geben, dass es gut ist offiziell vor Gott verheiratet zu sein und nicht einfach nur zusammen zu leben, wie das hier fast alle tun – bin stolz auf ihn!

An den Nachmittagen des 1. Sonntags im Monat kommen nach wie vor Jugendliche & junge Erwachsene aus verschiedenen Gemeinden zu einem Jugendgottesdienst mit Schwerpunkt Anbetung & Gebet zusammen. Manchmal wünsche ich mir der Raum wäre voll, aber diejenigen die regelmässig kommen sind super treu und haben verstanden um was es geht. Was definitiv noch nie gefehlt hat seitdem wir mit den Gottesdiensten begonnen haben ist Gottes spürbare Gegenwart und eine Salbung der Fürbitte & der Anbetung

Es war ein Privileg 2 Monate lang als Predigerin bei den wöchentlichen Evangelisationen einer Gemeinde hier in Chimoio eingeladen worden zu sein…

Auch das regelmässige Lehren Jugendlicher in verschieden Gemeinden mache ich gerne und freue mich über die daraus hervorgehende Frucht …

Zwischen allem mentore ich (wird nicht so genannt hier, aber praktisch ist es das) Jugendleiter & andere Leiter verscheidener Gemeinden; habe auf dem Herzen es noch mehr zu tun, weiss bloss gerade nicht, wo mehr Zeit hernehmen …

Das Seminar in Macate war so genial, dass ich mir danach gedacht habe, ein (!) solches Seminar ist es fast wert hier 1 Jahr auszuharren. Ich wünschte, ihr könntet die Zeugnisse über das, was Gott den Teilnehmern klargemacht hat, hören. Auch das Seminar in Macossa war super gesegnet.

Über Ostern & die Woche danach war ich in Zimbabwe mit dem Team, erst auf einer Konferenz, dann evangelisieren und verschiedene Gemeinden besuchen. Manches, mit dem wir uns auseinandersetzen mussten war echt nicht einfach, aber auf der anderen Seite hat ‚1 Tag 1 Woche an anderen Orten wettgemacht’. Auf all meinen Trips zuvor hatte ich noch nie mega Probleme mit dem Generator, aber schliesslich und endlich war er komplett repariert. An einem Ort weit oben im Nordosten fernab von allem, was ich Zivilisation nennen würde goss Gott die Kraft seines Heiligen Geistes in einer Weise aus, wie ich es bis jetzt noch auf keinem Einsatz erlebt habe. Überall Leute und selbst als spätnachts alles beendet war wollte keiner nachhause gehen… die Gegenwart Gottes … . Nachdem wir den Jesusfilm gezeigt hatten predigte ich wie üblich und wer wollte konnte sein Leben Jesus geben. Dann übernahm der Heilige Geist völlig, Worte kamen nur so aus meinem Mund, Worte der Erkenntnis, prophetische Worte … die gesamte Menschenmenge auf den Knien vor Gott (das verrückte dabei war, dass die meisten ja noch nie zuvor gebetet hatten, hatten gerade zum ersten Mal von Jesus gehört); keiner betete für die Kranken, die geheilt wurden; ich sah klar im Geist, was Jesus tat und als ich es aussprach empfingen die Leute es und es geschah (in kleinerem Rahmen kenne ich solche Sachen, aber nicht in dem Ausmass); keine Ahnung wie lange das andauerte, aber lange. Dann boten wir noch an für was auch immer sie brauchen zu beten; Schlangen bildeten sich und erneut begegnete Jesus vielen Nöten der Menschen … alle Ehre, Lob & Anbetung dem, der auf dem Thron sitzt, dem der da war, der da ist und der da kommt, Jesus Christus!!

Bis im Juni in good old Germany,
hoffe wir sehen uns
meldet euch wg Predigt, Besuchen etc., dass ich planen kann
und falls mir wieder jemand ein Auto leihen kann wäre ich sehr dankbar!!
Liebe Grüsse aus dem ganz normalen Wahnsinn,

Claudi

April 2014

Liebe Gebetspartner,
hab nicht die Worte euch zu danken für all eure Gebete, kann nur ‚danke’ sagen …
Kann ich euch ein paar kurze Gebetspunkte geben?
– dieses Wochenende bin ich in Macossa; mache dort ein Seminar d.h. eine lange Autofahrt &
das ganze Wochenende von früh bis nachts reden, konzentriert sein, den Leuten dienen … vom
23 – 25 Mai in Buzi – beide Orte sind bekannt für ihre geistliche Dunkelheit …
– über Ostern & die Woche danach bin ich in Zimbabwe (im Mai auch nochmal ein Wochenende)
predigen, evangelisieren … mein Gebet ist Frucht, die bleibt
– predige nach wie vor jeden Sonntag
– an den 1. Sonntagen im Monat haben wir weiterhin nachmittags die Jugendgottesdienste –
steht mit mir im Gebet, dass die Jugendlichen kommen, bleibend verändert werden und die Enheit
wächst
– mehr von Jesus in meinem Leben, ich das beste aus jeder Gelegenheit mache, die
Zeitfresser eingedämmt werden, Inspiration von oben, eine Bewegung des Hl. Geistes
woauchimmer er mich hinschickt, Manifestation von Gottes Liebe & Kraft, sowie Gottes
übernatürlicher Schutz, Engel, die auf mich, mein Haus, Auto, Hunde … aufpassen
– die Strassenkinder brauchen nach wie vor viel Gebet & Befreiung; betet, dass ich jeden
Mittwoch jemand habe, der/die kocht, sie weiterhin kommen, Jesus ihnen begegnet …
– wir haben den Jesusfilm auf dem neuen Grundstück gezeigt & dort gepredigt – praise the Lord
– betet dass das Grundstück unseres bleibt & Gottes Reich in dem Stadtteil durch uns kommt
– Gott schenkt uns weiterhin Gunst im Gefängnis und spürbare Gegenwart in den letzten paar
Gottesdiensten, fast wie eine Wolke der Herrlichkeit – möge es so bleiben & wachsen; am 6. Mai
haben wir hoffentlich eine weitere Taufe (habe heute schon mal im Glauben mit der Lehre zum
Thema Taufe begonnen )
– das Gefängnisteam ist stabil, nicht so sehr das Krankenhausteam, bitte betet für treue
Teammitglieder
– bzgl. Papierkram …
Ø habe alle Autopapiere – danke Jesus! Jetzt hätte ich nur noch gerne die Steuern zurück, die
ich in Südafrika beim Kauf bezahlt habe (eingereicht habe ich alles schon lange, aber bis jetzt
ging noch nichts vorwärts)
Ø habe die Papiere für die Legalisierung von Loving the Nations (auch das Orginal) zurück aus
Maputo und sie nun hier in Chimoio eingereicht, aber noch nichts gehört
Ø die Legalisierung des Grundstücks bewegt sich vorwärts, ist aber immer noch nicht beendet,
bitte betet für ein Beschleunigungswunder & Akzeptierung der Baupläne; würden gerne mit dem
Bau des 1. Hauses für die Kinder anfangen …
Nochmal danke,
Claudi

Januar 2014

Liebe Freunde,

Grüsse aus Mosambik …;-)
hoffe ihr hattet ein schönes, besinnliches und entspanntes Weihnachtsfest …
und jetzt nach all dem Stress etwas Zeit zum lesen … 🙂

Nachdem ich wesentlich länger in Südafrika war als gewollt/geplant bin ich nun wieder zurück in Mosambik – MIT MEINEM NEUEN AUTO!!!!!!!!!!

Wir hatten wundervolle heisse (!) Weihnachten mit den Kindern … mit mosambikanischen Festessen (Reis & Hühnchen), viele Geschenke, Süssigkeiten, neue Klamotten für alle … und viel Spass 😉 …

Vieles hat sich ereignet (wie immer) …
Jugendgottesdienste voll mit der Gegenwart Gottes (bei einem war ich nicht da, weil ich nicht aus S.A. weg konnte & das Team hat alles alleine organisiert (ausser den Transport) – bin stolz auf sie & danke Jesus, der es mir aufs Herz legte vor meiner Abfahrt noch schnell beim Roten Kreuz vorbeizuschauen, obwohl wir gerade erst dort gewesen waren und bis zum nächsten Termin noch fast 4 Wochen hin waren) … .
Gott gab mir übernatürliche Gunst bei dem Direktor des Gefängnisses, sodass wir immerhin jede 2.Woche dortsein können (das Team hat es irgendwie nicht gepeilt, welche Woche, sodass während meiner Abwesenheit wohl so gut wie jede Woche welche dort waren – auch gut 😉 … im November hatten wir eine super gesegnete Taufe, bei der wir 37 Häftlinge taufen durften (der Unterschied zu den Jahren zuvor war, dass diesmal die Häftlinge bereits seit Anfang des Jahres uns drängten, getauft werden zu wollen, d. h. die Initiative nicht von uns ausging) … am 24. Dezember gab es einen besonderen Weihnachtsgottesdienst (ich hatte um 300 Häftlinge gebeten und sie gaben uns tatsächlich 300 – echt ein Wunder) … es wurde gesungen, getanzt, die Weihnachtsbotschaft verkündet, viele entschieden sich für ein Leben mit Gott, es gab Heilungen, Befreiungen, Menschen wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt, es wurde gegessen, gefeirt … alle Ehre dem Herrn!
Am 26. Dezember gab es dann die Weihnachstsfeier für die Strassenkinder, mit denen wir uns nach wie vor jede Woche treffen … . Bitte betet doch noch mal mit mir, dass das Grundstück endlich ganz uns gehört und wir die Baugenehmigung schneller als normal kriegen, sowie Gott die richten Leute schickt, um die Häuser zu bauen und diejenigen, die sich später um die Kinder kümmern … .
Das Krankenhausteam hat ein neues treues Teammitglied, was echt eine Gebetserhörung ist …

Lasst mich euch wenigstens ein bisschen erzählen, wie ich denn nun zu ‚meinem neuen Auto’ kam …
Sobald ich das Geld hatte versuchte ich es zunächst so wie es viele hier machen mit einem Auto aus Japan (im Internet) … 3 Mal hatte ich mir eines ausgesucht, das ganz gut aussah und 3 Mal als ich gerade die Überweisung tätigen wollte kaufte genau in dem Moment jemand anders genau das Auto, das ich mir ausgesucht hat … hmm … so fragte ich Jesus, was das Problem sei und bekam auch eine promte Antwort „dein Auto kommt nicht aus Japan, dein Auto kommt aus Südafrika“. Klare Ansage. Daraufhin probierte ich es nicht mehr mit Japan. Gott hat seine eigenen Pläne und weiss, was am besten ist und wenn etwas nicht sein Wille ist funktioniert es nicht, auch wenn ich es noch 10 Mal probiert hätte. Allerdings riet mir absolut jeder davon ab ein Auto in Südafrika zu kaufen, weil es nicht möglich wäre, das Auto auf legalem Wege nach Mosambik zu bringen. Bei Gott gibt es aber kein unmöglich. Dass es nicht leicht sein würde war mir jedoch auch klar.
Als ich endlich etwas Zeit freischaufeln konnte (das war im Oktober) entschied ich mich dann entgegen allem menschlichen Rat der Stimme die ich gehört hatte gehorsam zu sein und nach Südafrika zu fahren, um dort das Auto zu finden, das Gott für mich hatte. Würde nun nach meiner Erfahrung auch niemandem raten ein Auto in Südafrika zu kaufen, um es hierher zu bringen‚ auf ’sein Wort hin’ allerdings schon. Selbst eine Unterkunft zu finden schien zunächst schwierig, aber im letzten Moment tat sich doch noch was auf, bei Freunden von Freunden von Freunden.
Der Tag vor meiner Abfahrt war ein Sonntag und ich hatte den Eindruck in die internationale Gemeinde gehen zu sollen. Bei der Frage nach Gebetsanliegen meinte ich, ich hätte gerne Gebet für meinen Trip nach Südafrika, alleine mit dem Bus, das richtige Auto finden … . Daraufhin meinte jemand, warum ich denn nicht mit dem Ehepaar fahren würde, das ebenfalls am nächsten Tag dort hinfahren würde. Davon wusste ich nichts meinte ich. Derjenige fragte nach und kein Problem sie nehmen mich mit. Was für ein „Zufall“, dass sie genau an dem Tag und auch noch um die Uhrzeit von Chimoio nach Johannisburg fuhren … sie holten mich zuhause ab und nahmen mich kostenlos den ganzen Weg mit … wenn Gott Dinge plant … ;-).
Dort angekommen holte mich jemand ab und fuhr mich zu 2 ägyptischen Frauen, bei denen ich dann die nächsten Tage wohnte. Möge Gott sie segnen für alles, was sie für mich getan haben. Obwohl sie selbst gut beschäftigt waren schaufelten sie etwas Zeit frei um mit mir zu verschiedenen Autohändlern zu gehen, die uns alle das selbe sagten: „ das Auto, das ihr sucht ist das meistbegehrteste Auto in ganz Südafrika und das Geld, das ihr habt viel zu wenig; ihr werdet es nicht finden“. „Wir werden es finden“ war unsere Ansage. Wir verbrachten lediglich 1 Stunde am Dienstag (Tag meiner Ankunft) und ca. 2 Stunden am Mittwoch mit Autosuche. Am Donnerstag waren sie andersweitig beschäftigt; so fragte ich, ob ich ins Internet könnte. Eine von beiden ging schnell etwas Guthaben kaufen. Ich gab ein: „ Toyota Hilux, 4×4, South Africa“ – wahrscheinlich nicht sehr professionell – aber das Auto, das auftauchte sah gut aus. Hätte natürlich sonstwo in Südafrika sein können (das Land ist ja gross), super teuer und und … aber als ich das Foto ansah hatte ich das Gefühl, es ist das Auto, das Gott für mich hat. Gleichzeitig klingelte das Telefon; ein Freund von ihnen, der ebenfalls im Internet gesucht hatte (nur das er im Gegensatz zu mir weiss, wie man sowas macht. Ihr könnt es euch schon denken, das Auto, das er gefunden hatte war das gleiche. Die Mädels hatten ebenfalls den Eindruck, dass der Herr hier seine Hand im Spiel hat; so liessen sie alles liegen und stehen und beschlossen mich dort hinzubringen, was aber gar nicht möglich gewesen wäre, weil der Radiator ihres Autos ein ziemlich grosses Loch hatte und der Motor ohne Wasser wahrscheinlich nicht mitgemacht hätte. Aber im Glauben zogen wir los. Gerade bei der nächsten Tankstelle angekommen klingelte erneut das Telefon. Ihr Freund noch mal. Aus irgendwelchen Gründen ging ihr Internet in der Firma nicht und Strom hatten sie auch keinen, sodass ihr Chef alle Mitarbeiter, die das Internet für ihre Arbeit brauchten nachhause schickte. Das war noch nie zuvor vorgekommen!! Er bot an uns abzuholen ;-). Somit hatten wir ein Auto zur Verfügung, mit dem die Chance bestand am Ziel anzukommen (ca. 1 Stunde weg).
Jemand anders wollte das Auto 2 Wochen zuvor kaufen, aber aus irgendwelchen Gründen (konnte nicht rausfinden wieso) kaufte er es dann doch nicht. Jedenfalls brachte das den Preis nochmal ein ganzes Stück runter :-).
Bevor ich mich auf den Weg nach Südafrika machte hatte ich eine Liste mit allen Kriterien, die ich für wichtig erachte, gemacht: Toyota Hilux, double cab, mit Kanapee, 4×4, manual (kein Automatik), Diesel, relativ wenig Kilometer, guter Gesamtzustand, regelmässige dokumentierte Wartung, nur 1 Vorbesitzer, um die 10000 Dollar und wenn möglich Radio mit CD Player & Flash. Es hat ALLES!! Und ausserdem Sicherheitsglasfenster, einen doppelten Tank (passen 140 Liter rein – in mein altes gerade mal 40 l), was echt hilfreich ist, wenn man in den Busch fährt, wo es keine Tankstelle gibt und zudem eine hübsche Farbe :-).
Als wir dort waren war die Person, die das Geld entgegennimmt nicht da, so dass wir am nächsten Tag nochmal wiederkommen mussten. Ich bezahlte in ihrer Gegenwart per online Überweisung und schickte ihnen die Bestätigung per Email weiter. Zumindest dachte ich, ich hätte bezahlt. Am nächsten Tag fuhr ich mit dem Bus L zurück nach Mosambik. Diese Busse sind echt der Alptraum, 24 Stunden im Bus, abgesehen von denen zuvor und danach, blieb mir aber nicht viel anderes übrig, weil es Dinge gab bei denen ich hiersein musste. Ich musste das Teaching über Taufe zu Ende machten, in der Woche darauf war dann die Taufe im Gefängnis, musste die Miete für den Jugodi bezahlen, die Kinder mal sehen, Essen für die Strassenkinder für die nächsten Wochen organisieren … und dann wieder zurück mit dem gleichen Alptraumbus – nur mit Gottes Gnade …!
Zurück in Mosambik bekam ich eine Nachricht des Autohändlers, dass das Geld nicht auf ihrem Konto angekommen wäre. Es stellte sich heraus, dass die iban nummer, die der Autohändler mir gegeben hatte leider gleichzeitig jemand anders’ Kontonummer war und auf diesem Konto war nun das Geld gelandet. Von dem Zeitpunkt meiner Überweisung bis das Problem gelöst war verging 1 Monat. Erst wussten wir es nicht, dann war der Kontoinhaber ausser Landes, so dass ausser Warten nichts getan werden konnte, weil man bei internationalen Überweisungen den Kontoinhaber erst informieren muss bevor die Bank das Geld herausnehmen darf. Die Bank hatte es auch nicht gerade eilig (sie hatte ja das Geld), aber nach viel Gebet setzte sich auch da was in Bewegung. Trotz allem bin ich Gott sehr dankbar, dass er seine schützende Hand über das Geld hielt und derjenige es nicht ausgab. Ehrliche Leute sind hier nicht so häufig. Wenn das ganze erst zum Gericht gemusst hätte … . Ich wusste ja, dass es nicht einfach sein würde ein Auto von S.A. nach Mosambik zu bringen, aber mit manchen Problemen hatte ich doch nicht gerechnet. Um es kurz zu machen, beide Banken, die in Südafrika und meine deutsche Bank, die auf meine Bitte bereits eine Rückforderung gestellt hatte liessen sich darauf ein entgegen Bankregeln und –gesetzen das Geld nicht erst zurück nach Deutschland zu überweisen um es dann wieder nach Südafrika zu ‚schicken’, sondern es direkt auf das richtige Konton zu tun – preisst den Herrn!! Dass sich die afrikanische Bank darauf einlässt, wenn man mit ihnen redet, da hatte ich ja noch Hoffnung, aber eine deutsche Bank dazu zu bewegen, etwas gegen die Regel zu tun, das konnte nur Gott regeln.
So verbrachte ich die ersten 2 Wochen, als ich wieder zurück in Südafrika war lediglich damit das Geldproblem zu lösen – verrückt! Der Papierkrieg hatte noch nicht einmal begonnen, weil der Autohändler nicht bereit war mir das Auto auszuhändigen, um mit dem Papierkram anzufangen bevor das Geld nicht komplett auf dem Konto war. Bloss gut, dass sie mir den orginal Fahrzeugbrief bereits gegeben hatten, so konnten sie es nicht einfach an jemand anders verkaufen. Der Autohänder wäre eigentlich dazu verpflichtet gewesen mir zu helfen die entsprechenden Exportpapiere zu beschaffen, deren Boss weigerte sich aber. Sie wollten, dass ich das Auto illegalerweise in Südafrika in meinem Namen registriere, um dann selbst den Papierkram zu machen. Dafür hatte ich ledlglich dem Verkehrsamt etwas Korruptionsgeld bezahlen müssen, was aber nicht in Frage kommt. Ich entschied mich für den legalen Weg, was eindeutig der schwierigere war, aber Gott war mit mir und jedes Wunder, das geschehen musste geschah auch. Vielleicht nur 2 Beispiele …
Ich brauchte eine Bestätigung von der Polizei, dass das Auto nicht irgendwo geklaut war. So machte ich mich erneut auf zum Verkehrsamt um herauszufinden, was hierfür nötig wäre. Bei der Information wurde mir ein Formular zum ausfüllen gegeben, mit der Anweisung zum letzten Fenster rechts zu gehen. Ich reichte das Formular ein, zusammen mit dem Fahrzeugschein und auf Verlangen eine Kopie meines deutschen Passes. Die Dame tippte alles in den Computer und gab mir dann ein ausgedrucktes Papier mit der Anweisung einen Termin mit dem Polizeiinspektor auszumachen. Der Inspektor wollte allerdings nichts mit mir zu tun haben und meinte ich müsste woanders hin, in den Bezirk, wo ich das Auto gekauft hätte und ausserdem müsstes der Autohändler das machen, weil der nach dem Fahrzeugschein immer noch der offizielle Eigentümer ist. Ich rief wiederum den Autohändler an, der sich aber weiterhin weigerte sich um die notwendigen Papiere zu kümmern. Dann wollte ich beim Verkehrsamt das Papier zurückgeben, das sie mir eigentlich nicht ausstellen hätten sollen; die weigerten sich aber auch (was allerdings Gott war wie sich später herausstellte, denn so hatte ich immerhin das Papier). Wie auch immer, GOTT IST IMMER GRÖSSER. Nachdem wir gebetet hatten entschied ich, nochmal zu dem Inspektor zu gehen, der mich das letzte mal weggejagt hatte; war die einzige Möglichkeit. Als ich dort erneut auftauchte fragte er mich, was ich hier wollte, er hätte mir doch schon gesagt, dass ich woanders hinmüsste. Ich erklärte ihm, dass ich durchaus gehört habe, was er mir sagte, nur der Autohändler weigere sich das Auto dorthin zu bringen und ich wüsste nicht, was ich jetzt tun sollte. Daraufhin wollte er erneut meinen Fahrzeugschein sehen und meinte dann, er würde mir helfen, ich solle am nächsten früh, vor acht, wiederkommen. Das tat ich doch gerne ;-). Am nächsten morgen stellte ich mein Auto in der bereits existierenden Warteschlange ab und ging in sein Büro. Er fragte, wo mein Auto sei. „In der Schlange“ antwortete ich. „Wieso in der Schlange?“ Ich hätte schliesslich einen Termin mit ihm ausgemacht. „Oh, sorry“. „Bring es rein“. „Okay“. Er gab mir ein Formular zum ausfüllen und mein Auto war tatsächlich das erste Auto, das er sich anschaute. Wow! Allerdings funktionierte das Computersystem nicht; gute Info; ich betete im stillen und fragte als er dabei war die Sachen in den Computer zu tippen, ob es denn ginge. „nur für besondere Leute wie mich“. Was für ein Unterscheid zu dem wie er mich erst behandelt hatte … 🙂
Könnte euch noch viele ähnliche Geschichten erzählen, erspare es euch aber lieber. Diejenigen von euch, die das ganze durch die Gebetsmails mitverfolgt haben, haben von „mos number“ gehört (damit bekommt man letztendlich ein mosambikanisches Kennzeichen und Fahrzeugschein). Eigentlich sollte man sie in max 3 Tagen haben, aber eben nur eigentlich. Nach 1 Monat hatte ich sie immer noch nicht. Derjenige, der sich auf mosambikanischer Seite um meine Papiere kümmerte meinte schliesslich ich solle es selber mal versuchen, er hätte schon 1000 Mal angerufen, aber … . Okay. Als ich das erste Mal anrief war eine Dame dran, die meinte sie würde mal nachhaken und dann meinen Sachbearbeiter anrufen, was sie natürlich nicht tat, wie ich schon vermutete hatte. Wir beteten nochmal intensiv. 2 Tage später rief ich nochmal an. Wiederum wurde ich durchgestellt, allerdings zu jemand anderem, einem Herrn, der mir ebenfalls versprach sich darum zu kümmern. Diesmal hatte ich das Gefühl, er würde es auch wirklich tun. Er blieb wegen mir bis 8 Uhr abends im Büro (ist jedesmal ein ganzer Stapel von Papieren, der dort angefertigt wird) und das in einem Büro, wo jeder um 15.30 Uhr nachhause geht und rief mich dann am nächsten morgen um 7.30 Uhr auf dem Handy an, weil er noch eine Info brauchte und um 8.30 Uhr nochmal, um mir die Nummer durchzugeben – wow!! Als ich mich bei ihm bedankte meinte er, ich solle mich nicht bei ihm bedanken, sondern bei Gott. Okay … . So konnte ich endlich mein Auto von ihnen inspezieren lassen (kostete ein Vermögen, aber egal, das Geld ist schon weg); das Resultat wird nach Maputo geschickt und von dort nach Beira, wo es mein Sachbarbeiter, der logischerweise in der Nähe der Grenze ist, abholen muss. Dieser versuchte mir klarzumachen, dieser Prozess dauere mindestens 2 Wochen, wahrscheinlich aber mehr. Ich beschloss & proklamierte mein Dokument sei in 2 Tagen in Beira zum abholen bereit, nicht in 2 Wochen. Es war bereits kurz vor Weihnachten und ich musste wirklich zurück nach Mosambik, um Weihnachten für die Kinder vorzubereiten. Als ich nach 2 Tagen meinen Sachbearbeiter mit der Nachricht anrief, das Dokument (heisst DUK) sei in Beira zum abholen bereit reagierte dieser eher ungläubig. Hatte zuvor schon versucht ihm am Telefon klarzumachen, dass es in meinem Fall nur 2 Tage dauern würde; er vertraute allerdings eher seiner Erfahrung als meinem im Glauben gesprochenen Worten. Egal.
Es war nicht leicht über 2 Grenzen zu passieren, aber schliesslich und endlich kamen wir uns Mosambik an und das Auto blieb nicht beim Zoll wie vorausgesagt, sondern ich durfte es gleich direkt zu meinem Haus mitnehmen ;-).
Was auch echt erstaunlich war/ist … auf dem ganzen Weg von Johannisburg nach Chimoio, bei all den Polizeikontrollen und Strassensperren, wurde ich nicht ein einziges Mal nach meinen Papieren gefragt, weder in Südafrika, noch in Zimbabwe, noch in Mosambik (trotz ausländischer Kennzeichen) – das ist mindestens 1 Wunder!!

Ich wünsche euch allen ein gesegnetes NEUES JAHR, Frieden & Freude, Gnade, Schutz und was auch immer ihr sonst noch braucht …

Claudi