Dezember 2011

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Oktober 2011

Liebe Freunde,

wie die meisten von euch wissen war ich ganz schön viel unterwegs in den letzten Monaten … Freunde, Familie und Gemeinden besuchen, predigen, erzählen, auf Slot und Freakstock … ausser Deutschland noch in der Schweiz, Österreich, Frankreich, Holland, Dänemark, Seminar & bei einer Strassenkirche in Polen und Lehren & Predigen in Russland … .

Es war echt ein Privileg die Leiter der Strassenkirche in Warschau, Polen, kennenlernen zu duerfen und den Hunger nach mehr von Gott zu bei den Seminarteilnehmern zu sehen. Hatte mit 2 anderen zusammen eine Einladung dorthin bekommen, um über Heilung und Gott hören zu lehren. Die Strassenkirche ist sehr jesusmässig. Am wohl zentralsten Platz der Stadt wird 1 x die Woche Essen für Obdachlose ausgegeben, Gottes Wort verkündet, für die Anwesenden gebetet und einfach Gottes Liebe praktisch gezeigt und sich gekümmert. War wahrscheinlich nicht mein letzter Besuch in Polen … .

Noch etwas mehr zu Russland …
Abgesehn davon, dass mich das Visum für Russland ein Schweinegeld gekostet hat ergab es eine weitere Geschichte für ‚mein Buch’, über das ich immer mal wieder Witze mache ‚meine Erfahrungen mit Visaanträgen, Konsulaten und Gottes Wundern’. An dem Tag, an dem ich das Visum beantragen musste kam ich um 2 Uhr morgens nachhause (geführterweise genau mit der gleichen S-Bahn, wie derjenige, dessen Computer ich benutzen wollte, um meine Mails zu checken – man könnte auch sagen am Vorabend), aber keine Einladung da!! Grrr! Nochmal ne kurz Mail geschrieben, dass ich die Einladung wirklich ganz dringend brauche, weil sonst kein Visum und damit nix mit nach Russland kommen; dann nochmal gebetet und ins Bett. Morgens wieder früh raus und gleich noch mal Emails gecheckt; er versuche bis in 2 Stunden die Einladung zu haben und zu schicken (also gegen 10 Uhr). Jetzt erstmal zur Postbank, bei der eine Freundin von mir in München ihr Konto hat, in der Hoffnung, dass ich es von da aus machen kann. Die russische Botschaft will nämlich einen Bareinzahlungsbeleg mit Stempel von der Bank sehen, also nix mit Internetüberweisung oder so (am Vortag war Feiertag). Klappte. Dann als nächstes zum Olympiaeinkaufszentrum; hatte gehört, dort könnte man biometrische Passbilder machen lassen, die ich ebenfalls brauchte. Hatte noch nicht offen. Hab mir was vom Bäcker geholt, um die Zeit des Wartens sinnvoll mit ‚Frühstück’ zu nutzen. Als sie am aufmachen waren habe ich auch gleich den Typen, der die Rolltreppe angestellt hat gefragt, wo man hier was ausdrucken könnte (musste ja noch irgendwie an die hoffentlich inzwischen geschickte Einladung rankommen). Die ermutigende Antwort: nirgends. Nach weiterem Nachfragen meinte er vielleicht beim Hugendubel. Dachte mir, es sei ein Versuch wert. Bin also nachdem ich die Passbilder machen hab lassen dorthin. Ein verständnisloser Blick der Verkäuferin, „nee, das gänge hier nicht; sie hätten zwar Internet, aber nur für Mitarbeiter“. Wie ihr mich kennt lasse ich nicht so schnell locker; so schickte sie mich schliesslich in den 1. Stock zur Geschäftsleitung. Die war allerdings nicht anwesend. Na, jedenfalls erklärten sich die 2 netten Verkäuferinnen, die hinter der Kasse standen bereit mir zu helfen und liessen mich hinter die Kasse um nachzuschauen, ob was gekommen ist. Ja, die Einladung war da – Halleluja! Nur noch ausdrucken dachte ich, woraufhin die Verkäuferin mir eröffnete dass ihr Drucker nicht ginge, aber ich könnte es ja probieren …. das kann ja wohl nicht war sein … ich befahl dem Drucker in Jesu Namen zu funktionieren … was auch sonst … und die Verkäuferin brachte mir mit einem überraschten Ausdruck auf dem Gesicht vom anderen Ende des Ladens das Papier. Zack zack ab zur Botschaft. Kam auch gerade noch rechtzeitig. Netterweise akzeptierten sie meinen Antrag mit der Kopie (dem Ausdruck) des Einladungsschreibens, obwohl sie eigentlich das Original wollten. Wir einigten uns auf ‚ich werde es bei der Abholung’ bringen. Ausserdem liessen sie sich auf ein anderes (eheres) Abholdatum ein (hätte auch nicht gewusst, wann ich es sonst hätte holen sollen, war dann in Dänemark und Polen). Mittags hatte mich mit jemand vor der ‚San Francisco Coffee Company’ am Odeonsplatz verabredet. Ich war ausnahmsweise rechtzeitig und meine Freundin war noch nicht da. Weit und breit kein ‚Internetladen’, die es doch sonst wie Sand am Meer gibt und von denen ich immer denke, dass die doch eh kein Mensch braucht, weil doch mitlerweile sowieso jeder Internet zuhause hat. So beschloss ich mal zu schauen, ob ich nicht auf irgendjemandens Laptop ne kurze Mail nach Russland schreiben könnte, dass ich doch noch das Orginal bräuchte und meine Adresse, damit er weiss wohin schicken; ausserdem so schnell wie möglich (hatte genau 3 Tage Zeit). Ich fand jemand, ne Studentin glaube ich, war jedenfalls nett, die mich mal kurz ranliess … . Um das ganze kurz zu machen, die orginal Einladung war in 2 Tagen da, das Visum am vereinbarten Termin genehmigt und alles gut …
.

Das Abholen vom Flughafen in Russland war auch „lustig“, weil die beiden, die mich abholten kein Wort deutsch, englisch oder irgendeine andere Sprache, der ich halbwegs mächtig gewesen wäre sprachen und ich ausser spasiba (was danke heisst) kein russisch kann … also mit Händen und Füssen … .
Gott war spürbar anwesend als ich in der dortigen ‚Mission School’ lehrte etc. . Viele kamen mit Fragen auf mich zu oder gaben Feetback, dass sie genau das hören mussten bzw. die Botschaft voll zu ihnen gesprochen hat. Dann hatte ich noch aufs Herz gelegt bekommen auf etwas unkonventionelle Art & Weise Abendmahl zu feiern, was mir wohl für den Rest meines Lebens nachhängen wird. Ich erklärte, Jesus hat einfach benutzt was da war und das war damals Wein & Brot gewesen, aber es gehe um den Inhalt. Was in Russland definitv immer da ist, ist Tee, also benutzten wir das, und dann hatte Jesus mir in der letzten Sekunde vor Abreise noch gesagt, ich solle 1 Packung Schaumgummi Erdbeeren mitnehmen, die dann zusammen mit dem Tee zur Abendmahlsfeier dienten. Das lustige war nur, dass genau in dem Moment 3 Pastoren aus der Stadt zur Tür hereinkamen (was ich aber nicht wusste) und ich nichtsahnend meinte, falls jetzt was in euch aufsteht, wisst ihr, dass ihr mal noch ein paar religiöse Geister loswerden müsst. Die dortigen Leiter, mit denen ich die ‚Aktion’vorher abgesprochen hatte fandens zum Schreien (gut) … .
Nach den Predigten durfte ich russische Gastfreundschaft erleben … massenhaft Essen … viel mehr als man jemals essen könnte … aber sehr lecker … .

Schliesslich erhörte Gott mein Gebet und es gab doch etwas Sommer …

Auch zum Fliegen kam ich noch … ich meine ich selbst als Pilotin … hatte Gott echt in den Ohren gelegen, mir wenigstens noch 1 x Fliegen zu ermöglichen; habe gemerkt, wie sehr ich mal wieder Praxis nötig hatte und habe … war echt gut und hilfreich …

Viele haben mich gefragt: „und, warst auch beim Zahnarzt?“ „Ja, war ich“ … 3 Zähne „gerichtet“ … hätte wahrscheinlich ein Vermögen gekostet, wenn man das hätte auf Privatrechnung bezahlen müssen (die sonst einzige Möglichkeit ohne nette deutsche Krankenversicherung) – danke, Jesus und an den Zahnarzt …!

Es war schön zumindest viele von euch gesehen zu haben …
wo es nicht geklappt hat – vielleicht nächstes Jahr?
Danke auch noch mal für alle Kaffee-, Frühstücks-, und Essenseinladungen!!

Hier wieder angekommen hatte ich auch gleich so eine richtig nette Begrüssung … sintflutartiger Regen, Hagel, die Stadt (Chimoio) im Stockdunkel (wg. Stromausfall), Strassen unter (!) Wasser, dafür kein Wasser aus der Dusche, Dreck ohne Ende in meinem Haus (das ganze Ausmass war allerdings erst am nächsten Tag zu erkennen, weil es natürlich auch in ‚meinem Haus‘ keinen Strom gab). Einer von den Jungs aus dem Haus der anderen Missionare brachte mir eine Kerze – wenigstens ein bisschen Licht … . Notdürftig rausgekehrt, eine Matratze für meinen aus Deutschland mitgekommenen Besuch (eine ehemalige Missionarin von hier) organisiert, Leintuch, Decke, Kopfkissen und Moskitonetz, das musste erstmal reichen. Was essbares hatte ich nach so langer Zeit weg natürlich auch nicht im Kühlschrank. Das war der Missionarsfamilie, mit der ich zusammenwohne auch klar. So assen wir alle zusammen, was halt da war; Reis mit irgendner Sosse. Ja, herzlich willkommen … . Dafür wenigstens wie es sich gehört keine Ratten und Kakalaken im Haus … – man muss immer die positiven Sachen sehen … .

Diesen Sonntag war wieder unser stadtweiter Jugendgodi – wie immer echt gut … Gott gegenwärtig … Jesus meinte, ich sollte über Gottes Herz für die Verlorenen predigen … ich wollte eigentlich nicht mehr predigen, sollen die mal selber machen, aber nach vielem diskutieren (war lange weg und so) habe ich mich gefügt … .

Im Gefängnis …
Erst gab es einen Aufstand wegen mangelndem Essen und dann stürzte bei dem Unwetter (währenddessen ich zurückkam) die 6 Meter hohe Mauer an 2 Stellen ein … . So darf nun seit Wochen keiner aus den Zellen und damit ist logischerweise auch kein Gottesdienst möglich … . Sind mitlerweile dann doch am reparieren, aber hier geht das immer alles nicht so schnell … . Könnt gerne mit uns beten, dass jetzt nicht noch mal was ist …

Im Krankenhaus …
waren wir (wie gehabt) einmal in der Woche gewesen … wie gesagt, nur Jesus kann da helfen …

Es gibt gerade auch mal wieder viel zu viel Malaria, vor allem unter den Missionaren (ungefähr die Hälfte aller Missionare) …

Ich muss eine neue Location finden, an der ich mich mit den Strassenkindern treffen kann, weil die Gemeinde, in deren Gebäude ich mich vorher mit ihnen getroffen habe leider umgezogen ist … So treffe ich mich momentan mit ihnen in einem Park in der Stadt: ist aber nicht so ideal, weil sie leicht abzulenken sind … .

Die Preise sind dermassen nach oben gegangen (wesentlich mehr als in Deutschland), aber irgendwas muss man ja essen; kaufe hauptsächlich Sachen auf dem lokalen Markt. 1 Rolle Klopapier kostet fast 1 Euro, Joghurt 5 Euro, ein mini Stück Käse 10 Euro … Mieten sind fast unbezahlbar (können echt nur Gott danken für „unser Haus“ – niemand (!) zahlt so „wenig“ wie wir!) … aber wie dem auch sei, Gott versorgt mich und was er möchte, das ich tue/finanziere, werde ich bezahlen können … .

Viele Missionare gehen auch gerade, die meisten aus finanziellen Gründen (haben einfach nicht mehr das Geld, um hier zu leben), es ist echt nicht schön, aber ich kann es nicht ändern. Ich werde nicht gehen bevor es Jesus sagt und am Geld wird es nicht scheitern!!

Bin ja immer so ein bisschen zwiegespalten, was „mein Auto“ betrifft. Einerseits ist es eindeutig das Auto, das Gott mir momentan gegeben hat, andererseits ist es mitlerweile einfach über 20 Jahre alt und nicht mehr wirklich buschtauglich (oder vielleicht war es das noch nie?). Dafür habe ich auf wundersame Art & Weise TÜV bekommen (ja, so was gibt es jetzt hier) und das auch noch für 1 ½ Jahre, bis Januar 2013 (war dort noch gewesen bevor ich nach Deutschland kam)! Ich habe mich schon mit vielen unterhalten, aber niemand (!) hat so lange TÜV und das obwohl „mein Auto“ nicht mal alle TÜV Richtlinien erfüllt. Nein, ich habe kein Schmier- oder Korruptionsgeld bezahlt, so was mache nicht, nur gebetet und ihnen dreist erklärt, dass man in Deutschland 2 Jahre TÜV kriegt, worauf ich natürlich die Antwort bekam, wir seien hier aber nicht in Deutschland. Ich stimmte ihnen zu, erklärte ihnen aber auch, sie hätte schliesslich deutsche TÜV Geräte… . Manchmal muss man einfach ein bisschen dreist sein … .
Bis jetzt bin ich dann ja doch immer noch von allen Trips irgendwie zurückgekommen und musste auch nie aufgrund von Autoproblemen früher abbrechen, was mindestens ein Wunder ist. Ich schätze, ich werde es auch weiterhin so machen, dass ich einfach dann gehe (fahre), wenn Gott es mir sagt.
Es meinen auch immer alle Leute, „mein Auto“ sei echt gesegnet; das glaube ich schon auch, bei dem, was es alles mitmacht … und es verherrlicht schon auch irgendwie Gott, weil offensichtlich ist, dass das, was ich mit dem Auto mache ohne Ihn niemals möglich wäre … .

Gerade ist auch mal wieder die Jahreszeit, zu der hier immer die Felder abgebrannt werden, d. h. Rauchschwaden hängen über dem Land, die Sonne ist manchmal kaum zu sehen und es sieht aus wie ‚Weltuntergang“ (das beschreibt es einfach am besten) … . In Chimoio ist es allerdings etwas besser als in Catandica, wo ich vorher gewohnt hatte … .

Mein neuer Laptop auf dem ich euch schreibe ist echt ’nett‘! Als ich letztes Jahr in Deutschland war, war ich kurz vor meinem Abflug noch in 2 „Läden“ gewesen, wissend, das ich dringend ’nen neuen Laptop bräuchte, am besten nen Mac, hatte mir dann auch einen ausgekuckt, den ich gerne wollte, war allerdings eher unbezahlbar. Ich habs niemandem erzählt – ausser Jesus; dem sagte ich, dass wenn es nach mir gänge ich gerne so einen hätte und genau so einen habe ich jetzt geschenkt bekommen. Als ich nach Deutschland kam bekam ich einen Anruf mit der Frage, ob ich noch einen Laptop bräuchte … „ja, ja, ja, schon“ antworte ich. „Dann hätte ich da was für dich …“ … und als ich ihn dann bekam war es ganau so einer, den ich mir ‚ausgekuckt’ hatte … . Danke auch noch mal an diejenigen, die ihn erstanden und mir geschenkt haben, ihr wisst schon, dass ihr gemeint seid … . Ist echt eine mega Segen ….

Danke auch an diejenigen, die mir das richtige Kabel für meinen alten Laptop (der keinen Mucks mehr machte) aus Singapur organisiert haben, sodass ich meine Daten noch runterziehen/retten konnte. Ihr seid super … !
Was täte ich nur ohne euch alle?!?

Ich möchte mich auch noch mal bei all denjenigen von euch bedanken, die mich (und das, was wir hier tun) finanziell unterstützen und mir vertrauen, dass ich eure Unterstützung am richtigen Ort einsetzen werde.
Ihr wisst ja, dass ich sonst nicht über Geld rede, weil ich glaube, Gott weiss, was ich brauche, aber weil mich so viele gebeten haben möchte ich doch noch mal wie versprochen unter P.S.. die Kontodaten für finanzielle Unterstützung und meine Adresse für Päckchen anfügen. Bitte speichert sie euch bei Interesse, ok?!

Fühlt euch gedrückt!!
Liebe Grüsse aus dem ganz normalen Wahnsinn!
Claudi

P.S.: Hier nochmal die Bankinfos, die einige wollten …

Claudia Bernhardt
Kontonummer 12339503
Bankleitzahl 12030000
(Deutsche Kreditbank)
(Privatkonto)

Wer steuerlich was absetzen will kann an den Axis e.V. spenden, die leiten es dann an mich weiter …

Axis e.V.
Konto-Nr. 268178
BLZ 760 904 00
Evenord-Bank eG-KG

auf die Ueberweisung müsste …
a) Verwendungszweck „Dienst Claudia Bernhardt“
b) Wenn die vollständige Adresse nicht in das Überweisungsformular passt, schreibt noch eine kurze Karte (Axis e.V., Gerhart-Hauptmann-Str. 102, 90763 Fürth) oder Mail (1. Vorsitzender: alex-stefan.haug@t-online.de) schreiben, damit sie am Ende des Jahres eine Spendenbescheinigung ausstellen können

P.P.S.: Adresse für Briefe, Päckchen und Pakete …
Claudia Bernhardt
Postbox 1237
Beira
Mozambique
(wie gesagt nicht mehr als 2 kg, lieber 2x2kg wg. Zollgebühren)

P.P.P.S.: Beim nächsten Mal gibt’s wieder Fotos, ok?

Juni 2011

Keine deutsche Version vorhanden!

März 2011

Hallo ihr,

ja, ich bin wieder zurueck in Mosambik, Afrika!

Nachdem ich meinen Pilotenschein in der Tasche hatte war ich kurz ueber Weihnachten in Deutschland; dann wiederum meine Sachen packen (meine „Lieblingsbeschaeftigung“) und schon war es Zeit wieder in ein Flugzeug zu steigen … .

Wie immer flog ich ueber Suedafrika; meine wundervollen Freunde Rassie & Marietje holten mich nachts vom Flughafen ab und brachten mich am naechtsten Morgen wieder dorthin. Hatte bereits darueber nachgedacht die Nacht am Johannisburger Flughafen zu verbringen, was eine Moeglichkeit gewesen waere, aber keine gute.

Mein Gepaeck kam zusammen mit mir an :-). Diejenigen, die gesagt hatten, sie wuerden mich abholen hatten es glatt vergessen, aber dafuer war jemand anders an, eine Freundin, mit der ich nicht gerechnet hatte, weil ich ihr nicht bescheid gesagt hatte – egal – wie immer hat sich Gott um mich gekuemmert.

Nachdem ich ein paar Tage in Beira verbracht hatte, sowie Leute in Dondo besucht, fuhr ich mit Joao & Jennifer, die mich abholen gekommen waren, nach Chimoio. Nach so langer Zeit ausser Landes hatte ich glatt vergessen (oder verdraengt?) wie der Verkehr hier ist … .

„Mein Haus“ war dreckig (!!), aber die Kinder kamen, um mich willkommen zu heissen und halfen mir es wenigstens einigermassen sauber zu kriegen; so war es nicht allzu schlimm, weil ich nicht alles alleine machen musste. Und der Herr hat mein Gebet erhoert, „keine Ratten in meinem Haus“. Diese Ratten hier essen nicht nur deine Lebensmittel, sondern so ziemlich alles, Plastik, Buecher, deine Dokumente, Kleidung, Bettdecken, Matratze … . Ausserdem hatte ich fuer eine ‚Kakalaken freie Zone‘ gebetet, sowie dass ‚Gott alle Kakaleken toetet‘, die es wagen einzudringen; als ich nachhause kam fand ich haufenweise tote Kakalaken und Moskitos in meinem Bad, aber keine einzige lebendige. Ich fragte jeden einzelnen hier, ob er irgendwas gesprayt hatte, aber alle verneinten. Nichts ist zu gross oder zu klein fuer Gott!! Ich sollte mal besser meinen eigenen Gebeten glauben …

Sobald mein Haus so einigermassen auf Vordermann war zog ich los, meine Nachbarn und Freunde zu sehen, andere kamen vorbei … 🙂

In der Zwischenzeit war ich haufenweise Gemeinden besuchen; jedes Wochenende (Sonntag) eine andere Gemeinde. Ja, ich habe dort gepredigt, gleichzeitig war es aber auch ein Segen fuer mich mit ihnen zusammenzusein, gemeinsam zu beten und Gott anzubeten … .

Ich denke, ich brauche ein neues Auto fuer laengere Entfernungen … ich habe zwar nichts gegen Glaubensprojekte, aber ein bisschen was sicheres waere auch nicht schlecht … .

Die Gefaengnis- und Krankenhausteams sind gewachsen seitdem ich wieder hierhin, was eine mega Gebetserhoerung ist. Mehr ‚Arbeiter fuer die Ernte‘ … .

Neben unseren regelmaessigen Gottesdiensten (dienstags) im Gefaengnis, die nach wie vor jede Woche (ohne Ausnahme!) der Hammer sind (Bekehrungen, Jesus veraendert ihr Leben, Heilungen …) konnten wir schliesslich und endlich die lange geplante Taufe durchfuehren! 37 Leute wurden getauft!! Als ich letztes Jahr in Amerika war hatte es mein Team versucht, aber eine entscheidende leitende Person hatte sich quer gestellt. Auch dieses Mal wollte es wohl jemand mit allen Mitteln verhindern. Als wir endlich die Genehmigung in unseren Haenden hatten, alles organisiert war … war unserer Lkw, den ich brauchte, um den Wassertank, den wir von einer anderen Mission in Gondola leihen wollten, zu holen, nicht da, als ich nachhause kam. Zur Erklaerung: im Gefaengnis gibt es nur manchmal und auch nur ganz wenig Wasser, das nicht mal als Trinkwasser reicht, geschweige denn zum ‚duschen‘. So mussten wir unser eigenes Wasser fuer die Taufe organisieren. Die Leute aus der Gemeinde hatten den Lkw ausgeliehen um Baumaterial zu transportieren und ihn nicht wie vereinbart zurueckgebracht. Wie dem auch sei, danke an Joao & Jennifer, die schliesslich und endlich mit mir nach Gondola fuhren, um den Tank auf den Dachgepaecktraeger ihres Landrovers zu schnallen. In der Zwischenzeit war es bereits abend und dunkel. Als wir den Tank dann am naechsten morgen mit Wasser fuellten oeffnete sich das ‚Ventil‘ unten und das bereits eingefuellte Wasser lief heraus; die Jungs konnten es irgendwie wieder verschliessen, aber wir waren von oben bis unten nass & dreckig. Das ganze nochmal von vorne. Wir waren nun 1 Std. zu spaet; liess sich aber nicht aendern. Normalerweise ist das in Afrika auch kein Problem, aber es gibt Orte, an den Zeit tatsaechlich eine Rolle spielt, wie z. B. in manchen Schulen und im Gefaengnis. Mein Bad sah auch aus wie die Sau, weil wir versuchten so schnell wie moeglich den Tank mit 20 Liter Kanistern zu fuellen, aber egal. Wir beten gemeinsam an (Bild 1-2); dann wiederholte ich nochmal kurz die Message der Taufe. Jeder Taeufling bekannte oeffentlich seinen Glauben (Bild 3) und rein gings ins Wasser. Ueber die Farbe des Wassers gebe ich besser keinen Kommentar ab (siehe Bild 4-6). Koennt ihr euch wahrscheinlich selber vorstellen, bei der Anzahl von Leuten, die nacheinander in das Taufbecken stiegen. Wer weiss, wann sie das letzte Mal ein ‚Vollbad‘ genommen haben. Ueber Krankheiten will ich auch lieber nicht nachdenken. Was auch cool war, ist, dass wir abgesehen von den Maennern auch 7 Frauen taufen durften; normalerweise muessen die Frauen naemlich immer arbeiten und koennten nur sehr selten an unseren Gottesdiensten teilnehmen. Ich vertraute wie immer, dass Gott sich schon um mich kuemmert, auf mich aufpasst und es war auf jeden Fall ein Privileg sie zusammen mit einem von den Pastoren taufen zu duerfen.

Im Krankenhaus … ja wir gehen noch … wohl wissend, dass Jesus die einzige Rettung fuer die meisten Kranken ist; medizinisch gibt es hier nicht viel. Was ich echt traurig finde ist, wieviele Frauen ihre Babies verlieren; manchmal nehme ich mir ein paar Minuten Zeit mit ihnen zu reden und sie zu ermutigen, dass sie wenn sie Christen sind ihre Babies wiedersehen werden, … .

Nach dem Beten im Krankenhaus vor ca. 2 Wochen gingen wir noch bei Sharon vorbei; ein paar andere aus meinem Gefaengnisteam kamen auch genau zu dem gleichen Zeitpunkt, sowie einige aus ihrer Gemeinde (ohne Absprache). Gott hatte das mal wieder gut organisiert. Jemand hatte uns mitgeteilt, das sie krank war und zwar nicht nur ein bisschen krank, wie wir feststellten als wir sie sahen. Sie hatte mehrmals aufgehoert zu atmen, Brechen und Durchfall wechselten sich ab, wodurch sie viel Fluessigkeit verloren hatte (sie hatte Malaria, aber ich denke auch Colera, aber egal). Ihr Koerper war voellig kraftlos. Nicht mit Essen, Reden oder Sitzen. Natuerlich beteten wir. Ihr ging es sogleich besser und als ich am naechsten Tag nochmal bei ihr vorbeiging fand ich sie sitzend, sich unterhaltend und hungrig. Die Woche darauf ging sie wieder mit uns im Gefaengnis. Wow, Gott …!! Wuerde ich in die Kategorie Wunder verbuchen … .

Es ist eine Freude unsere Kinder im Glauben wachsen zu sehen. Sie wollen immer mehr aus der Bibel wissen und Gott besser kennenlernen. Als ich ihnen letzte Wochen davon erzaehlte wie Gott Elia waehrend einer Duerre/Hungersnot Essen gebracht hat, stellte ich ihnen die Frage: „Wenn es in Mosambik nicht regnet, es somit keine Ernte und damit kein Essen gibt, werdet ihr essen oder auch an Hunger sterben?“ Sie dachte einen kurzen Moment nach und antworteten dann ueberzeugt “ Wir werden essen; Gott wird uns zu essen geben!“ . Der Glaube der Kinder …

Die Strassenkinder sind manchmal schon suess… ich kann nicht in die Stadt gehen ohne dass sie mich irgendwo anhalten sobald sie ‚mein Auto‘ sehen …; jedenfalls als ich vor ein paar Wochen mit dem Bus nach Beira fuhr ( 3 Std., um was von der Post abzuholen) kamen sie gesammelt, um mir ‚tschuess zu sagen und zu winken‘ .

Die Nummer, die an unseren Mittwochstreffen teilnimmt waechst. Unser Wunsch ist, dass sie sobald wie moeglich zu unser Center kommen koennen (oder in eines der anderen) – bevor noch mehr von ihnen verkauft werden – was aber der Kooperation der Sozialbehoerde hier bedarf (die momentan nicht bereit ist ihren Teil zu tun). Gebetsanliegen!!

Es ist nicht immer leicht an einem Ort zu wohnen, wo man staendig fuer alles beten muss; gleichzeitig sehen wir aber auch taeglich wie Gott uns versorgt und uns nicht nur gibt, was wir brauchen; vor kurzem wollten wir unbedingt Joghurt & Kaese und das fuer einen bezahlbaren Preis (was normalerweise nicht moeglich ist) und als wir das naechste Mal zu unserem einzigen Supermarkt in der Stadt gingen hatten sie beides zum Sonderpreis!! So gibt es in unserem Kuehlschrank nun schon seit Wochen Kaese … hab sogar Kaesspatzen fuer alle gemacht, die bis aufs letzte vertilgt wurden … 🙂 . Der Papa im Himmel kuemmert sich gut um uns …

Liebe Gruesse aus Mosambik,

Claudi

P.S.: Bitte betet weiter mit mir fuer ein Flugzeug und das entsprechende Team …