Juni 2009

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Liebe Freunde,

Gruesse aus Mosambik!!
Die Zeit verfliegt … es ist schon fast wieder 1 Jahr vorbei und bald bin ich wieder in Deutschland & around …
hier der ganz normale Wahnsinn …

Ich war viel unterwegs, im afrikanischen Busch, mit Katja aktuelle Listen von den Waisenkindern, die wir im Rahmen von Iris Ministries unterstuetzen, erstellen, Fotos machen von jedem einzelnen Kind und Essen (getrockneten Mais fuer Maisbrei, das Hauptnahrungsmittel Afrikas) verteilen…
Als erstes sind wir nach Machaze, eine Gegend, in der es scheinbar nie ein gute Ernte gibt, immer wieder Duerre schon seit Jahren und es gibt kein Trinkwasser. Der Weg dorthin ist weit und die Strasse unter aller … aber als wir die strahlenden Gesichter der Menschen sahen, als wir nach 14 Stunden fahrt endlich ankamen hatten wir trotz allem das Gefuehl, dass es es wert war. Als wir ueber eine dieser „Bruecken“ fuhren versteckte sich ein eher grosses Schlagloch dahinter und wir „erhoben“ uns etwas von unseren Sitzen, unfreiwilligerweise, soweit, dass wir uns die Koepfe am Dach der Lkwkabine anschlugen. Ich hatte auch gerade meine Wasserflasche aufgemacht, um einen Schluck Wasser zu trinken und der Inhalt der gesamten Wasserflasche war auf mir so dass ich aussah als haette ich gerade mit meinen Klamotten an geduscht. Katja, die neben mir sass, sass im Wasser, weil ihre Wasserflasche durch ein Eisenteil hinter ihrem Sitz einen Riss bekam. Wir lachten, auch wenn es eigentlich nicht wirklich lustig war, aber was sollten wir auch sonst tun? Die Autofahrten hier sind immer fuer eine Ueberraschung gut … 🙂
Wir beteten und sangen die gesamte Strecke, die wir durch den Distrikt Machaze fuhren, weil wir wussten, dass es kaum jemand schafft dort anzukommen ohne einen Unfall oder zumindest eine Autopanne zu haben. Wir hatten keines von beiden, nichts wagte sich uns zu naehern – thank God! Viele wurden freigesetzt nach der Predigt, wir haben einen maechtigen Gott, nichts und niemand ist ihm gleich!
Es war viel Arbeit und zeitweise auch ganz schoen anstrengend in all die verschieden Distrikte zu fahren, Gondola, Manica, Sussundenga…, die vielen vielen Gemeinden zu besuchen, aber die Armut dieser Kinder kann einem echt nahegehen. Ich musste immer fahren (ausser nach Tamabara nur die Healfte), weil unser Lkwfahrer in Zimbabwe unterwegs war und einfach wochenlang nicht zurueckkam. Das war eigentlich nicht die Idee gewesen, aber da musste ich wohl durch.
Ihr haettet die Gesichter der Erwachsenen und Kinder sehen sollen als ich an ihnen vorbeifuhr … erstens bin ich eine Frau (und Frauen haben hier meistens keinen Fuehrerschein), zweitens bin ich weiss (und da, wo wir waren gibt es keine Weissen), drittens sassen zwei weisse vorne, Katja und ich, und viertens fuhr ich auch noch einen Lkw, nicht ein normales Auto … viele zeigten mit dem Finger auf mich und manche Kinder schrien lauthals …
Unser Lkw litt auch diesmal wieder als wir nach Tambara fuhren, der Schaden ist wohl schlimmer als beim letzten Mal, bitte betet, dass wir eine bezahlbare Moeglichkeit finden alles, was zu reparieren ist zu reparieren. Ich wuenschte, wir koennte ohne einen Lkw dorthin fahren, aber es gibt einfach keinen Mais in Tambara, nichtmal 20kg auf dem Markt zu kaufen. Ich frage mich, wie die Leute dort leben … . Als unser Mechaniker den Motor aufmachte, schuettelte er den Kopf und meinte, er haette keine Ahnung, wie wir nachhause gekommen waeren, ausser durch ein Wunder, der gesamte Motor voller Wasser! Ich mag Gott, er macht einfach immer, was noetig ist …:-)

Hab wieder angefangen ins Gefaengnis zu gehen – endlich!!
Es war nicht einfach, es dauerte Monate bis ich das ‚Antrags-Papier‘ intern (Leitung Iris) unterschrieben bekam und als ich es schliesslich hatte dauerte es noch Wochen, bis es durch alle Polizeidepartments durch war, bis hin zu dem Polizeipraesidenten der Polizei unser Provinz Manica. Wenn ihr denkt, in Deutschland gaebe es Buerokratie, geht mal nach Afrika … 🙂
Vorletzte Woche meinte der Polizeichef ich muesste erstmal noch Tag & Uhrzeit mit dem Direktor des Gefaengnisses abklaeren bevor sie es genehmigen koennten … ok, dann eben nochmal ins Gefaengnis. Es war kurz vor halb vier, die Zeit, wo hier alle Behoerden zumachen und Chefs nachhause gehen. Ich betete, dass derjenige, mit dem ich das abklaeren koennte dortsein moege. Der Waechter, der mich begleitete, meinte, dass derjenige, der uns gerade entgegenkam, derjenige sei, den ich treffen will. Er war bereit, sich mein Anliegen anzuhoeren, meinte nur, ich sollte „kurz“ warten. Das naechste, was ich mitbekam, war, dass er die Gefangenen zusammentrommelte, in der Annahme, ich wollte jetzt gleich auf der Stelle anfangen … war eigentlich nicht die Idee gewesen, aber ich hatte keine Wahl … wir einigten uns auf mittwochs 9 Uhr morgens ….
So kam ich 1 Woche spaeter zu der vereinbarten Zeit wieder, zusammen mit jemandem aus unserer Gemeinde hier. Leider hatte der Gefaengnisdirektor die Info nicht weitergegeben und die diensthabenden Beamten hatten allebAngst einfach eine Entscheidung zu treffen und dann von ihrem Chef eins auf den Deckel zu kriegen. Sie meinten, wenn ich ein „Genehmigungs-Papier“ haette … . Nochmal zurueck zur Polizei. Der Polizeichef war gerade in einem Treffen. So mussten wir erstmal 2 Stunden warten. Als er dann kam versuchte er echt sein bestes mir zu helfen und herauszufinden, wo sich denn mein „Papier“ befand. Angeblich im Gefaengnis. Also wieder zurueck. Der zustaendige Chef war nicht da. Wieder 1 1/2 Stunden gewartet. Als er dann endlich auftauchte stellte sich heraus, dass er das Papier gar nicht hatte.
Es blieb uns nichts anderes uebrig als uns auf den Heimweg zu machen und weiterhin zu versuchen, dass Papier in die Hand zu bekommen. Wir waren schon fast draussen aus dem Gefaengnis, da kam gerade der Gefaengnisdirektor, der mich ja noch von letzter Woche kannte. Er fragte, wie der Gottesdienst gewesen waere. Ich erzaehlte ihm, was sich so den Tag ueber ereignet hatte. Er meinte, wir sollen wieder zurueckgehen, er sagt den entsprechenden Leuten bescheid.
Die Gefangenen durften oder besser gesagt mussten alles stehen und liegenlassen und zum Gottesdienst. Wir fingen an zu singen und anzubeten. Gott war da. Ich predigte ueber Zachaeus, wie sich sein Leben veraenderte, in dem Moment, als er Jesus traf. Ungefaehr 20 der Gefangenen entschieden sich mit Gott zu leben. Wir beteten. Anschliessend waren die Kranken dran geheilt zu werden. Mehr Anbetung und froehlich singend und uns dankend verliessen die Gefangenen den Raum.
Ich musste an die Bibelstellen denken … „durch Glaube und Geduld werden wir die Verheissungen ererben“ (Hebr 6:12).
Es ist schwer zu begreifen fuer mich, dass in einer Grosstadt wie Chimoio sonst niemand auf die Idee kommt, die Gefangen zu besuchen und ihnen von Jesus zu erzaehlen. Wie sollen sie glauben, wenn ihnen keiner predigt?
Heute konnte ich endlich die letzten Unterschriften und Zustimmungen bekommen – Halleluja! Soweit ich das beurteilen kann, gibt es wohl keinen polizeilichen Chef der Stadt Chimoio / Provinz Manica, den ich nicht im Laufe der Zeit kennengelernt haette… wer weiss, wofuer man das mal noch braucht?!
Ich wurde gebeten, die Gottesdienste doch Dienstag morgens zu machen und nicht Mittwoch, weil da keine anderen Aktivitaeten sind und so saemtliche Gefangenen problemlos teilnehmen koennen. Wenn sich jemand waehrend der Zeit oder auch sonst zum beten berufen fuehlt, gern …

Ich versuche nach wie vor 1 Mal pro Woche ins Krankenhaus zu gehen, den Kranken die Haende auflegen. Jedesmal, wenn ich in diesem Krankenhaus bin (und da gibt es sogar einen Arzt), denke ich mir, wenn Jesus nichts tut geht da nicht viel. Letzte Woche legte mir Gott aufs Herz auf die Intensivstation zu gehen. Die Zimmer waren voellig ueberfuellt, ueberall lagen Leute, wenn auch zumindest auf Matratzen. Medizinisch geht da nicht viel. Aber unser Gott ist gross und maechtig und in dem Namen Jesus ist die Kraft zu heilen!

Naechte Woche will ich nochmal nach Zimbabwe mit nem Team, fuer ungefaehr ne Woche. Dann steht noch die Provinz Tete auf dem Plan, Gemeinden besuchen und wenn moeglich auch Essen an die Waisenkinder verteilen … mal sehen … unser Lkw muss auf jeden Fall bis dahin wieder funktionsfaehig sein!
Mein Auto ist gerade auch mal wieder in alle Einzelteile zerlegt … wenn der „Spass“ nicht immer so teuer waere …

Dann ist auch schon wieder Zeit nach Deutschland & Europa zu kommen, fuer ca. 6-8 Wochen.
Anschliessend wieder zurueck in den Wahnsinn …

Bis bald …
Claudi

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[en]

Dear friends,

greetings from Mosambik!
How are you??

Life here has been crazy as usual…
I’ve been out in the bush with my friend Katja updating the lists of the orfans in our churches we’re supporting through Iris Ministries, taking pictures and giving food to them.
At first we went down to Machaze, a place that doesnt’t ever seem to have a good harvest, droughts for many years and no water for the people to drink. It’s far to drive there and the road is bad but when we saw the happy faces of the people as we finally got there it felt all worth it. After driving over one of this „bridges“ there was a big whole hiding behind. we jumped high, hitting the roof with our heads … also I had just opened my bottle to drink some water and the whole bottle of water spilled all over me so I looked like as if I had just taken a bath with my clothes on … the bottle of my friend sitting next to me broke as well, hiting an iron piece behind the seat, so she was sitting in a lake. We were laughing, even thought it wasn’t funny, but what else can you do?! Life here is always up for a new surprise … 🙂
We prayed and worshiped the whole way, without stopping ‚cause hardly anyone makes it there without either having to stop due to car problems or worse having an accident. I could feel and see some of these creatures living in those areas, but nothing dared to approach us – praise God!! Also people got set free after preaching – we have an awesome God! Nothing and noone can compare to him. There truely is power in the name of Jesus!
It was a lot of work going to all the districts, Gondola, Manica, Sussundenga … the many churches … but the poverty of these children here can break your heart … . I had to do all the driving with our big truck by myself (except when we went to Tambara) ‚cause our driver was in Zimbabwe and just didn’t come back. You should have seen the looks on people’s faces and their open mouths as I was driving by them … first I’m a woman (here it’s usually the men who drive), second I’m white (no white people there), third there were 2 white people sitting in the front, my friend Katja and I and fourth I was driving a truck, not a small car … some of the kids were screaming as they were pointing towards us … .
Our truck sufferd again as we were driving to Tambara, the damage is worse than last time … please pray as we are trying to find an affordable way to fix it. I wish we could go there without a truck, but the problem is that there is absolutely no maize to be bought there, not even 1 lata (20 kg)! I don’t know how people live there, besides by the grace of God. When our mecanic opened the engine he was shaking his head, saying he has no idea how we got back, the engine was full of water. I don’t understand much about cars, but he explained that we drove on only 2 pistons and many of the pieces inside the engine are broken, so he said the only explanation is a miracle. Now we just need a miracle in fixing it, we really can’t buy a new engine … I like God, He always does what is necessary …

Finally it was possible to start ministering in the prison again, it was not easy though, it took months to get the paper signed and when I finally had it it’s now somewhere at the police to be approved. I thought it had already made it’s way though all the birocrasy, but not yet as I just found out … I had been to the prison again last week praying that the person in charge’d be there and as I was walking in the prison the guard accompanying me said that the person walking towards us was the one I wanted to see. He was willing to attend me, I just had to wait a bit. The next thing that happened was that he got the prisoners together, thinking I wanted to start right here and there, even though I had just come to find out what day of the week and what time it’d be possible to minister in the prison. So here I was with all these people, having to do something, pray & share a bit … ok, God, I thought … we agreed on coming on wednesdays 9 a.m … if you’d like to pray during that time (or on wednesday mornings before you go to work) thank God and bless you for that. So I came back the next wednesday morning at the time we agreed on, together with someone from the church here. Unfortunately the information about us coming to minister hadn’t been passed on and the people working that day were afraid to make a decision to just give us permission, so I went back to the police trying to get the paper … nobody knew where it was and the superintendent who is a friend of mine was in a meeting, so I had to WAIT for almost 2 hours … finally he came, really trying to help me … even though he is a busy man he was personally looking for „my paper“ and could finally localize where it had last been. He called there and then asked us to go back to the prison where the paper was supposed to be, but it wasn’t we found out as we got there … before finding that out though we had to WAIT for another 1 1/2 hours for someone to come, tired and hungry ‚cause I had left home without breakfast and lunch time had already passed, but I had to be patient until the person I was told to be waiting for came – and then he wasn’t very helpful … . As we were walking out of the prison someone stopped me, the director of the prison had just come. He was asking me if I remembered him and asked how things were going so I shared with him what had happened that day. He told me to go and see someone and said he was also coming there, so we went back speaking to that person; now things started to move in the right direction. Then the director came just taking authority over the situation. Everyone had to stop working and „come to church“. We started singing and worshiping God, the presence of God came. I was preaching about Zacchaeus how it changed his life when he met Jesus. About 20 of the prisoners gave their lifes to the Lord for the first time, repeating the sinner’s prayer after me and we prayed for the infilling of the Holy Spirit. Then I asked for the sick to come to the front and receive prayer for healing, God was moving … . We worshiped more, joyfully singing they walked out thanking us for our coming and telling us that they’re looking forward to next week. I was thinking of the scripture that through patience and persevernce we inherit the promises of God (Hebr 6:12). Also I can’t believe that in a big city like Chimoio noone is going to the prison to minister to the people there. How can they believe if we don’t tell them? How can God change their lifes if they don’t receive him? Please pray for the paper work to be finalised and permission to be released within the next couple of days … can you?

I’m still trying to go to the hospital once a week laying hands on the sick … every time I am there I’m thinking Jesus really is their only hope. This week God put in my heart to go the ICU (Intensive Care Unit). It was completely overcrowed, people on the floor, everywhere. With the medical care here I don’t thnk they have much hope and this is the provincial hospital, the best you can find here and they even have a doctor (which most of the other hospitals don’t). Nevertheless I believe Jesus is there only hope. People were more than grateful as we ofered to pray for them. In Jesus name there is power to heal!!

Next week I am planning to go to Zimbabwe for 8-10days, doing evangelism and after that to Tete, visiting the churches and hopefully also giving food to the children (orfans). After that time is up here for now. I’ll be going to Germany & Europe for missionaries „holidays“ for about 6 weeks, then will be back in the crazyness …

Grace and peace,
Claudia

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