März 2011

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Hallo ihr,

ja, ich bin wieder zurueck in Mosambik, Afrika!

Nachdem ich meinen Pilotenschein in der Tasche hatte war ich kurz ueber Weihnachten in Deutschland; dann wiederum meine Sachen packen (meine „Lieblingsbeschaeftigung“) und schon war es Zeit wieder in ein Flugzeug zu steigen … .

Wie immer flog ich ueber Suedafrika; meine wundervollen Freunde Rassie & Marietje holten mich nachts vom Flughafen ab und brachten mich am naechtsten Morgen wieder dorthin. Hatte bereits darueber nachgedacht die Nacht am Johannisburger Flughafen zu verbringen, was eine Moeglichkeit gewesen waere, aber keine gute.

Mein Gepaeck kam zusammen mit mir an :-). Diejenigen, die gesagt hatten, sie wuerden mich abholen hatten es glatt vergessen, aber dafuer war jemand anders an, eine Freundin, mit der ich nicht gerechnet hatte, weil ich ihr nicht bescheid gesagt hatte – egal – wie immer hat sich Gott um mich gekuemmert.

Nachdem ich ein paar Tage in Beira verbracht hatte, sowie Leute in Dondo besucht, fuhr ich mit Joao & Jennifer, die mich abholen gekommen waren, nach Chimoio. Nach so langer Zeit ausser Landes hatte ich glatt vergessen (oder verdraengt?) wie der Verkehr hier ist … .

„Mein Haus“ war dreckig (!!), aber die Kinder kamen, um mich willkommen zu heissen und halfen mir es wenigstens einigermassen sauber zu kriegen; so war es nicht allzu schlimm, weil ich nicht alles alleine machen musste. Und der Herr hat mein Gebet erhoert, „keine Ratten in meinem Haus“. Diese Ratten hier essen nicht nur deine Lebensmittel, sondern so ziemlich alles, Plastik, Buecher, deine Dokumente, Kleidung, Bettdecken, Matratze … . Ausserdem hatte ich fuer eine ‚Kakalaken freie Zone‘ gebetet, sowie dass ‚Gott alle Kakaleken toetet‘, die es wagen einzudringen; als ich nachhause kam fand ich haufenweise tote Kakalaken und Moskitos in meinem Bad, aber keine einzige lebendige. Ich fragte jeden einzelnen hier, ob er irgendwas gesprayt hatte, aber alle verneinten. Nichts ist zu gross oder zu klein fuer Gott!! Ich sollte mal besser meinen eigenen Gebeten glauben …

Sobald mein Haus so einigermassen auf Vordermann war zog ich los, meine Nachbarn und Freunde zu sehen, andere kamen vorbei … 🙂

In der Zwischenzeit war ich haufenweise Gemeinden besuchen; jedes Wochenende (Sonntag) eine andere Gemeinde. Ja, ich habe dort gepredigt, gleichzeitig war es aber auch ein Segen fuer mich mit ihnen zusammenzusein, gemeinsam zu beten und Gott anzubeten … .

Ich denke, ich brauche ein neues Auto fuer laengere Entfernungen … ich habe zwar nichts gegen Glaubensprojekte, aber ein bisschen was sicheres waere auch nicht schlecht … .

Die Gefaengnis- und Krankenhausteams sind gewachsen seitdem ich wieder hierhin, was eine mega Gebetserhoerung ist. Mehr ‚Arbeiter fuer die Ernte‘ … .

Neben unseren regelmaessigen Gottesdiensten (dienstags) im Gefaengnis, die nach wie vor jede Woche (ohne Ausnahme!) der Hammer sind (Bekehrungen, Jesus veraendert ihr Leben, Heilungen …) konnten wir schliesslich und endlich die lange geplante Taufe durchfuehren! 37 Leute wurden getauft!! Als ich letztes Jahr in Amerika war hatte es mein Team versucht, aber eine entscheidende leitende Person hatte sich quer gestellt. Auch dieses Mal wollte es wohl jemand mit allen Mitteln verhindern. Als wir endlich die Genehmigung in unseren Haenden hatten, alles organisiert war … war unserer Lkw, den ich brauchte, um den Wassertank, den wir von einer anderen Mission in Gondola leihen wollten, zu holen, nicht da, als ich nachhause kam. Zur Erklaerung: im Gefaengnis gibt es nur manchmal und auch nur ganz wenig Wasser, das nicht mal als Trinkwasser reicht, geschweige denn zum ‚duschen‘. So mussten wir unser eigenes Wasser fuer die Taufe organisieren. Die Leute aus der Gemeinde hatten den Lkw ausgeliehen um Baumaterial zu transportieren und ihn nicht wie vereinbart zurueckgebracht. Wie dem auch sei, danke an Joao & Jennifer, die schliesslich und endlich mit mir nach Gondola fuhren, um den Tank auf den Dachgepaecktraeger ihres Landrovers zu schnallen. In der Zwischenzeit war es bereits abend und dunkel. Als wir den Tank dann am naechsten morgen mit Wasser fuellten oeffnete sich das ‚Ventil‘ unten und das bereits eingefuellte Wasser lief heraus; die Jungs konnten es irgendwie wieder verschliessen, aber wir waren von oben bis unten nass & dreckig. Das ganze nochmal von vorne. Wir waren nun 1 Std. zu spaet; liess sich aber nicht aendern. Normalerweise ist das in Afrika auch kein Problem, aber es gibt Orte, an den Zeit tatsaechlich eine Rolle spielt, wie z. B. in manchen Schulen und im Gefaengnis. Mein Bad sah auch aus wie die Sau, weil wir versuchten so schnell wie moeglich den Tank mit 20 Liter Kanistern zu fuellen, aber egal. Wir beten gemeinsam an (Bild 1-2); dann wiederholte ich nochmal kurz die Message der Taufe. Jeder Taeufling bekannte oeffentlich seinen Glauben (Bild 3) und rein gings ins Wasser. Ueber die Farbe des Wassers gebe ich besser keinen Kommentar ab (siehe Bild 4-6). Koennt ihr euch wahrscheinlich selber vorstellen, bei der Anzahl von Leuten, die nacheinander in das Taufbecken stiegen. Wer weiss, wann sie das letzte Mal ein ‚Vollbad‘ genommen haben. Ueber Krankheiten will ich auch lieber nicht nachdenken. Was auch cool war, ist, dass wir abgesehen von den Maennern auch 7 Frauen taufen durften; normalerweise muessen die Frauen naemlich immer arbeiten und koennten nur sehr selten an unseren Gottesdiensten teilnehmen. Ich vertraute wie immer, dass Gott sich schon um mich kuemmert, auf mich aufpasst und es war auf jeden Fall ein Privileg sie zusammen mit einem von den Pastoren taufen zu duerfen.

Im Krankenhaus … ja wir gehen noch … wohl wissend, dass Jesus die einzige Rettung fuer die meisten Kranken ist; medizinisch gibt es hier nicht viel. Was ich echt traurig finde ist, wieviele Frauen ihre Babies verlieren; manchmal nehme ich mir ein paar Minuten Zeit mit ihnen zu reden und sie zu ermutigen, dass sie wenn sie Christen sind ihre Babies wiedersehen werden, … .

Nach dem Beten im Krankenhaus vor ca. 2 Wochen gingen wir noch bei Sharon vorbei; ein paar andere aus meinem Gefaengnisteam kamen auch genau zu dem gleichen Zeitpunkt, sowie einige aus ihrer Gemeinde (ohne Absprache). Gott hatte das mal wieder gut organisiert. Jemand hatte uns mitgeteilt, das sie krank war und zwar nicht nur ein bisschen krank, wie wir feststellten als wir sie sahen. Sie hatte mehrmals aufgehoert zu atmen, Brechen und Durchfall wechselten sich ab, wodurch sie viel Fluessigkeit verloren hatte (sie hatte Malaria, aber ich denke auch Colera, aber egal). Ihr Koerper war voellig kraftlos. Nicht mit Essen, Reden oder Sitzen. Natuerlich beteten wir. Ihr ging es sogleich besser und als ich am naechsten Tag nochmal bei ihr vorbeiging fand ich sie sitzend, sich unterhaltend und hungrig. Die Woche darauf ging sie wieder mit uns im Gefaengnis. Wow, Gott …!! Wuerde ich in die Kategorie Wunder verbuchen … .

Es ist eine Freude unsere Kinder im Glauben wachsen zu sehen. Sie wollen immer mehr aus der Bibel wissen und Gott besser kennenlernen. Als ich ihnen letzte Wochen davon erzaehlte wie Gott Elia waehrend einer Duerre/Hungersnot Essen gebracht hat, stellte ich ihnen die Frage: „Wenn es in Mosambik nicht regnet, es somit keine Ernte und damit kein Essen gibt, werdet ihr essen oder auch an Hunger sterben?“ Sie dachte einen kurzen Moment nach und antworteten dann ueberzeugt “ Wir werden essen; Gott wird uns zu essen geben!“ . Der Glaube der Kinder …

Die Strassenkinder sind manchmal schon suess… ich kann nicht in die Stadt gehen ohne dass sie mich irgendwo anhalten sobald sie ‚mein Auto‘ sehen …; jedenfalls als ich vor ein paar Wochen mit dem Bus nach Beira fuhr ( 3 Std., um was von der Post abzuholen) kamen sie gesammelt, um mir ‚tschuess zu sagen und zu winken‘ .

Die Nummer, die an unseren Mittwochstreffen teilnimmt waechst. Unser Wunsch ist, dass sie sobald wie moeglich zu unser Center kommen koennen (oder in eines der anderen) – bevor noch mehr von ihnen verkauft werden – was aber der Kooperation der Sozialbehoerde hier bedarf (die momentan nicht bereit ist ihren Teil zu tun). Gebetsanliegen!!

Es ist nicht immer leicht an einem Ort zu wohnen, wo man staendig fuer alles beten muss; gleichzeitig sehen wir aber auch taeglich wie Gott uns versorgt und uns nicht nur gibt, was wir brauchen; vor kurzem wollten wir unbedingt Joghurt & Kaese und das fuer einen bezahlbaren Preis (was normalerweise nicht moeglich ist) und als wir das naechste Mal zu unserem einzigen Supermarkt in der Stadt gingen hatten sie beides zum Sonderpreis!! So gibt es in unserem Kuehlschrank nun schon seit Wochen Kaese … hab sogar Kaesspatzen fuer alle gemacht, die bis aufs letzte vertilgt wurden … 🙂 . Der Papa im Himmel kuemmert sich gut um uns …

Liebe Gruesse aus Mosambik,

Claudi

P.S.: Bitte betet weiter mit mir fuer ein Flugzeug und das entsprechende Team …

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My dear friends,

yes, I am back in Mosambik, Afrika!

After I finished my pilot’s license I was able to spend christmas with my family in Germany (if I remember right for the first time in 10 years) – a beautiful white christmas with lots of nice german food – then got things ready to go and it was already time to hopp on a plane again.

As usual I had to fly over South Africa; my wonderful friends Rassie & Marietje from Pretoria came to pick me up from the airport late at night and drove me back to the airport the next morning – thank God. I had already been thinking of spending the night at the Johanisburg airport which was an option, but not a good one … .

My lagguage arrived with me in Mosambik – praise God! The people who said they’d come and pick me up weren´t there (they simply forgot), but someone else whom I hadn’t expected ‚cause I hadn’t asked her was there. God always takes care of me … 🙂

After spending several days in Beira, also seeing people in Dondo, I went to Chimoio with Joao & Jennifer who had come to pick me up. Being gone so long I had almost forgotten how crazy the traffic/driving is here … .

My house was dirty(!!) but the kids came to welcome me and helped me clean so it wasn’t too much work. And the Lord has answered my prayer ’no rats in my house‘ – yes, Lord!! Maybe you think what’s that big of a deal about that? Well, these rats here destroy about everything, they don’t only eat your food, but also everthing made out of plastic, your books, dokuments, clothes, blankets, matraces … pretty much everything! Another thing I prayed for was ’no cacroaches and that God’d kill all the cacroaches that dare to enter in‘; as I entered my bathroom lots of dead cacroaches and moskitos everywhere, but no alive ones. I asked every single person if they had sprayed anything to kill them, but they hadn’t. I was thinking I better believe my own prayers … . Nothing is too big and nothing too small for our God!

After getting resettled I immidiately went to see people; others came to see me – it was fun … :-)!

I’ve been visiting the churches, as I used to before, a diffrent church each sunday. Yes, I go there to minister, but it’s also a blessing for me to be with them, worship, pray and fellowship with them …

I think, I need a new car for driving the long distances – I don’t mind doing things by faith, but a bit of a safer option would be good, too …

The prison and the hospital team have grown since I am back which is a big answer to prayer. Please continue praying for more laborers for the harvest though.

Besides our regular services that we do on tuesdays in the prison which are amazing each time we finally got to do a baptism there! We baptised 37 people!! And I really felt they were ready. I have to tell you though that it was quite a battle. Someone didn’t want this to happen it seemed. When we finally had the permission, everything organised … as I got home from the prison the day before the truck which I needed to go to Gondola to get the water tank was not there. Maybe to explain to you, there is only a little bit of water in the prison sometimes (which is kinda a disaster) so we had to organise water for the bapstism. The people from the church had borrowed the truck and they didn’t bring it back when they were supposed to. Anyways, thank God for Joao & Jennifer who eventually went with me to Gondola and we put the tank on top of their landrover … by then it was nighttime/dark already … . When we were filling up the tank in the morning something on the bottom broke and all the water went out; as we were trying to fix it we were wet all over and full of mud. Anyways, there was nothing we could do except to start all over again after we fixed the problem. My bathroom was also full of mud as we were trying to fill up 20 liter water containers and carry them to the truck as quickly as possible to fill up the 1000 liter tank. This made us an hour late which usually doesn’t matter in Afrika, but there are some places like some schools and the prison that do work according to time. I don’t know how, but despite of all the obstacles we still managed to finish only 20 minutes late and they tolerated it. Each prisoner that got baptised publicly confessed his faith in christ. What was exciting, too, was that we got to baptise 7 women ‚cause they always make the women work and hardly allow them to participate in our services. As you can probably imagine the water was discustingly dirty with all these people entering. Who knows when they last took a bath/shower?! And I don’t want to know all the sicknesses they have. But in everything we trust God that he protects us and takes care of us as we give our lives to Him. I count it a priviledge to havebaptised these people with one of the pastors.

In the hospital … yes, we are still going, knowing for most of them only God can save them, the available medicine doesn’t help much. There are so many women loosing their babies; it is sad. Sometimes I take the time to talk to one of them and encourage them in the Lord, telling them that there is hope and they ‚ll be with their children again when they are christians … .

God did a miracle with one of the woman of my team. About 2 weeks ago after we finished praying for everyone in the hospital we went to Sharon’s house ‚cause we heard she was sick and we found her laying on a strawmat, not able to sit up, eat or talk. Indeed, she was not only sick, but VERY sick. She had stopped breathing various time throughout the night, was having constant diarrhea and vomitting; she had Malaria but I think she had colera, too, but whatever. She definitely had no strength left in her body. The Lord organised it in a way that we and two other people from the prison team arrived at the exact same time, as well as some people from her church. Of course we prayed for her – and God raised her up!!

As I came to her house the following day to check on her I found a diferent person, sitting up, talking, eating and full of life – only God can do that!!

It is a joy to see our children growing in the Lord. They are so hungry to know more. Last week as I was sharing with them about Elijah being feed by ravens during a drought, time of famine I asked them … ‚if there is no rain in Mosambik and the fields don‘ t grow so there is no food – will you still eat‘? They thought for a moment and responded in one accord „yes, we will eat, God will give us food!“ What a blessing to see their faith.

The children living on the street here in Chimoio are really cute, too, at times. When I went to Beira a couple weeks ago they came to the „bus station“ ‚cause they knew I was going there and kept on standing in front of the bus waving good-bye.

I am still getting together with them each week, giving them spiritual food and food for their bodies (a meal). We are trying to get some of them living with us at our childrens center as soon as possible (before more of them will be sold). Please pray that social welfare is cooperating with us in that.

It is not always easy to live in a place where you have to pray for almost everything, but on the other hand we constantly see God taking care of us and answer our little prayers that are so unimportant to the rest of the world, like for example we prayed that the only grocery store in town would have joghurt and cheese and for an affordable price and they had both and on sale for a ridiculously cheap price!! Our father takes care of us … 🙂

Blessings & love,

Claudia

P.S.: Please keep praying with me for a plane and a team that has been prepared by the Lord to go with me all over Africa speaking about and showing the love of God …

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